Foto: Schiestlhaus

EPIKUR – Energieeffizienz-Potential intelligenter Kernverdichtung des urbanen Raums

Das gegenständliche Forschungsvorhaben befasst sich mit den Möglichkeiten, Implikationen und Rückkopplungen, die sich durch eine "Stadterweiterung nach innen" mittels innerstädtischer urbaner Verdichtung ergeben. Dabei wird Nachverdichtung als paradigmenfrei untersucht, d.h. unabhängig von bestehenden Regulativen, sondern anhand des vernünftig machbaren.

Kurzbeschreibung

Es sollen Methoden und Instrumente sowohl hinsichtlich architektonisch / stadtplanerischer Evaluierung wie auch bezüglich computergestützter Beurteilung der sich ergebenden energetischen und kostentechnischen Aspekte anhand eines in der Stadt Graz auszuwählenden Bestandsviertels entwickelt und erprobt werden, sowie in einem Folgeschritt zu generischen Werkzeugen weiterentwickelt werden.

Ausgangssituation/Motivation

Die Stadt steht im 21. Jahrhundert als Ausdruck vieler zusammenlebender Menschen vor vielen Herausforderungen. Um nur einige davon zu nennen:

  • starke Migration in die Städte
  • Ausuferung der Städte
  • soziale und demographische Fragen
  • Umweltverschmutzung
  • infrastrukturelle Ver- und Entsorgung
  • Verkehr und Mobilität

In diesem Kontext gibt es zahlreiche und komplexe Fragestellungen zu klären, eine davon ist, wie Städte in der Zukunft wachsen sollen. Da gesetzliche und administrative Vorschriften oftmals inkonsistent zu einander sind, ist die Art und Weise wie Städte wachsen (in der Regel durch Stadterweiterungsgebiete) nicht unbedingt als optimal zu betrachten.

Inhalte und Zielsetzungen

Der gegenständliche Forschungsantrag befasst sich mit urbaner Nachverdichtung. Es wird generell axiomatisch angenommen, dass bestimmten der genannten Aspekte durch Nachverdichtung elegant und effizient begegnet werden kann. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche administrative Hindernisse und offene Fragen, auf Grund derer Nachverdichtungen oftmals mit großer Skepsis begegnet wird.

Methodische Vorgehensweise

Im gegenständlichen Forschungsvorhaben soll – anfangs losgelöst von bestehenden gesetzlichen und normativen Vorgaben – untersucht werden, welches Potential in urbaner Nachverdichtung schlummert. Zur Evaluierung dieses Potentials aus unterschiedlichen Blickwinkeln, die

  • architektonische und städtebauliche,
  • bauphysikalisch-energetische,
  • technische,
  • humanökologische,
  • ökologische,
  • ökonomische,
  • soziale und demographische Aspekte umfassen,

sollen anhand eines kollaborativ mit den Organen der Stadt Graz zu definierenden Use-Cases (ein nachzuverdichtendes und zwei „Kontroll"-Quartiere) im innerstädtischen Gebiet der Stadt Graz Werkzeuge und Evaluierungsinstrumente entwickelt werden, die für Planer und Verwaltung in Hinkunft eine solche Potentialabschätzung stark vereinfachen.

Erwartete Ergebnisse

Das Forschungsvorhaben will über den Use Case unter Ausnutzung zeitgemäßer IKT-Technologien allgemeine Werkzeuge entwickeln, die – potentiell in einem größervolumigen und kollaborativen Forschungsvorhaben – auf andere Städte und städtebauliche Situationen übertragbar gemacht werden können.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Univ.Prof. DI. Dr.techn. Ardeshir Mahdavi - Technische Universität Wien, Abteilung Bauphysik und Bauökologie

Kontaktadresse

Technische Universität Wien
Abteilung Bauphysik und Bauökologie
Univ.Prof. DI. Dr.techn. Ardeshir Mahdavi
Karlsplatz 13/4
A-1040 Wien
Tel.: +43 (1) 588 012 7003
Fax: +43 (1) 588 012 7093
E-Mail: bpi@tuwien.ac.at
Web: www.bpi.tuwien.ac.at

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