Foto: Frontansicht des sozialen Wohnbaus Mühlweg in Wien

WohnMOBIL - Innovative Wohn- und Mobilitätsformen in Gebieten mit hohem Siedlungsdruck

Ziel des Projektes WohnMOBIL ist die Förderung einer flächen-, kosten- und verkehrssparenden Siedlungs- und Quartiersentwicklung sowie einer Umkehrung von Verkehrsprioritäten (Vorrang Umweltverbund). Dies soll durch die Übertragung innovativer, bislang vorwiegend urbaner Wohnkonzepte wie "transitorisches Wohnen" in suburban-ländliche Gemeinden und die Verschränkung mit bedarfsgerechten multimodalen Mobilitätskonzepten erzielt werden.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation/Motivation

Steigender Siedlungsdruck und Flächenverbrauch, leistbares Wohnen und aktive Bodenpolitik sowie eine verstärkte Abstimmung von Siedlungsentwicklung und Verkehr sind wesentliche Probleme und Handlungsfelder in der aktuellen und künftigen Raumentwicklung.

Fehlende Lösungen für leistbares Wohnen in zentralen Lagen führen immer öfter zu einem Verdrängungsprozess ins Umland, wodurch sich wiederum die Pendler- und Verkehrsproblematik verstärkt. Hinzu kommen neue gesellschaftliche Herausforderungen, durch aktuelle Trends wie bspw. eine sich ändernde Arbeitswelt, die immer mehr Flexibilität am Wohnungsmarkt und auch im Mobilitätsbereich erfordert.

Inhalte und Zielsetzungen

Im Projekt WohnMOBIL wird ein systematisierter Lösungsansatz insbesondere für suburban-ländliche Gebiete entwickelt, um innovative Wohn- und Mobilitätsformen integriert in einer vorausschauenden und nachhaltigen Siedlungsentwicklung zu verankern.

Der Fokus liegt dabei auf neuartigen Konzepten wie transitorisches Wohnen, eine Wohnform insbesondere für Neuzuziehende, Jungfamilien, Menschen auf Wohnungssuche oder mit saisonal beschränkten Arbeitsverhältnissen. Diese Wohnform ist bisher hauptsächlich in urbanen Räumen anzutreffen, würde jedoch auch in vielen ländlichen Gemeinden als flächen- und kostensparende Möglichkeit den steigenden Bedarf decken.

Durch die Planung multimodaler Mobilitätsangebote und -infrastrukturen für unterschiedliche Quartiers/Siedlungstypen, werden wohnformangepasste Möglichkeiten für die Bewohner geschaffen, die ein verkehrssparendes und nachhaltiges Mobilitätsverhalten fördern. Vor allem neuartige Mobilitätsformen wie Sharing-Lösungen, E-Mobilität und eine adäquate Infrastruktur zur Förderung einer aktiven Mobilität spielen dabei eine Rolle.

Methodische Vorgehensweise

Es wird ein Bausatz entwickelt, der über die Bausteine "Innovative Wohnlösungen" und "Innovative Mobilitätslösungen" die Ableitung von bedarfsgerechten, wohnformangepassten Mobilitätsangeboten ermöglicht. Darin werden verschiedene Quartiers-/Siedlungstypen erstellt, die sich in Wohnform/Grundrissgestaltung, Gebäudekubatur, Belagszahlen und Standort unterscheiden.

Darauf aufbauend werden Mobilitätsverhaltensszenarien definiert und bedarfsgerechte, wohnformangepasste Mobilitätsangebote/-infrastrukturen abgeleitet. Durch die integrative Betrachtung von Wohnen und Mobilität lässt sich die Umsetzung der erforderlichen Mobilitätsinfrastruktur-Angebote bereits frühzeitig im Planungsprozess von Gebäuden und Siedlungen integrieren.

Der WohnMOBIL-Bausatz und damit die Verknüpfung/Wechselwirkung von innovativen verkehrs- und flächensparenden Wohnformen und bedarfsgerechten Mobilitätsangeboten wird in den zwei Pilotgebieten St. Johann in Tirol und Feldkirch/Göfis getestet.

Erwartete Ergebnisse

Hauptergebnis des Projekts ist ein übertragbarer WohnMOBIL-Bausatz, der zusammen mit konkreten Handlungsempfehlungen Gemeinden und Bauträger dabei unterstützen soll, in verschiedenen Interventionsstufen (z.B. Entwicklungskonzept, Flächenwidmungsplan, Bebauungsplan, Mobilitätsverträge) die passenden Maßnahmen für eine integrierte, innovative Wohn- und Mobilitätsentwicklung zu setzen.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Research Studios Austria Forschungsgesellschaft mbH - Research Studio iSPACE

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

  • HERRY Consult
  • Energieinstitut Vorarlberg
  • Paul Schweizer Architekt
  • Gemeinde St. Johann in Tirol

Kontaktadresse

Research Studios Austria Forschungsgesellschaft mbH,
Research Studio iSPACE
Dr. Thomas Prinz
Schillerstraße 25
A-5020 Salzburg
Tel.: +43 (662) 908 585-213
E-Mail: thomas.prinz@researchstudio.at
Web: www.ispace.researchstudio.at

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