Foto: Frontansicht des Einfamilien-Passivhauses in Pettenbach

SPRINKLE - Smart City Governanceprozesse in kleinen und mittleren Städten

Das Projekt "SPRINKLE" führt eine umfassende Untersuchung der Ansätze für die Koordination und Steuerung einer Smart City Entwicklung in kleineren und mittleren Städten durch. Dabei werden im Rahmen von Fallstudien für ausgewählte energiebezogene städtische Handlungs­felder sowohl relevante rechtlich-institutionelle Rahmenbedingungen als auch Governance-Prozesse betrachtet.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

In Österreich, wie auch in Europa, ist die Smart City Diskussion bisher vor allem von Großstädten getrieben. Informationen über Smart City bezogene Aktivitäten in kleineren und mittleren Städten sind demgegen­über kaum in aufbereiteter Form verfügbar.

In vielen dieser Städte kommen aber bereits unterschiedliche Ansätze um Energieeinsparungen voranzutreiben oder den Anteil der erneuerbar erzeugten Energie an der Energieproduktion zu erhöhen zur Anwendung - sowohl im hoheitlichen als auch im nicht hoheitlichen Bereich. Dabei werden neue Vorgangsweisen in Bezug auf Koordination und Steuerung umgesetzt, die sich hinsichtlich der relevanten rechtlich-institutionellen Rahmenbedingungen und hinsichtlich der Governance-Prozesse oft von jenen in größeren Städten unterscheiden; eigene Ansätze und Vorgangsweisen müssen angewandt und teilweise noch entwickelt werden.

Während beispielsweise große Städte über verhältnismäßig gut ausgestattete, fachlich spezialisierte Verwaltungen und oft über stadteigene Infrastrukturanbieter und EVUs verfügen, stehen kleinere und mittlere Städte vor der Herausforderung "smarte" Ziele bzw. eine Smart City Entwicklung mit deutlich geringeren Eigenmitteln und Ressourcen verfolgen zu müssen und sind daher in einem viel stärkeren Ausmaß auf die Zusammenarbeit mit "Nicht-Verwaltungs-Akteuren" angewiesen.

Zum einen ist dadurch die Bedeutung (einzelner) lokaler Stakeholder und Initiatoren höher, zum anderen ist die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit mit wichtigen externen "Playern" für diese Städte auch für Veränder­ungen innerhalb der Stadtgrenzen deutlich größer als für Großstädte.

Inhalte und Zielsetzungen

Ziel des vorliegenden Projekts ist eine umfassende Untersuchung der Governance-Strukturen und - Prozesse für eine Smart City Entwicklung in kleineren und mittleren Städten für ausgewählte energiebezogene Handlungsfelder. Städtische Governance umfasst dabei grundsätzlich das gesamte Spektrum an Koordinations- und Steuerungsbemühungen. Aus einer organisatorisch-institutionellen Perspektive rücken insbesondere Fragen nach Kompetenzen, Steuerungsinstrumenten, der Ressourcen­verteilung etc. in den Mittelpunkt des Interesses.

Aus einer handlungsorientierten und prozessualen Perspektive liegt der Fokus auf den AkteurInnen, deren Problemwahrnehmungen, Interessen, Handlungslogiken und Handlungsorientierungen, den Akteurskonstella­tionen sowie den Prozessen der Aushandlung von Interessen (vor allem in der Entscheidungsfindung) und Kommunikation.

Methodische Vorgehensweise

Der dazu gewählte Forschungsansatz basiert auf dem systematischen Vergleich von ausgewählten Fallbeispielen kleiner und mittlerer Städte, die bereits Erfahrungen in der Erarbeitung von Smart City Strategien und in der Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen und Projekten gemacht haben.

Erwartete Ergebnisse

Durch die Zusammenführung unterschiedlicher Perspektiven der Smart City Entwicklung (Stadtentwicklungspraxis und Planung, rechtlichinstitu­tionelle Sicht, akteurInnenbezogene Sicht auf Governanceprozesse) stehen als Projektergebnis neue Erkenntnisse zur Smart City Entwicklung in kleinen und mittleren Städten zur Verfügung.

Insbesondere werden daraus Barrieren und Treiber in bestehenden städtischen Governance-Strukturen und Prozessen identifiziert und Handlungsempfehlungen für die Überwindung dieser Barrieren und ein Maßnahmenkatalog abgeleitet, der auch zur erfolgreichen (Weiter-) Entwicklung und Implementierung von Smart City Strategien für Städte ähnlicher Kategorie beiträgt.

Projektbeteiligte

Projektleitung

ÖIR GmbH

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

Kontaktadresse

ÖIR GmbH
Dipl.-Ing. Ursula Mollay MA MSc
Franz-Josefs-Kai 27
A-1010 Wien
Tel.: +43 (1) 533 87 47-0
Fax: +43 (1) 533 87 47-66
E-Mail: oir@oir.at
Web: www.oir.at

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