Foto: Frontansicht des Wohnhauses in der Makartstraße, Linz

Move2Grid - Umsetzung regionaler Elektromobilitätsversorgung durch hybride Kopplung

Aufbauend auf den Ergebnissen der „Stadt der Zukunft“ Sondierungs­projekte „Smart Exergy Leoben“, und „Energieschwamm Bruck“ soll im gegenständlichen,umsetzungsorientierten Forschungsvorhaben anhand des Beispiels Leoben untersucht werden, wie mit regionalen, erneuerbaren Ressourcen regionale Elektromobilität langfristig versorgt, optimal ins kommunale Verteilernetzsystem integriert und ökonomisch nachhaltig implementiert werden kann.

Kurzbeschreibung

Inhalte und Zielsetzungen

Folgende Forschungsfragen sollen in Form einer hybriden Betrachtung zunächst beantwortet werden:

  • Wie kann das Potential an Erneuerbaren in Regionen rund um kleine und mittlere Städte mit regionalem Elektromobilitätsbedarf verbunden werden? Die Beantwortung der Frage soll energetisch und leistungsmäßig erfolgen.
  • Wie korreliert der vorhandene Netzausbau des elektrischen Verteilernetzes mit der benötigten Infrastruktur zur Einbindung der erneuerbaren Potentiale, bzw. der für die E-Mobility-Versorgung nötigen Ladeinfrastruktur bei gewissen Durchdringungsszenarien?
  • Kann ein Netzausbau verringert werden, wenn weitere stationäre Speicherkapazitäten vorgesehen werden bzw. Demand Side Maßnahmen bzw. rückspeisende Elektrofahrzeuge eingesetzt werden?
  • An welchen strategischen Punkten der Region sind unter Berücksichtigung der Antworten obiger Fragen Ladestationen zu errichten?
  • Welches Geschäftsmodell mit dazugehörigen -prozessen in den Partnerunternehmen zur Nutzung regionaler erneuerbarer Energie lassen sich entwickeln oder mit bestehenden Geschäftsmodellen und -prozessen kombinieren.
  • Welche energierechtlichen Fragen sind zu berücksichtigen?
  • Wie beeinflusst regional-versorgte Elektromobilität volkswirtschaftliche Indikatoren der Region?

Methodische Vorgehensweise

Zur Validierung der Ergebnisse der Forschungsfragen wird ein Demo-Testbed errichtet. Dabei sollen in Leoben über einen Langzeit-Flottenversuch mit einer repräsentativen Anzahl von Elektrofahrzeugen folgende Klärungen erfolgen:

  • Vergleich der Lastgänge im Netz mit erneuerbarer Erzeugung und den Lastgängen der E-Mobility Ladung: Sind die vorhergesagten Netzrückwirkungen valide?
  • Kann mit Hilfe der zuvor evaluierten DSM-Maßnahmen eine Vergleichsmäßigung der Lastflüsse, bzw. eine maßgebliche Autarkiegraderhöhung erreicht werden?
  • Funktionieren des prototypischen Geschäftsmodells und der –prozesse in den Partnerunternehmen?

Erwartete Ergebnisse

Am Ende des Projekts soll dazu ein hybride zellenaufgelöstes Schichtenmodell entstehen, welches dazu dient die „Schichten" energiebezogene Mobilitätsaspekte, Energie (Verteilernetzausbau, Energiespeicherung und regionale Potentiale) Geschäftsmodelle –prozesse, sowie gesamtsystemische Rahmenbedingungen so aufzuarbeiten, dass nach Abschluss des Projekts ein Leitfaden vorliegt, der es ermöglicht in den vielen österreichischen Mittelzentren bei der Entwicklung der E-Mobilitätsversorgung analog, wie im gegenständlichen Projekt gezeigt, vorzugehen.

 

Hybrides MOVE2GRID SCHICHTENMODELL (Quelle: Montanuniversität Leoben)

Projektbeteiligte

Projektleitung

Montanuniversität Leoben / Lehrstuhl für Energieverbundtechnik

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

  • Montanuniversität Leoben - Außeninstitut, Technologietransferzentrum
  • verkehrplus, Prognose, Planung und Strategieberatung GmbH (Einzelanbieter)
  • Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz
  • Energie Steiermark Mobilitäts GmbH
  • Energienetze Steiermark GmbH

Kontaktadresse

Univ. Prof. DI Dr. techn. Thomas Kienberger
Franz-Josef-Straße 18
A-8700 Leoben
Tel.: +43 (3842) 402-5400
E-Mail: thomas.kienberger@unileoben.ac.at
Web: http://evt.unileoben.ac.at/

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