Foto: Frontansicht des Passivhauskindergartens Ziersdorf

THERM-opti-BALKON-P2 - Thermisch optimierte Balkonsanierung Phase 2: In-Situ-Versuchsanlage

Bei der thermischen Sanierung von Gebäuden stellen frei auskragende Balkone ein besonderes Problem dar. Mit dem THERM-opti-BALKON-System wird derzeit unter Laborbedingungen ein diesbezüglicher Lösungsansatz erforscht. Phase 2 soll eine In-Situ-Versuchsanlage unter realen Bedingungen als Technologiedemonstrator schaffen. Wichtigster Untersuchungsgegenstand ist das Langzeitverhalten des THERM-opti-BALKON-Systems.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Bei der nachträglichen Anbringung von Wärmedämmungen an den Außenwänden im Zuge der thermischen Sanierung von Bestands­gebäuden stellen frei auskragende Balkone ein besonderes Problem dar. Stand der Technik bzw. gemeinhin geübte Praxis ist es entweder

  • die Balkone vor der Anbringung der Dämmung abzureißen und hernach als selbst tragende Konstruktion (d.h. mit Stehern auf eigenen Fundamenten) neu zu errichten, was in vielen Fällen technisch nicht möglich oder ästhetisch nicht gewünscht ist, oder
  • die Bestandsbalkone zu belassen und damit grobe thermische Kompromisse einzugehen, da die Bestandsbalkone Wärmebrücken durch die neu angebrachte Dämmung darstellen, oder
  • die Balkone nach der thermischen Sanierung der Fassade einfach wegzulassen, was eine eklatante Minderung der Wohnqualität und einen mitunter massiven Wertverlust der Liegenschaft nach sich zieht.

Inhalte und Zielsetzungen

Im derzeit laufenden FFG Projekt THERM-opti-BALKON wird unter Laborbedingungen das THERM-opti-BALKON-System erforscht. Dieses System soll die thermisch entkoppelte Neuerrichtung von Balkonen an thermisch zu sanierenden Fassaden bei optimierter Praxistauglichkeit und optimiertem Kostenaufwand mit einem Betonschrauben-Rückverankerungssystem ermöglichen.

Im vorliegenden Projekt THERM-opti-BALKON-P2 (Phase 2) wird der derzeitige Entwicklungsstand aufgegriffen und das THERM-opti-BALKON-System in einer In-Situ-Versuchsanlage vor Ort an einem 30 Jahre alten Gebäudeobjekt unter realen Bedingungen implementiert.

Methodische Vorgehensweise

Untersuchungsgegenstände dieser In-Situ-Versuchsanlage sind dabei

  • die Gebäudeobjektanalyse - Messtechnische Erfassung des Bestandes
  • Laborversuche und numerische Nachrechnung am abstrahierten Gebäudeobjekt
  • das Langzeitmonitoring des Systems

Die stetige Weiterentwicklung des Gesamtprojektes THERM-opti-BALKON soll durch Anwendung der iterativen Problemlösungsmethodik nach E. Fleischhacker (1994) sichergestellt werden.

Erwartete Ergebnisse

Ergebnisse der Anwendung des THERM-opti-BALKON-Systems am realen Objekt sollen sein

  • eine einfache Methode zur messtechnischen Erfassung von Menge und Lage der vorhanden Bewehrung
  • das Aufzeigen der Möglichkeiten der architektonischen Verwertbarkeit der hergestellten "frei schwebenden" Ortbetonbalkonplatte
  • das Langzeitverhalten des Systems

Projektbeteiligte

Projektleitung

Dipl.-Ing. Nikolaus FLEISCHHACKER, BSc. - Universität Innsbruck, Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften, Arbeitsbereich Massivbau und Brückenbau

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

  • FEN Sustain Systems GmbH
  • Architekt DI Gerhard Hauser

Kontaktadresse

Dipl.-Ing. Nikolaus FLEISCHHACKER, BSc.
Technikerstraße 13
A-6020 Innsbruck
Tel.: +43 (512) 507 63306
Fax: +43 (512) 507 63399
E-Mail: nikolaus.fleischhacker@uibk.ac.at
Web: www.uibk.ac.at/massiv-und-brueckenbau

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