Foto: SOL4 Büro- und Seminarzentrum Eichkogel

InnoGOK – Untersuchung der energetisch und ökologisch verwertbaren Nutzbarkeit der solaren Einstrahlung auf urbane Plätze und Wege

Untersuchung von befestigten und unbefestigten horizontalen Flächen im städtischen Raum für die Energienutzung womit ein nicht unwesentliches Potential zur Ressourcenschonung und Energieeffizienz im städtischen Kontext besteht. Zudem verspricht die Wärmeabfuhr großer solar erwärmter Oberflächen der Bildung urbaner Hitzeinseln vorzubeugen.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Vor dem Hintergrund der Folgen des Klimawandels stellt sich, unter der Annahme zunehmender Erwärmung städtischer Quartiere, die Frage nach Möglichkeiten zur Bereitstellung geeigneter Energieversorgungen im öffentlichen Raum, bei gleichzeitiger Erhaltung eines behaglichen urbanen Mikroklimas. Dies ist insbesondere wichtig, da das Wohlbefinden der Nutzer, sowohl in Gebäuden als auch in den städtischen Freiräumen, entscheidend von den mikroklimatischen Verhältnissen abhängig ist.

Die „thermische Reizschwelle“ in Städten ist mittelfristig zu senken (Reduktion von Hitzeinseln), um die Behaglichkeit und Leistungsfähigkeit der Personen, die in Städten leben, zu erhalten. Andererseits müssen umweltschonende Maßnahmen gefunden werden, um diese umfassenden Behaglichkeitskriterien mit geringstmöglichem Energieaufwand zu erfüllen.

Inhalte und Zielsetzungen

Im Forschungsvorhaben soll herausgearbeitet werden, inwieweit bei ganzheitlicher Planung von städtischen Freiräumen die großzügig vorhandenen, horizontalen Flächen (Verkehrsflächen, Parks, Plätze und Wege) zur Solarenergienutzung verwertet werden können. Dies wird als Ersatz zur Errichtung klassischer Sonnenkollektoren (an Gebäudefassaden, auf Hausdächern, u. dgl.) gesehen, die nötig wären, um die gleiche Energieausbeute zu erzielen, verbunden mit dem Einsparungspotential des technischen und ökonomischen Aufwands für Herstellung, Installation und Betrieb herkömmlicher Solaranlagen und ihres Platzbedarfs.

Ziel ist die Sondierung der möglichen Verwertbarkeit der gewonnenen Energie im direkten Umfeld (z.B. Brauchwassererwärmung, Wärmepumpenunterstützung, Eisfreihaltung von Verkehrsflächen) und der dafür notwendigen Energiespeicherung für eine phasenverschobene Nutzung der Energie.

Methodische Vorgehensweise

Die Versuchsanlage der HTL Krems ist mit geeigneten Testflächen und Speichermedien (Eisspeicher und Erdspeicher) ausgestattet, die im Rahmen der Studie technisch adaptiert und mit Messeinrichtungen ergänzt werden. Mit neu definierten Betriebsszenarien erfolgt eine ausführliche Messkampagne, die Messergebnisse werden einer detaillierten Auswertung und Interpretation unterzogen.

Erwartete Ergebnisse

Die Transformation der gewonnenen Erkenntnisse auf städtische Größenordnungen und die Erforschung der erforderlichen Verknüpfung mit Speichermedien (z.B. Eisspeicher) soll aufzeigen, in welchem Maße urbane Flächen zur Energienutzung einbezogen werden können. Wesentliches Ergebnis wird, unter der Voraussetzung einer positiven Vorevaluierung, die Erarbeitung eines Umsetzungskonzeptes für einen praktischen Feldversuch im städtischen Umfeld sein, das als nachfolgendes F&E-Projekt geplant ist.

Nicht zuletzt fördert die Einbeziehung der Schüler der HTL Krems die Bewusstseinsbildung über ganzheitliche, stadtplanerische Konzepte. Damit wird in der künftigen Generation eine Verständniserweiterung hinsichtlich eines vertieften Umweltbewusstseins bewirkt und eine veränderte Prioritätensetzung in einem umfassenden Wertesystem verankert.

Projektbeteiligte

Projektleitung

DI Dr.techn. Daniela Trauninger, Department für Bauen und Umwelt,
Donau-Universität Krems

Kontaktadresse

Donau Universität Krems - Department für Bauen und Umwelt
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
A-3500 Krems
Tel.: +43 (2732) 893-2774
E-Mail: daniela.trauninger@donau-uni.ac.at
Web: www.donau-uni.ac.at/dbu

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