IEA Bioenergy Task 32: Biomasseverbrennung (Arbeitsperiode 2022 - 2024)

Biomasseverbrennung ist eine bedeutende Technologie zur Bereitstellung von erneuerbarer Energie. Fast die Hälfte des europäischen Energieverbrauchs entfällt auf Wärme, die unter anderem klimaschonend durch Biomasseverbrennung bereitgestellt werden kann. Diese stellt daher eine Schlüsseltechnologie zur Erreichung der Klimaziele dar. In diesem Projekt soll der Informationsaustausch zu relevanten Themen sichergestellt, und so der Erfolg österreichischer Akteure aus Wirtschaft und Forschung unterstützt werden.

Kurzbeschreibung

IEA Bioenergy Task 32 hat sich der Aufgabe verschrieben, durch ihre Arbeit einen Beitrag für den erweiterten Einsatz der Biomasseverbrennung zur Bereitstellung von Wärme und Strom zu leisten. Kurzfristig zielen die Aktivitäten des Task 32 darauf ab, den Marktzugang für Biomasseverbrennungstechnologien zu erleichtern und damit deren Einsatz auszudehnen. Mittel- bis langfristig soll durch die weitere Optimierung der verfügbaren Technologien die Wettbewerbsfähigkeit der Biomasseverbrennung gesichert werden.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Task 32 von IEA Bioenergy intensiv mit der energetischen Nutzung von Biomasse zur zentralen und dezentralen Bereitstellung von Wärme und Strom. Angesichts der großen Herausforderungen bei der Transformation der Energieversorgung der Industrie, und dem sich abzeichnenden Bedarf an Kohlenstoff-Senken zur Erreichung der weltweiten Klimaziele, setzt Task 32 im Triennium 2022 - 2024 zusätzliche inhaltliche Schwerpunkte in diesen Bereichen.

Das Arbeitsprogramm für 2022 - 2024 umfasst konkret die folgenden Arbeitspakete:

  1. Substitution fossiler Brennstoffe in der Industrie
  2. Nachhaltige Biomasse-KWK-Anlagen mit negativen THG-Emissionen
  3. Innovative Heizwerke mit niedrigen Emissionen
  4. Häusliche Feuerungen mit niedrigen Emissionen

Im Zuge der Bearbeitung dieser Arbeitspakete werden Studien und Berichte erstellt, Veranstaltungen organisiert sowie Datenbanken aufgebaut und erweitert. Österreich übernimmt 2022 - 2024 die stellvertretende Taskleitung und beteiligt sich intensiv an der Planung, Koordination und Bearbeitung der Aktivtäten des Tasks. Das soll insbesondere dazu beitragen,

  • Marktbarrieren durch die Schaffung von einheitlichen ordnungspolitischen Rahmenbedingungen und Normen für die Einführung von modernen Technologien zur Bereitstellung von Wärme und Strom zu beseitigen.
  • belastbare Informationen über weltweite technologische und politische Entwicklungen zu beschaffen, zu analysieren und relevante Stakeholder zu informieren.
  • durch rechtzeitige Involvierung der wissenschaftlichen, der industriellen und der politischen Stakeholder Entwicklungen national und international positiv zu beeinflussen.
  • die erlangten Informationen einer möglichst breiten Gruppe an relevanten Industrien zugänglich zu machen, um frühzeitig Produkt- und Technologieentwicklungen auf sich ändernde Rahmenbedingungen oder sich bietende Chancen abzustimmen.
  • Nationale Innovationen im IEA Netzwerk zu verbreiten, und so die Chancen österreichischer Unternehmen auf internationalen Märkten zu stärken.

Teilnehmende Staaten

Dänemark (Leitung), Deutschland, Japan, Kanada, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweiz

Kontaktadresse

Dr. Christoph Schmidl
Gewerbepark Haag 3
A-3250 Wieselburg-Land
E-Mail: christoph.schmidl@best-research.eu