Bild: Frontansicht des Kompetenzzentrums ENERGYbase

Lightyard - Vom Innenhof zum Lichthof

Es wird untersucht, ob die intelligente Anordnung unterschiedlicher Materialien tageslicht-technisch optimale Lösungen für die Sanierung von Innenhöfen ermöglicht. Das Anheben der Tagesbelichtung in unteren Geschoßen auf mehr als das 10-fache ist damit realistisch. Zusätzlich wird ein Berechnungstool konzipiert, mit dem optimierte Innenhoflösung­en erstellt werden können. Dabei werden lichttechnische, wirtschaftliche und bautechnische Kriterien berücksichtigt.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Bei der Sanierung von Gebäuden liegt der Schwerpunkt heutzutage meist auf der Verbesserung der thermischen Eigenschaften der Gebäudehülle. Speziell im urbanen Bereich bieten jedoch die häufig vorhandenen Innenhöfe aus tageslichttechnischer Sicht besonderes Potenzial.

Durch eine optimale Materialausstattung mit entsprechenden Oberfläch­eneigenschaften kann die Tageslichtversorgung in den angrenzenden Räumen deutlich verbessert werden. Speziell die unteren Geschoße mehrstöckiger Bauten können davon stark profitieren.

Exemplarische Auswertungen zeigen, dass allein die Erhöhung des Reflexionsgrades im Innenhof die 4-fache Menge an Tageslicht in das unterste Geschoß bringt. Verspiegelte Oberflächen im Innenhof erhöhen die mittlere Tageslichtversorgung sogar auf mehr als das 10-fache. Mit intelligenten Materialien und deren entsprechender Anordnung soll dieser Wert noch deutlich gesteigert werden.

Inhalte und Zielsetzungen

Um zu klären, wie im Rahmen von Sanierungen aus Innenhöfen optimale "Lichthöfe" entstehen können, sollen im Projekt lightyard folgende Fragen geklärt werden:

  • Mit welchen theoretischen Materialien (BRDFs) kann eine optimale Tageslichtversorgung erreicht werden? Wie müssen verschiedene Materialien dafür im Innenhof angeordnet werden?
  • Welche derzeit am Markt verfügbaren Materialien kommen dafür in Frage? Könnten spezielle Materialien entsprechend der theoretischen Anforderungen hergestellt werden?
  • Welche architektonischen Anforderungen gibt es? Welche bautechnischen Einschränkungen sind zu erwarten? Welche normativen Vorgaben sind einzuhalten?
  • Gibt es Möglichkeiten lichttechnisch optimale Innenhöfe mit Hilfe eines vereinfachten Algorithmus/Berechnungstools zu erstellen und somit für Architekten, Fassadenbauer und Bauherren planbar zu machen?

Methodische Vorgehensweise

Das Projekt "Lightyard" soll diese Fragestellungen im Sinne einer Mach­barkeitsstudie beantworten und sicherstellen, dass weiterführende Forschungen und Entwicklungen in diesem Bereich zielführend sind.

Die theoretische Optimierung wird basierend auf Grundlagenüberlegungen durchgeführt und mit Tageslichtsimulationen ergänzt und validiert. Markt-, Normen- und Patentrecherchen liefern den notwendigen Input aus der Praxis.

Die Extraktion wesentlicher Parameter des Innenhofs fließt in die Konzeption eines vereinfachten "Innenhof-Kalkulators" zur Erstellung optimierter Lösungen ein.

Erwartete Ergebnisse

Allgemein stellen die Überprüfung der Machbarkeit von lichttechnisch optimierten Materialkonzepten für Innenhöfe sowie die Untersuchung des entsprechenden Berechnungskonzeptes die wesentlichen Ergebnisse dieses Sondierungsprojektes dar.

Aufgeschlüsselt lassen sich die angestrebten Projektergebnisse folgendermaßen darstellen:

  • Machbarkeitsanalyse zur optimalen Tageslichtversorgung von Räumen durch Innenhöfe
  • Modulares Material-Konzept
  • Anforderungskatalog an Materialien zur Verwendung in Innenhöfen aus lichttechnischer und bautechnischer Sicht, inkl. Kostenabschätzung
  • Exemplarische Auflistung optimierter Innenhofkonzepte für einzelne Randbedingungen inkl. deren Evaluierung
  • Dokumentation notwendiger fortführender Forschungs- bzw. Entwicklungsarbeiten zur Umsetzung der Konzepte
  • Dokumentation der aus den Ergebnissen abgeleiteten Forschungsfragen
  • Konzeptevaluierung des "Innenhof-Kalkulators"

Durch die lichttechnisch optimale Nutzung von Innenhöfen steigt neben der Tagesbelichtung (mit entsprechender Energieeinsparung für Kunstlicht) auch die visuelle Qualität. Eine Vielzahl von innenhofan­grenzenden Räumen wird dadurch überhaupt erst als Wohnraum oder Arbeitsbereich nutzbar.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Bartenbach GmbH
Dipl.-Ing. Dr. David Geisler-Moroder

Kontaktadresse

Bartenbach GmbH
Mag. Wilfried Pohl
Rinner Straße 14
A-6071 Aldrans
Tel.: +43 (512) 3338-0
E-Mail: info@bartenbach.com
Web: www.bartenbach.com

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