Nutzer:innen-zentrierte Energiesysteme (UsersTCP)

Das UsersTCP liefert Erkenntnisse aus sozio-technischen Forschungen über das Design, die soziale Akzeptanz und die Verwendbarkeit sauberer Energietechnologien. Die Nutzer:innen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Die Erkenntnisse sollen dabei unterstützen, politische Entscheidungen für eine saubere, effiziente und sichere Energiewende zu treffen.

Kurzbeschreibung

Der UsersTCP (User-Centred Energy Systems Technology Collaboration Programme) ist ein internationales Forschungs- und Kooperationsprogramm der Internationalen Energieagentur (IEA), das seit 2019 sozio-technische Aspekte der Energiewende untersucht (davor hieß der TCP IEA DSM). Ziel ist es, politisch relevante Evidenz darüber bereitzustellen, wie Menschen Energie nutzen, Technologien akzeptieren und an der Transformation mitwirken. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass die Energiewende nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich gestaltet werden muss. Dafür bündelt UsersTCP internationale Expertise in verschiedenen Arbeitsbereichen, etwa zu schwer erreichbaren Nutzergruppen, sozialer Gerechtigkeit und Genderfragen, Akzeptanz von Automatisierung, Peer-to-Peer-Energiehandel oder nutzerorientierten Gebäuden. Mitglieder sind Österreich, Belgien, Kanada, Finnland, Irland, Italien, Korea, die Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Schweden, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die USA (Australien ist in der Zwischenzeit ausgetreten). Mit dieser breiten Basis und einer Strategie bis 2030 fördert das Programm den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis, um nutzerzentrierte Lösungen zu entwickeln, soziale Akzeptanz zu stärken und gerechte Rahmenbedingungen für saubere Energiesysteme weltweit zu schaffen.

Die Aktivitäten in der derzeitigen Strategieperiode des Users TCPs lassen sich in vier Schwerpunkte gliedern:

  • Gerechtigkeit und Leistbarkeit: Analyse, wie die Energiewende verschiedene Bevölkerungsgruppen betrifft, mit Fokus auf schwer erreichbare Nutzer, benachteiligte Haushalte und Gleichstellungsfragen in der Energiepolitik.
  • Öffentliche Akzeptanz: Untersuchung der Faktoren, die das Verständnis und die Zustimmung zu Energiepolitik und -infrastruktur prägen, inkl. Leitfäden für Informationskampagnen und Beteiligungsprozesse.
  • Förderung klimafreundlicher Technologien (sowohl Akzeptanz der Nutzung als auch Technologieeinführung): Erforschung, wie Menschen neue, CO₂-arme Technologien annehmen, ihnen vertrauen und sie optimal nutzen (z. B. Automatisierung, lokale Energiemärkte, klimafitte Gebäude, flexible Geräte und Wärmepumpen).
  • Bildung und Weiterbildung: Aufbau von Wissensplattformen und Werkzeugen, um Kompetenzen für eine klimafreundliche Energiezukunft zu stärken – von Verhaltenswissen in der Politikgestaltung bis zu Unterstützung für Unternehmen bei Net-Zero-Strategien.

Die Säulen sind in der folgenden Grafik dargestellt, die Zeilen stellen die Methoden dar, die großteils angewendet werden. Die Kreise stellen laufende (orange) sowie zukünftige (grün) Tasks dar. Genauere Infos sind auf der Homepage des Users TCPs zu finden.

Laufende Tasks/Annexes

Abgeschlossene Tasks

Präsentation von Maria Bürgermeister-Mähr beim IEA Vernetzungstreffen 2020

Das Video wird über Youtube bereitgestellt, dabei wird eine Verbindung zu den Servern von Youtube hergestellt (sh. Datenschutzerklärung).

Publikationen

Teilnehmende Staaten

Österreich, Belgien, Kanada, Finnland, Irland, Italien, Südkorea, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Schweden, Schweiz, UK, USA

Kontaktadresse

Exco-Vertreterin
Tara Esterl
AIT Austrian Institute of Technology
Giefinggasse 6, 1210 Wien
E-Mail: tara.esterl@ait.ac.at

Exco-Stellvertreterin
Mag. Sabine Mitter
Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI)
Tel.: +43 (1) 711 62 - 652915
E-Mail: sabine.mitter@bmimi.gv.at

LinkedIn-Kanal des UsersTCP