IEA-EBC Annex 56: Energie-, Emissions- und Kostenoptimierte Gebäudesanierung

Ziel des Annex ist die Entwicklung von Strategien für Gebäudesanier­ungen, die "Reduktion des Energieverbrauches", die "Erhöhung der Energieeffizienz" und Strategien für den "Einsatz Erneuerbarer Energien" im Hinblick auf die Optimierung von Kosten, Ressourcen, CO2-Emissionen.

Status

Laufend

01.05.2011 bis 31.05.2016

Kurzbeschreibung

Um unseren Klimawandel verlangsamen oder stoppen zu können, muss eine Reduktion der CO2-Emissionen erfolgen, Energieeffizienz ist zwar ein wesentliches, aber nicht das einzig ausschlaggebende Kriterium.

Gebäude-(Qualitäts-) Standards wurden bis jetzt nahezu ausschließlich für den Neubaubereich entwickelt. Es fehlen methodische Ansätze, die auf die Komplexität bei Sanierungen eingehen. Zur Erhöhung der Sanierungsraten und des derzeitigen Standards in der Sanierungspraxis sind kräftige Impulse und neue Lösungsansätze nötig. Das Wunsch­denken vieler einen Gebäudestandard für einen höchstwertigen Neubau 1:1 auch für alle Gebäudesanierungen anwenden zu können, ist nicht "kostenoptimal" (Richtlinie 2010/31/EU) umsetzbar.

Eine Alternative bietet die CO2-Reduktion durch den Umstieg von nicht erneuerbaren auf erneuerbare Energieträger. Dieser Umstieg ist vor allem im Gebäude­bestand oft einfach und kostengünstig realisierbar - doch auch dies wird ohne vorhergehende Effizienzmaßnahmen nicht die Lösung sein.

Ziel des IEA EBC Annex 56 ist es einen neuen Ansatz in der Bewertung von Gebäudesanierungen zu erarbeiten, der auf die spezifischen Rahmenbedingungen in der Sanierung eingeht und eine Methodik zur Bewertung der Optimierung von Energieeinsparungs- und Effizienz­maßnahmen, sowie dem Einsatz erneuerbarer Energieträger zur Reduktion der CO2-Emissionen anbietet. Es müssen bis jetzt unberücksichtigte Aspekte erfasst werden, die das kostenoptimale Niveau genauso wie den erzielten Mehrwert durch die Sanierung berücksichtigen und über die kurzfristige Kosten-/Nutzen-Analyse in Richtung Gebäudelebenszyklus gehen.

Die konkrete Fragestellung lautet: Welche Strategien liefern nachhaltige und "kostenoptimale" Lösungen bei energie- und emissionsoptimierten Sanierungen? Ist es die Reduktion des Energieverbrauches oder der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energieträger oder beides - in welchem Verhältnis?

Ausgangspunkt der Arbeit in dieser internationalen Kooperation sind die Entwicklung theoretisch - wissenschaftlicher Methodenansätze und Berechnungen anhand generischer Daten. Ein Pool an Demonstrations­gebäuden der teilnehmenden Länder dient in weiterer Folge als Informationsquelle für reale Datensätze und damit für die Evaluierung der theoretisch entwickelten Erkenntnisse und Benchmarks. Für das Verständnis der entscheidungsrelevanten Hintergründe aller Beteiligten und die Entwicklung zukunftsfähiger Lösungsansätze ist das Feedback aus der Praxis realer Sanierungsprojekte wesentlich.

Weiters wird eine Auswahl beispielhafter Sanierungen durch Publikationen ("Shining Examples") kräftige Impulse zur breiteren Umsetzung energie- und emissionsoptimierter Sanierungen am Markt setzen. Dies wird unterstützt durch Tools, die die Weiterentwicklung und Umsetzung optimaler Sanierungsstrategien auf der Ebene von Entscheidungsträger­Innen unterstützen.

Angestrebte Ergebnisse

  • Technisch-wissenschaftliche Publikationen und Know-how-Plattform zu Entwicklungen im Bereich der Definitionen, Bewertungs- und Berechnungsrichtlinien, Ziel- und Grenzwerte (Primärenergie und Emissionen), Lebenszyklusanalysen und Kosten-Nutzen-Analysen
  • Publikationen und zielgruppengerechte Dissemination von Erkenntnissen aus vertieften Studien und Analysen realisierter Gebäudesanierungen
  • Publikationen, die Erfolgsbeispiele für den breiten Markt sichtbar machen und die Vorteile anhand der konkreten erfolgreichen Umsetzungen aufzeigen zur Bewusstseinsbildung und Aktivierung der Zielgruppen und des Marktes

Publikationen

Newsletter

Weitere Publikationen

Artikel: "Kosteneffiziente energetische Optimierung bei der Gebäudesanierung" aus der Zeitschrift: erneuerbare energie

Teilnehmende Staaten

China, Dänemark, Finnland, Italien, Norwegen, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Tschechische Republik

Kontaktadresse

Dr. Karl Höfler
Tel.: +43 (3112) 5886 25
E-Mail: k.hoefler@aee.at

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