Bild: Bautafel der Wohnhaussanierung "Tschechenring"

IEA-Bioenergy-Newsletter Vol. 24 (2) ist erschienen

Der aktuelle Bioenergy Newsletter enthält anlässlich der Bioenergy-Conference und des Executive Committee Treffens im November in Wien einen Österreich-Schwerpunkt zum Thema Bioenergie.

Inhalt

Österreich kann, aufgrund seines hohen Waldanteils (ca. 50 % der Fläche), auf eine lange Tradition in der stofflichen und energetischen Holznutzung zurückblicken. Neben der Strom- und Wärmeerzeugung auf Basis von Holz wurden in Österreich auch effiziente Technologien zur energetischen Verwertung von landwirtschaftlicher Biomasse entwickelt. Aus diesem Grund spielt Bioenergie bei der Erfüllung der EU 2020-Energieziele, wonach das Land seinen Energiebedarf bis 2020 zu 34 % aus erneuerbaren Energien decken soll, eine Schlüsselrolle. Der Anteil von Bioenergie an der Energieversorgung ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und beträgt derzeit 15 %. Zusammen mit der Wasserkraft sowie der Nutzung der Sonnenenergie und Abfällen konnte der Anteil von erneuerbaren Energien auf 28 % erhöht werden. Um aber weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, wird noch weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeit geleistet werden müssen. Aus diesem Grund wurden F&E-Programme eingeführt, in denen, vor allem in Zusammenarbeit mit der Industrie, effiziente und wirtschaftliche Technologien entwickelt werden. Die Forschungsförderung in Österreich wurde deshalb stark erhöht, wobei der Hauptteil der hinzugekommenen Mittel direkt in die Erforschung von Solar- und Bioenergiesystemen fließt.

Von 13. bis 15. November fand in Wien die Bioenergy-Conference der IEA mit 240 TeilneherInnen statt. Die alle drei Jahre stattfindende Konferenz dient der Vernetzung zwischen Politik, Forschung und Industrie. Insgesamt 60 Vortragende aus 16 Ländern präsentierten ihre Forschungs- und Entwicklungsleistungen im Bereich der Bioenergie. Das positive Feedback der TeilnehmerInnen untermauerte den großen Erfolg dieser Veranstaltung. Um eine Einführung in die österreichischen Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien zu geben wurden 4 Exkursionen zu Biomasse- und Biogasanlagen, sowie zur Müllverbrennungsanlage Spittelau angeboten.

Am 12. November fand das Vorstandstreffen der IEA Bioenergy, ebenfalls in Wien, statt. Neben der Wiederwahl von Birger Kerckow als Vorsitzenden und Paul Grabowski als Stellvertreter ist von weiteren Highlights zu berichten:

  • Aufnahme neuer Vorstandsmitglieder
  • Annäherungen zu Russland und Griechenland als neue Vertragspartner
  • Präsentation der neuen Arbeitsprogramme für 2013 - 2015
  • Zertifizierungssysteme für Bioenergie

Weitere Inhalte des Newsletters:

  • Vorstellung des Task 40 (Nachhaltiger internationaler Bioenergie-Handel)
  • Der Nachhaltigkeitsworkshop in Quebec (3. - 5. Oktober 2012)
  • Vorstellung des Task 37 (Energie aus Biogas)
  • Vorstellung des Task 34 (Pyrolyse von Biomasse)
  • Verleihung des Johannes Linneborn Preises an Prof. Hermann Hofbauer (TU Wien) für seine Forschungstätigkeit im Bereich der Wirbelschicht- und Energietechnik
  • Aktuelle Publikationen und Veranstaltungen

Publikation

Bioenergy in Austria

Herausgeber: IEA-Bioenergy
Englisch, 8 Seiten

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