Foto: SOL4 Büro- und Seminarzentrum Eichkogel

Smart.Monitor - SMART City Indikatoren- und MONITORing für Smart City Zielsetzungen - am Beispiel der "Smart City Wien Rahmenstrategie"

Erhebung der wesentlichen Grundlagen für die Konzeptionierung eines Monitorings und dessen Indikatoren im Bereich Smart City. Die Ergebnisse sollen zukünftig die Erstellung eines Smart City Monitorings unterstützen.

Kurzbeschreibung

Status

Laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

In Anbetracht der globalen Folgen des Klimawandels machen die gegenwärtige und prognostizierte hohe Wachstumsdynamik von Städten und Stadtregionen und Urbanisierungsprozesse deutlich, dass Städte eine maßgebliche Rolle hinsichtlich der Verringerung des Ressourcenverbrauchs und der Reduktion der CO2-Emissionen übernehmen müssen.

Die Stadt Wien, als Stadt mit international ausgezeichnetem Ruf hinsichtlich hoher Lebens- und Umweltqualität, nimmt die Herausforderung und Verpflichtung wahr, die Entwicklungsperspektiven der Stadt eingehend auf Klima- und Energie- beziehungsweise Ressourcenbelange zu richten.

Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Dr. Michael Häupl startete die Stadt Wien daher im Jahr 2011 die Smart City Wien Initiative, die durch die Smart City Wien Rahmenstrategie konkretisiert wurde. Die Smart City Wien Rahmenstrategie wurde im Juni 2014 vom Wiener Gemeinderat beschlossen und weist für den Entwicklungshorizont bis 2050 Zielsetzungen und Zielerreichungspfade sowie beispielhafte Handlungsschritte auf.

Mit der Smart City Wien Rahmenstrategie wurde ein erster strukturierender Referenzrahmen sowie eine handlungspraktische Orientierung für bestehende und künftige Fachstrategien und Sektoralprogramme der Stadt geschaffen, um die Realisierung einer Smart City Wien voranzutreiben.

Vom übergeordneten Ziel eines verantwortungsvollen, nachhaltigen und effizienten Umgangs mit Ressourcen bei gleichzeitiger Lebensqualität auf höchstem Niveau leiten sich vier Kernbereiche der Ressourcenthematik ab:

  • Energie
  • Mobilität
  • Infrastrukturen
  • Gebäude

Sechs weitere Bereiche des städtischen Lebens, die mit den Ressourcen mittel- oder unmittelbar in Verbindung stehen, lassen sich ableiten:

  • Bildung
  • FTI
  • Umwelt
  • Gesundheit
  • Wirtschaft
  • Soziale Inklusion ( z.B. Energiearmut)

Als Impulsgeber stellen sie die Wien-spezifischen Charakteristika und Werte der Stadt heraus.

Inhalte und Zielsetzungen

Um den Fortschritt der Stadt Wien in Richtung einer „Smart City“ messen zu können, wird innerhalb des Sondierungsprojektes SMART.MONITOR ein komplexitätsreduzierendes Indikatoren- und Monitoringkonzept entwickelt. In der Verwaltungspraxis fehlt ein solches Fachstrategien erfassendes und unterstützendes, interdisziplinäres System, welches die Komplexität einer Smart City Entwicklung aufgreift und somit auch die Überprüfung der Zielerreichung sowie Umsetzungsaktivitäten und -qualitäten in Hinblick auf Smart City Aktivitäten ermöglichen würde.

Im Rahmen des Sondierungsprojekts soll deshalb – mit Fokussierung auf Energie- und CO2-Indikatoren – ein solches Konzept erstellt werden. Ein Smart City Indikatoren- und Monitoringsystem ist dann erfolgsversprechend, wenn es nicht nur die langfristigen Entwicklungs­ziele der Stadt abbildet, sondern auch eine maßgebliche und zielgerichtete Informations- und Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung ist und dabei auf bestehenden Monitoringsystemen für einzelne Fachstrategien aufbaut und Synergieeffekte zwischen diesen nutzt.

Methodische Vorgehensweise

Wesentlich für den methodischen Ansatz in diesem Projekt ist die Verknüpfung der Forschungsebene mit der Anwendungsebene der Stadt Wien und der Übertragungsebene auf andere Smart Cities. Dazu wurde von der MA 18 bereits ein informeller Diskussions- und Austauschprozess mit den Städten Graz, Salzburg, Berlin, Hamburg und München sowie dem österreichischen Städtebund zum Thema Smart City Governance gestartet. Im Rahmen dieses Projektes soll daher auch der gestartete Diskussions- und Austauschprozess weitergeführt und intensiviert werden.

Methodischer Kern ist der Rückkopplungskreislauf aus:

  • Expertenbearbeitung
  • Abstimmung mit den AnwenderInnen
  • Diskussion der Anforderungen und Übertragbarkeit mit den unterstützenden Städten

Dadurch kann das Projektziel eines anwendungsorientierten und übertragbaren Indikatoren-, Monitoring- und Datenerhebungskonzepts erreicht werden. Flankiert wird der methodische Kern vom begleitenden Projektmanagement und Prozessdesign, von der Grundlagenermittlung und Recherche zu Beginn und der abschließenden Dissemination.

Erwartete Ergebnisse

Ziel ist es, für die Smart City Thematik ein praxisorientiertes, komplexitätsreduzierendes Indikatoren- und Monitoringkonzept zu erarbeiten. Dieses sollte eine breite Anwendung in der Stadtverwaltung erwirken und sowohl für die Stadt Wien, am Beispiel der Smart City Wien Rahmenstrategie, als auch in der Übertragbarkeit für weitere vergleichbare österreichische und europäische Städte Umsetzungscharakter beweisen.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Magistratsabteilung 18 Stadtentwicklung und Stadtplanung

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

  • Denkstatt GmbH

  • AIT Austrian Institute of Technology GmbH

  • WWTF GmbH

  • TINA VIENNA Urban Technologies and Strategies GmbH

Kontaktadresse

Dipl.-Ing. Ina Homeier
Rathausstr. 14-16
A-1082 Wien
Tel.: +43 (1) 4000 88781
E-Mail: ina.homeier@wien.gv.at
Web: www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/smartcity/smart-monitor/index.html

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