IEA Treibhausgasemissionen Forschungsprogramm (GHG TCP)

Dieses F&E Programm untersucht und evaluiert technologische Entwicklungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei der Nutzung fossiler Energieträger. Dabei unterstützt es seine Mitglieder, bestehend aus den teilnehmenden Ländern und weiteren Vertragsparteien bzw. internationale Sponsoren, durch Bereitstellung von fundierten themenspezifischen Analysen und Informationen.

Kurzbeschreibung

In den letzten Jahren konnten die Auswirkungen des Klimawandels direkt beobachtet werden: Rekord Temperaturen bzw. Temperaturanstiege an der Erdoberfläche und in der Troposphäre sowie ein steigender Meeresspiegel sind nur einige davon. Der Klimawandel ist auf Treibhausgasemissionen, die unter anderem bei der Nutzung fossiler Brennstoffe entstehen, zurückzuführen.

Das IEAGHG Programm ist ein im Jahr 1991 von der Internationalen Energie Agentur gegründetes F&E Kollaborationsprogramm (TCP-„Technological Collaboration Programme") mit dem Ziel alle Interessensvertreter sowohl aus dem privaten als auch dem öffentlichen Bereich zusammenzuführen:

  • um relevante Informationen und Erfahrungen über technologische Fortschritte bei Treibhausgas-Minderungstechnologien auszutauschen, und
  • eine effektive Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren zu gewährleisten. Das IEAGHG Programm wird durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Österreich ist seit 2007 Mitglied.

Die Zielsetzungen dieses Programms werden einerseits durch breitenwirksame Öffentlichkeitsarbeit wie internationalen Konferenzen, einer Summer School für junge Wissenschaftler:innen und einem online Blog über neue Entwicklungen realisiert.

Andererseits bietet das Programm mit fachspezifischen Publikationen detaillierte Analysen, in denen unterschiedliche Technologien bezüglich ihrer techno-ökonomischen Umsetzbarkeit untersucht werden. Es wird ua überprüft, ob diese kosteneffizient Treibhausgasemissionen in der Energieversorgung und bei industriellen Prozessen reduzieren können. Der primäre Fokus des IEAGHG Programms liegt hierbei auf Verfahren, die das Abscheiden von CO2 und die spätere Wiederverwendung beziehungsweise Speicherung, ermöglichen.

Darüber hinaus koordiniert das IEAGHG Programm mehrere internationale Forschungsnetzwerke. Die Netzwerke umfassen folgende Themengebiete:

  • Kontrolle und Überwachung von CO2, das in geologische Formationen gepumpt wurde/wird (‚monitoring network')
  • Berechnung und Bewertung der durch CO2 Abscheidung und –Speicherung entstehenden Kosten (‚costs network')
  • Risiko Management (‚risk management network')
  • Modellierung und Simulation von CO2, das in geologische Formationen gepumpt wurde/wird (‚modelling network')
  • „High Temperature Solid Looping Cycles" Technologien für die Herstellung von aufgereinigtem und konzentriertem CO2 (‚High Temperature Solid Looping Cycles Network')
  • Umweltverträglichkeit von CO2 Speicherung (‚Environmental Research into CO2 Storage Network')
  • Oxyfuel-Verbrennungsnetzwerk (‚Oxyfuel Combustion Network')
  • Soziale und gesellschaftliche Auswirkungen von CO2 Speicherprojekten (‚Social Research Network')

Publikationen

Jahresberichte

Berichte, Zusammenfassungen und Informationspapiere

Newsletter

Teilnehmende Staaten

Australien, Europäische Kommission, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Japan, Kanada, Korea, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, OPEC, Österreich, Schweden, Schweiz, Südafrika, USA

Neben den angeführten Ländern nehmen auch eine Reihe von weiteren Vertragspartnern auf institutioneller Basis (wie FZ Jülich) und internationale Sponsoren an diesem TCP teil (wie BP, Shell, Shevron).

Kontaktadresse

Österreichischer Vertreter im Exekutivkomitee

DI Theodor Zillner
Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)
Abteilung Energie- und Umwelttechnologien
Radetzkystraße 2
A-1030 Wien
E-Mail: theodor.zillner@bmk.gv.at

Stellvertretung im Exekutivkomitee

DI Dr. Günter Simader
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)
Mariahilfer Straße 136
A-1150 Wien
E-Mail: guenter.simader@energyagency.at