IEA Bioenergy Task 44: Flexible Bioenergie und Systemintegration (Arbeitsperiode 2022 - 2024)

IEA Bioenergy Task 44 trägt zur Entwicklung und Analyse von flexiblen Bioenergielösungen als Beitrag zu einem kohlenstoffarmen Energiesystem bei. Ziel ist es, das Verständnis für die Möglichkeiten, deren Potential und den Status flexibler Bioenergie zu verbessern und Hindernisse sowie den künftigen Entwicklungsbedarf im Kontext des gesamten Energiesystems (Strom, Wärme und Verkehr) zu ermitteln.

Kurzbeschreibung

Der weitere, rasche Ausbau der Wind- und Photovoltaikstromerzeugung ist ein unbestrittener Grundsatz der Energiewende. Bei Wind- und Sonnenkraft handelt es sich jedoch um fluktuierende Energiequellen. Um das dynamische Puzzle zwischen Bereitstellung und Verbrauch nachhaltig zu lösen, ist eine Flexibilisierung unseres Energiesystems dringend notwendig.

Neben Speichertechnologien und Nachfrage-Management liefert die Bioökonomie zahlreiche weitere Flexibilisierungsoptionen, für kurzfristige bis saisonale Flexibilität, für den Stromsektor aber auch für die Wärmebereitstellung und die Bereitstellung von biobasierten Materialien.

Task 44 trägt zur Entwicklung und Analyse von Bioenergielösungen bei, die flexible Ressourcen für ein kohlenstoffarmes Energiesystem liefern können. Ziel ist es, das Verständnis für Arten, Qualität und Status flexibler Bioenergie und ihre künftige Rolle zu verbessern sowie Hindernisse und den künftigen Entwicklungsbedarf im Kontext des gesamten Energiesystems (Strom, Wärme und Verkehr) zu ermitteln. Dies lässt sich an drei übergeordneten Zielen ablesen:

  1. Identifikation und Bewertung tragfähiger flexibler Bioenergiekonzepte zur Unterstützung kohlenstoffarmer Energiesysteme
  2. Identifikation von Systemanforderungen für flexible Bioenergiekonzepte
  3. Beschleunigung der Umsetzung von flexiblen Bioenergiekonzepten

Um die übergeordneten Ziele zu erreichen, wurden für dieses Triennium 2022 - 2024 die folgenden spezifischen Ziele festgelegt:

  1. Vertiefung des Verständnisses für flexible Bioenergie durch konkrete Best-Practice-Beispiele
  2. Überwachung der Entwicklung flexibler Bioenergiekonzepte
  3. Verbesserung der Anerkennung des Potenzials flexibler Bioenergie durch Unterstützung der Modellierungsfähigkeiten
  4. Identifikation der Anforderungen an das Energiesystem, für die Bioenergie gut geeignet ist
  5. Verständnis der Randbedingungen und finanziellen Maßnahmen, die die Umsetzung unterstützen
  6. Definition der Synergien mit grünen Wasserstoffstrategien und BECCS/U-Ansätzen

Das österreichische Konsortium, bestehend aus BEST – Bioenergy and Sustainable Technologies und der TU Wien, wird dabei insbesondere folgende Expertisen einbringen:

  • Technologische Expertise hinsichtlich des Betriebs von Anlagen zur Bereitstellung von Bioenergie und deren Systemintegration, mit speziellem Fokus auf dem Bereich der thermischen Biomassekonversion (insbesondere Verbrennung, Festbett- und Wirbelschichtvergasung sowie Biogas) sowie Biotreibstoffen (BEST).
  • Modellierung und Simulation von Energiesystemen zur Valorisierung der Flexibilität in den verschiedenen Versorgungskettenschritten, von Rohstoffflexibilität, über speicherbare Bioenergieträger und positive/negative Ausgleichsenergieleistungen bis hin zur Produktflexibilität (TU Wien)

Gemeinsam wird sich das österreichische Vertretungskonsortium bemühen, österreichische Vorzeigeprojekte vor den Vorhang zu holen und international zu verbreiten, sowie auch die österreichischen Bioenergiebranche entsprechend einzubinden und im Task gewonnene Erkenntnisse innerhalb Österreichs zu verbreiten.

Teilnehmende Staaten

  • Australien
  • Deutschland
  • Finnland (Leitung)
  • Irland
  • Niederlande
  • Österreich
  • Schweden
  • Schweiz
  • USA

Kontaktadresse

BEST - Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH
Dipl.-Ing. Dr. Markus Gölles
Inffeldgasse 21b
A-8010 Graz
E-Mail: markus.goelles@best-research.eu

Technische Universität Wien
Institute of Chemical, Environmental & Bioscience Engineering
Thermal Process Engineering - Computational Fluid Dynamics
Fabian Schipfer
Getreidemarkt 9/166
A-1060 Wien
Tel.: +43 (1) 58801-166202
E-Mail: Fabian.schipfer@tuwien.ac.at