Foto: Frontansicht des Biohofs Achleitner

Ziele & Inhalte

Seit dem Beitritt zur IEA im Jahre 1975 beteiligt sich Österreich aktiv an den Technologieprogrammen (Technology Collaboration Programmes (TCPs), früher Implementing Agreements (IAs)). Diese stellen eine wichtige Ergänzung zur österreichischen Energieforschung dar und spiegeln sich auch in den nationalen Schwerpunktsetzungen wider. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der österreichischen Teilnahme an den TCPs und deren Tasks und Annexen. Des Weiteren sollen die Verbreitung der erarbeiteten Ergebnisse und Netzwerkaktivitäten ermöglicht werden.

Ziele des Programms IEA Forschungskooperation

Die allgemeinen Programmzielsetzungen lauten:

  • Erforschung und Entwicklung neuer Produkte, Verfahren, Prozesse und Dienstleistungen in den Themenbereichen der Internationalen Energieagentur
  • Frühzeitige Wahrnehmung internationaler Entwicklungen für die strategische Ausrichtung der österreichischen FTI-Politik und der Erarbeitung von F&E-Prioritäten

Konkret werden folgende Anliegen verfolgt:

  • Erfolgreiches Einbringen österreichischer Expertise und Erkenntnisse aus nationalen und EU F&E-Projekten in die IEA Projekte
  • Know-How und Ergebnistransfer zu österreichischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen
  • Verstärktes Initiieren und Umsetzen von innovativen Task/Annex Projekten unter österreichischer Leitung zu bmvit Schwerpunkten wie innovative Gebäude, Erneuerbare Energien, Smart Grids und Smart Cities
  • Überleitung der IEA Energieforschungsergebnisse Normung und Klassifizierung, in der EU und weltweit

Ergebnisse österreichischer Projektbeteiligungen werden als Projektberichte veröffentlicht.

Programmevaluierung

Das Programm IEA Forschungskooperation wurde zuletzt im Jahr 2012 evaluiert.

Im Zeitraum 2005-2010 wurden insgesamt 73 Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 5,6 Mio € finanziert. Zusätzlich wurden rund 150.000 €/Jahr an Mitgliedsbeiträge für die Implementing Agreements entrichtet. Empfehlungen aus der Evaluierung sind eine Erhöhung der IEA Budgets in Anlehnung an die Steigerung der allgemeinen Energieforsch­ungsausgaben, die verstärkte Einbeziehung von Industrieakteuren in die Forschungskooperationen sowie die verbesserte Synchronisierung von nationalen Ausschreibungen mit der Projektgenerierung auf IEA Ebene.

IEA-Forschungskooperation: Ergeb­nisse der Evaluierung von 2005 - 2010

Broschüre - Österreichs Beiträge im Rahmen des Energie-Technologie-Netzwerks der IEA

Die Broschüre "Weltweite Forschungszusammenarbeit für die Energie­versorgung der Zukunft - Österreichs Beiträge im Rahmen des Energie-Technologie-Netzwerks der Internationalen Energieagentur" gibt einen Überblick über die Österreichische Beteiligung an den Implementing Agreements der IEA und stellt ausgewählte IEA Technologieprogramme und nationale Projekte vor.

Weltweite Forschungszusammenarbeit für die Energieversorgung der Zukunft (energy innovation austria IEA 2015)

IEA Länderbericht für Österreich

Alle fünf bis sieben Jahre findet eine detailliierte Überprüfung der Energiepolitik und der Energieforschung jedes Mitglieds durch die IEA statt. Im neuesten IEA-Länderbericht 2014 wurde der österreichischen Energieforschung ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Die Energieforschungsausgaben haben sich seit 2007 vervierfacht und Österreich ist mit rund 120 Millionen Euro pro Jahr auf den sechsten Platz unter den IEA-Mitgliedsländern vorgerückt. Die IEA empfiehlt Österreich die Kontinuität in der Energieforschung zu gewährleisten und Budgets langfristig zu erhöhen, Unternehmen noch stärker für Investitionen in Energieforschung zu motivieren, möglichst freien Zugang zu Forschungsergebnissen zu ermöglichen sowie Studierende zu energieforschungsrelevanten Fächern zu motivieren.

Energieforschungserhebungen

Im Rahmen der IEA werden von den Mitgliedsländern jährlich die Energieforschungsausgaben der öffentlichen Hand erhoben und von der IEA zentral erfasst. Dadurch werden Entwicklungen und Trends über die Jahre erkennbar und es können entsprechende Steuerungsmaßnahmen für die Forschungspolitik abgeleitet werden. Ländervergleiche sind durch die einheitliche Erhebungsmethode ebenfalls möglich.

Publikationen/Energieforschungserhebungen ab 2005

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