TANZ - Sondierung Reallabor: Tourismus als Chance für die Energiewende im Pinzgau

Sondierung für ein regionales Reallabor zur Beschleunigung der Klimaneutralität Österreichs 2040 in der Tourismusregion Pinzgau. Basierend auf zahlreichen Vorarbeiten werden Realtests für die Innovationsfelder Sektorkopplung, Energiegemeinschaften und Nachhaltige Wärmelösungen konzipiert, die Organisationsstruktur des Reallabors erarbeitet und relevante Akteur:innen aktiv eingebunden.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation/Motivation

Um die nationalen Klima- und Energieziele zu erreichen und bis 2040 klimaneutral zu werden, braucht es sowohl in urbanen als auch ländlichen Regionen große Anstrengungen und Transformationen.

Das gegenständliche Projekt adressiert den Bezirk Zell am See (deckungsgleich mit dem Pinzgau), der als alpine Tourismusregion vor allem mit einmaligen und ursprünglichen Naturerlebnissen punktet, gleichzeitig aber besonders von den Herausforderungen des Klimawandels betroffen ist.

Der Tourismussektor ist im ländlichen Raum einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Österreich, aber zugleich auch einer mit hohen Energieverbräuchen, vor allem im Winter. Aktuell sind bereits ein Umdenken und eine Verlagerung auf nachhaltige und energieeffiziente Lösungen erkennbar.

Nur jene Tourismusregionen, die im besonderen Maße darauf reagieren, können langfristig Erfolg sichern und somit die Existenz jener Menschen und Betriebe in der Region sichern, die direkt und indirekt vom Tourismus leben und abhängen. Deshalb soll im Pinzgau ein regionales Reallabor für eine nachhaltige, 100% erneuerbare Tourismusregion aufgesetzt werden.

Inhalte und Zielsetzungen

Trotz diverser Einzelmaßnahmen fehlt im Pinzgau bislang eine gesamtheitliche Strategie, um die nationalen bzw. regionalen Ziele hinsichtlich 100% erneuerbarer Strom- und Wärmeversorgung zu erreichen. Die Integration von Einzelthemen und Einzelinitiativen unter einem „Dach" ist erforderlich, um eine gemeinsame Vision umzusetzen und auch die Sichtbarkeit nach außen zu verstärken – zur Vorbildwirkung für andere Tourismusregionen.

Die Sondierung verfolgt deshalb das Ziel, ein regionales Reallabor für den Pinzgau als ganzjährige, nachhaltige Tourismusdestination, die zu 100% mit erneuerbarer Energie versorgt ist, zu konzipieren. Dies umfasst sowohl die Organisation des Reallabors als auch die Zusammensetzung der relevanten Akteur:innen, die Konzeption von Modelllösungen (Realtests) als auch Überlegungen, wie die erarbeiteten Lösungen mit anderen (Tourismus)Regionen geteilt werden können.

Methodische Vorgehensweise

In der Sondierung werden relevante politische Akteur:innen (28 Bürgermeister:innen über den LOS Geber RegPi), regionale Organisationen (LOS-Geber KEMs), Schlüsselbetriebe (z.B. LOS-Geber Seilbahnen), Energieversorger (Salzburg AG als Partner) und auch Bürger:innen und Nutzer:innen aktiv miteinbezogen.

Die Sondierung bietet dafür einen optimalen Rahmen in Form eines wissenschaftlich fundierten, experimentellen Umfelds, das alle Stakeholder involviert, um Lösungen für Transformationsprozesse entlang der drei Innovationsfelder Sektorkopplung, Energiegemeinschaften und Nachhaltige Wärmelösungen ko-kreativ zu entwickeln.

In diesen Themenbereichen werden Konzepte für erste Realtests im späteren Reallabor erstellt, um deren Wirkung hinsichtlich ihres Beitrags zur Energieeffizienz, Flexibilisierung, Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien, Energieversorgung abschätzen zu können.

Weiters werden die Organisationsstruktur des Reallabors konzipiert und Geschäftsmodelle erarbeitet, damit die Modell-Lösungen der Tourismusregion Pinzgau in Zukunft als Vorbild für vergleichbare Regionen dienen und die Energiewende so durch viele österreichische Leuchttürme beschleunigt wird.

Erwartete Ergebnisse

  • Energetische Potenzialanalyse
  • Stakeholderdialog und Beteiligungsprozess, Erstellung einer Vision
  • Herausarbeiten der regionalen Charakteristik
  • Klärung der Organisations- und Betreiberstruktur sowie Finanzierung des Reallabors
  • Identifikation der ersten Realtests und Erarbeiten von Umsetzungskonzepten

Projektbeteiligte

Projektleitung

IONICA Mobility

Projekt- bzw. Kooperationspartner:Innen

  • AIT Institute of Technology
  • Salzburg AG

Kontaktadresse

Sebastian Vitzthum
Seehofgasse 2
A-5700 Zell am See
Tel.: +43 (664) 341 17 74
E-Mail: sv@ionicamobility.org
Web: www.ionicamobility.org