CO2-Demobau - Sondierung zur Durchführbarkeit CO2-neutraler Demonstrationsbaustellen

Durch Aufzeigen von grünen Innovationen, Vernetzung mit Stakeholdern der Baubranche und Anwendung der Erkenntnisse der Vorstudie "CO2 neutrale Baustelle" wird das Fundament für zukünftige CO2-neutrale Demonstrations­baustellen gelegt. Diese Baustellen dienen als Best-Practice-Beispiele für die Bereiche Vergabe, Baubetriebsorganisation und -technologie.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Ausgangssituation / Motivation

Die Motivation des Sondierungsvorhabens ergibt sich aus der vorangegangenen Forschungsdienstleistung "CO2 neutrale Baustelle". Hierbei wurden unterschiedliche abgeschlossene Baustellen verschiedenen Typs hinsichtlich ihres CO2-Abdruckes unter Anlehnung an die gängigen Normen analysiert.

CO2-Einsparpotentiale in verschiedenen Bereichen wurden identifiziert und Zukunftsszenarien für fiktive Baustellen erstellt. Dadurch wurden Hemmnisse sowie der Weiterentwicklungs- und Forschungsbedarf für CO2-neutrale Baustellen erkannt.

Inhalte und Zielsetzungen

Das Ziel der Sondierung ist die Vorbereitung konkreter Demonstrationsbauvorhaben für CO2-neutrale Baustellen. Aus derzeitiger Sicht ist eine CO2-neutrale Baustelle ohne Kompensation nicht ökonomisch vertretbar bzw. in den meisten Fällen gar nicht möglich. Andererseits sind geringfügige Einsparungen und CO2-Kompensation rasch und einfach möglich. In dieser Sondierung werden mehrere Demonstrationsbaustellen vorbereitet.

Auf diesen werden in Folge jeweils einzelne Maßnahmen zur Verringerung der THG-Emissionen umgesetzt, getestet und evaluiert. Daher lautet das konkrete Ziel für die Demo-Baustellen, so viele CO2-Emissionen wie möglich einzusparen. Die tatsächliche Höhe der Einsparungen der einzelnen Baustellen wird im Laufe der Sondierung in Workshops und Gesprächen festgelegt.

Die Maßnahmen, die getestet und so für die breite Anwendung in der Praxis vorbereitet werden, verfolgen in Summe das Ziel, die Voraussetzungen für die erste CO2-neutrale Baustelle ohne Kompensation bis 2030 und für alle Baustellen bis 2040 zu schaffen.

Methodische Vorgehensweise

Folgende methodische Vorgehensweise wird beim Sondierungsprojekt angestrebt, um konkrete innovative CO2-neutrale Baustellen Wirklichkeit werden zu lassen:

  • in mehreren Demonstrationsprojekten möglichst viele organisatorische und technische Maßnahmen in der Realität (Feldforschung) testen
  • eine effiziente Methodik der Datenerfassung zur vereinfachten Berechnung der THG-Emissionen entwickeln
  • Kostenwahrheit neuer Technologien anhand realer Ausführungsbeispiele herstellen
  • Synergieeffekte zwischen Emissionseinsparungsmaßnahmen, Digitalisierung und Baubetrieb als Chance für einen ökoeffizienten Bauablauf erheben
  • Praxistauglichkeit neuartiger Baumaschinen und Bauverfahren im interdisziplinären Umfeld erfassen und dazu Messungen durchführen
  • Maßnahmenkatalog für planende und ausführende Unternehmen zur Unterstützung der Umsetzung CO2-neutraler Baustellenführung ergänzen
  • Umsetzbarkeit CO2-neutraler Baustellenführung untersuchen
  • Praxistauglichkeit der Erzeugung erneuerbarer Energien auf Baustellen testen

Erwartete Ergebnisse

Folgende Ergebnisse werden im Rahmen der Sondierung erwartet:

  • Demonstrationsbauvorhaben für CO2-neutrale Baustellen vorbereiten
  • Praxistauglichkeit der Maßnahmen auf konkreten Baustellen testen und evaluieren
  • erzielte Einsparungen quantifizieren und daraus Empfehlungen für zukünftige Baustellen ableiten
  • Messungen, Datenerfassung und -verarbeitungsverfahren für das Monitoring und die Evaluierung der Demonstrationsbauvorhaben vorbereiten

Projektbeteiligte

Projektleitung

Technische Universität Wien - Institut für interdisziplinäres Bauprozessmanagement

Projekt- bzw. Kooperationspartner:innen

Ressourcen Management Agentur (RMA)

 

Kontaktadresse

TU Wien
Maximilian Weigert
Karlsplatz 13/234-1
A-1040 Wien
Tel.: +43 (1) 58801 - 23425
E-Mail: maximilian.weigert@tuwien.ac.at
Web: https://www.ibb.tuwien.ac.at

Ressourcen Management Agentur (RMA)
Hans Daxbeck
Kölblgasse 17/30
A-1030 Wien
Tel.: +43 (1) 913 22 52 - 0
E-Mail: hans.daxbeck@rma.at
Web: http://www.rma.at/