Foto: ChristophorusHaus

SonnWende+ Effiziente Lösungen für Photovoltaik-Energiemanagement basierend auf Blockchain-Technologie

Das Projekt analysiert Blockchain-Technologie im Kontext erneuerbarer elektrischer Einspeisung und Flexibilität im Innovationslabor "Energie Innovation Cluster Südburgenland". Ziel ist die Erforschung neuer und effizienter Lösungen für Energiemanagement-Services und Energiehandel.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Die Ambition, den Anteil erneuerbarer Energien im Strombereich signifikant zu erhöhen, ist bekanntlich mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. In der Reihenfolge ihres Auftretens waren bzw. sind dies die Kosten der erneuerbaren Energietechnologien, die Netzintegration verteilter Erzeugungsanlagen und der Einfluss der Volatilität erneuerbarer Erzeugung auf das technische und ökonomische Energiesystem.

Während die Technologiekosten zunächst durch Förderungen ausgeglichen wurden, die schrittweise zurückgenommen werden können, hat es weitgehende technologische Entwicklungen im Bereich der Netzintegration gegeben um die Netzintegrationskosten in Grenzen zu halten. Im Bereich der Volatilität muss auf Energiespeicher, Flexibilität und nicht zuletzt auf konventionelle Backup-Kapazitäten gesetzt werden. An dieser Stelle setzt das Projekt SonnWende+ an.

Inhalte und Zielsetzungen

Um eine flächendeckende Verfügbarkeit von Lastflexibilität und Batteriespeichern zu erreichen, sind entsprechende Geschäftsmodelle notwendig. Die Herausforderung hier liegt in den verhältnismäßig kleinen Energiemengen, die aufwändig erfasst und verrechnet werden müssen.

Die ohnehin knappe Rentabilität wird durch hohen organisatorischen Aufwand endgültig in Frage gestellt. Genau für diese Problemstellung bietet der Blockchain-Ansatz eine vielversprechende Lösung. Durch weitreichende Automatisierung der Transaktionen und Abrechnung wird der organisatorische Overhead auf ein Minimum reduziert.

Im Vergleich zum Stand der Technik ermöglicht die Blockchain-Technologie eine sofortige, sichere Verrechnung von bezogener und bereitgestellter Leistung zwischen Marktteilnehmern mit der Möglichkeit zur kompletten Automatisierung ohne weitere Schnittstellen. Damit ergibt sich ein bedeutendes Potenzial, Energiemanagement und -handel effizienter und weitgehend dezentral zu gestalten.

Das Innovationslabor, auf dessen Infrastruktur die Blockchain-Lösungen getestet werden können, verfügt auf elektrischer Seite über ein virtuelles Kraftwerk, das aus einem Speichercluster, Photovoltaikanlagen und flexible Lasten besteht.

Methodische Vorgehensweise

Gemeinsam mit den Partnern des Innovationslabors soll ein Ökosystem geschaffen werden, in dem Nachfrager und Anbieter von Energiedienstleistungen in Co-Creation-Prozessen neue Lösungen für PV-Strom-Eigenoptimierung auf Mehrfamilienhaus-, Quartiers- und regionaler Ebene entwickeln und testen können.

Die Partner von SonnWende+ bringen hierzu die notwendige Kompetenz in den folgenden Bereichen ein:

  • Blockchain
  • Energiewirtschaft
  • Strom
  • Power2Heat
  • Living-Lab-Ansatz

Erwartete Ergebnisse

Konkrete Lösungen, wie ein in der Region betriebenes Bonussystem für lokale Erzeugung und Flexibilität werden im Projekt spezifiziert, die Umsetzbarkeit im geltenden Rahmen geprüft, das Design entsprechend angepasst und ein Blockchain-Demonstrator im Innovationslabor umgesetzt.

Projektergebnis sind funktionierende Blockchain-Anwendungsmuster im Innovationslabor. Geplant ist, die Lösungen weiter zu entwickeln, um sie im Innovationslabor und darüber hinaus operativ einsetzen zu können.

Projektbeteiligte

Projektleitung

AIT Austrian Institute of Technology GmbH

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

  • Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz
  • lab10 collective eG

Kontaktadresse

Dr. Friederich Kupzog
Giefinggasse 2
A-1210 Wien
Tel.: +43 (505) 50 6059
E-Mail: friederich.kupzog@ait.ac.at
Web: www.ait.ac.at

Diese Seite teilen ...

zum Anfang