Bild: Bautafel der Wohnhaussanierung "Tschechenring"

Innovationslabore

Mit dem Förderinstrument „Innovationslabore“ unterstützt das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie die systematische und langfristige Entwicklung von innovationsfördernden Gestaltungsräumen für neue Ideen und Konzepte um die Praxiswirksamkeit von Forschung zu erhöhen.

Innovationslabore unterstützten die systematische und frühe Einbindung der NutzerInnenperspektive in den Innovationsprozess, um Potenziale von Innovationen zu erhöhen. Das geht über das reine Testen neuer Lösungen hinaus. Es geht um die Öffnung des Innovationsprozesses im Sinne von Open Innovation1 und das Gestalten eines innovationsfördernden Umfelds.

Innovationslabore charakterisieren sich dadurch, dass sie

  • eine reale Entwicklungsumgebung mit der notwendigen materiellen (Geräte, Werkstätten, Testumgebungen etc.) und immateriellen (Personalressourcen, Datenbanken, etc.) FTI-Infrastruktur bieten, um nutzerInnenzentrierte Innovationsvorhaben zu ermöglichen und/oder um Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu übersetzen.
  • den Zugang zu und für NutzerInnen unterstützen.
  • den Aus-/Aufbau von Innovations-Expertise und Wissensaustausch fördern.
  • mehreren Innovationsvorhaben zu transparenten und diskriminierungsfreien Bedingungen offenstehen.
  • langfristig gedacht sind und auf bis zu 10 Jahre Förderdauer angelegt werden können. Sie sollen in dieser Zeit innovierende Unternehmen, Forschungseinrichtungen und sonstige Einrichtungen in ihren Innovationsanstrengungen unterstützen.

Derzeit gibt es zu zwei Themen ein Stadt der Zukunft Innovationslabor:

GRÜNSTATTGRAU

Das Innovationslabor unterstützt Innovationen für die Grüne Stadt, geht über die Einrichtung eines Projektbüros hinaus und ist als Motivator und Impulsgeber für die Realisierung eines „grünen" Stadtteils zu verstehen. Wesentlich ist die Demonstration der Umsetzung innovativer Begrünungsmaßnahmen für einen ganzen Stadtteil. Durch die Langfristigkeit wird eine Umsetzung beginnend von spezifischen Entwicklungsprojekten hin zu großflächigen Begrünungen unterstützt. Als finales Ziel soll die lückenlose Begrünung eines gesamten Stadtquartiers bzw. -viertels angestrebt werden.

Zum Innovationslabor GRÜNSTATTGRAU

Act4energy

Die Optimierung des Eigenverbrauchs von erzeugtem PVStrom auf dem aggregierten Nutzerniveau von Mehrfamilienwohnhäusern oder auf Gemeindeebene ist nicht nur möglicher Ausgangspunkt attraktiver Geschäftsmodelle für PV-Nutzer, sie stellt auch einen interessanten Ansatzpunkt zur Mobilisierung von Flexibilitätspotenzialen für die Elektrizitätsnetze unter Einbeziehung von Endnutzern dar. Ziel ist es Innovationsökosysteme zu schaffen, in denen potentielle Nachfrager und Anbieter von Technologie-Service-Systemen in Co-Creation-Prozessen entsprechende Prototypen für die PV-Strom-Eigenoptimierung auf Mehrfamilienhaus- bzw. Gemeindeebene entwickeln und testen können.

Zum Innovationslabor act4energy

1 Anmerkung: Der Begriff Open Innovation bzw. offene Innovation bezeichnet die Öffnung des Innovationsprozesses von Organisationen und damit die aktive strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des Innovationspotenzials. Das Open-Innovation-Konzept beschreibt die zweckmäßige Nutzung von in das Unternehmen ein- und ausdringendem Wissen, unter Anwendung interner und externer Vermarktungswege, um Innovationen zu generieren. [Chesbrough, H.W. (2003): Open Innovation: The new imperative for creating and profiting from technology, Boston: Harvard Business School Press, S. XXIV]

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