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IEA-Wind Task 19: Windenergie in kalten Klimazonen. Arbeitsperiode 2016 - 2018

Der Task 19 der IEA Wind befasst sich mit den Herausforderungen der Nutzung von Windenergie unter Vereisungsbedingungen und bietet durch globale Vernetzung und wechselseitigen Erfahrungsaustausch die Möglichkeit zur Sammlung und Generierung neuer Erkenntnisse. Darüber hinaus werden Leitfäden mit Best-Practice Beispielen und Empfehlungen für die Realisierung von Windenergieprojekten unter Vereisungsbedingungen erarbeitet.

Status

laufend
Start: 01.01.2016
Ende: 31.12.2018

Kurzbeschreibung

Im Jahresverlauf treten an einer vom Klima des Standortes abhängigen Anzahl von Tagen Wetterbedingungen auf, welche zu Vereisung führen. Etwa 15 % der derzeitigen Windkraftanlagenstandorte in Österreich können als sogenannte ‚Cold Climate‘ Standorte mit häufiger Vereisung eingestuft werden. Hier stellt die Vereisung eine große Herausforderung sowohl während der Projektierung als auch während des Betriebes der Anlagen dar. Auch bei den knapper werdenden Standorten in den Regionen Ost-Österreichs, welche eine im Vergleich geringe Vereisungsgefahr aufweisen, treten mehrmals pro Jahr Vereisungsereignisse auf, welche insbesondere in Hinblick auf Sicherheits- und Risikoaspekte zu berücksichtigen sind.

Die Experten des Task 19 der IEA Wind setzen sich seit mehr als 10 Jahren mit den Herausforderungen von Windenergie unter Vereisungsbedingungen auseinander. Das primäre Ziel dieser Forschungskooperation ist die Sammlung neuer Erkenntnisse durch wechselseitigen Erfahrungsaustausch sowie globale Vernetzung.

Im Zuge des gegenständlichen Projektes werden folgende zwei Forschungsschwerpunkte bearbeitet und in die Kooperation eingebracht:

  1. Leitung eines Subtasks, der sich mit der Standardisierung der Methodik zur Erstellung von Eisfallrisikogutachten auseinandersetzt. Als Ergebnis soll eine offizielle Empfehlung des Task 19 hinsichtlich der Selektion und Festlegung der wesentlichen Inputgrößen für die Risikobewertung erarbeitet werden.
  2. Evaluierung der Funktionstüchtigkeit der seit kurzem am Markt verfügbaren Vestas Rotorblattheizung.

Um gleichzeitig für einen reibungslosen Knowhow Transfer der internationalen Erfahrungen nach Österreich zu sorgen, fungiert die Energiewerkstatt als nationale Schnittstelle zu den IEA-Aktivitäten. Unter Einbeziehung der IGW werden die internationalen Erfahrungen in Österreich verbreitet. Darüber hinaus werden mit dem Ziel einer erfolgreichen internationalen Positionierung der österreichischen Forschungsarbeiten und Entwicklungstrends jährlich Basisdaten zur Windenergie für die Jahresberichte der IEA Wind bereitgestellt.

Parallel zu den Arbeiten an den Forschungsprojekten werden im Zuge der IEA-Kooperation Leitfäden mit Best-Practice Beispielen und Empfehlungen für die Realisierung von Windenergieprojekten unter Vereisungsbedingungen erarbeitet. Diese Dokumente enthalten Vorschläge hinsichtlich international gültiger Definitionen und Klassifizierungssysteme und dienen als Inputs für Normen und Standards.

Publikationen

Projektbeteiligte

Projektleitung:

  • DI Andreas Krenn, Energiewerkstatt

Partner:

  • Mag. Stefan Moidl, Interessengemeinschaft Windkraft Österreich-IGW

Teilnehmende Staaten

Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Kanada, Österreich, Schweden, Schweiz

Kontaktadresse

Projektleitung

DI Andreas Krenn
Energiewerkstatt
Heiligenstatt 24
A-5211 Friedburg

Projektpartner

Mag. Stefan Moidl
Interessengemeinschaft Windkraft Österreich-IGW
Wiener Straße 19
A-3100 St. Pölten

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