Foto: Frontansicht des Biohofs Achleitner

Urban Mining - Energie- und Ressourceneinsparung durch Urban Mining-Ansätze

Durch die Nutzung natürlicher Ressourcen in langlebigen Produkten und Bauwerken haben sich in unseren Städten enorme Materiallager aufgebaut. Das Potential dieser urbanen Minen, zur Ressourceneffizienz moderner Städte beizutragen, wird im Rahmen des Projektes analysiert.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation und Motivation

Urban Mining oder städtischer Bergbau zielt auf die effiziente Rückgewinnung von Materialien aus (langlebigen) Gütern am Ende ihrer Nutzungsdauer ab. Durch die Rückgewinnung von Rohstoffen aus dem anthropogenen Lager werden natürliche Ressourcen geschont und der Rohstoff-Selbstversorgungsgrad erhöht.

Außerdem trägt die Nutzung von Sekundärrohstoffen zum Umweltschutz bei, da das Recycling in der Regel mit erheblich weniger Umweltbelastungen verbunden ist als die Primärproduktion. Aufgrund des enormen anthropogenen Lagers, das urbane Regionen im Laufe der Zeit aufgebaut haben, kann verstärktes Urban Mining maßgeblich zur Steigerung der Ressourceneffizienz moderner Städte beitragen.

Inhalte und Zielsetzungen

Das Ziel des Projektes ist es, Potentiale zur Energie- und Ressourceneinsparungen durch die gezielte Nutzung und Verwertung städtischer Materiallager zu untersuchen und anhand von drei konkreten Fallstudien (Case Studies) darzustellen, welchen Beitrag Urban Mining zur Gestaltung ressourcen- und energieeffizienter Kreisläufe leisten kann.

Die Fallstudien beziehen sich jeweils auf unterschiedliche Teile des (jetzt oder in Zukunft) ungenutzten anthropogenen Lagers, die mengen- und wertstoffmäßig relevant sind.

  • Case Study 1 behandelt die effiziente Nutzung bzw. Rückgewinnung von Materialien in PV-Anlagen,
  • Case Study 2 befasst sich mit der lebenszyklus-orientierten Bewirtschaftung von erdverlegten Infrastrukturnetzwerken (Strom und Telekom) und
  • Case Study 3 bezieht sich auf die ressourceneffiziente Bewirtschaftung von Gebäuden (Hochbau) am Ende ihrer Nutzung.

Neben den Fallstudien stellt die breite Einbindung von Stakeholdern einen zentralen Projektbestandteil dar, der dazu dient Erfahrungen und Wissen relevanter Akteure ins Projekt einzubringen und darauf aufbauend Potentiale, Herausforderungen und Hindernisse für Urban Mining aufzuzeigen.

Methodische Vorgehensweise

Zur Erreichung der Projektziele werden verschiedene Methoden angewendet:

  • kritische Analyse und Auswertung bestehender Arbeiten zum Thema Urban Mining von Gebäuden und städtischer Infrastruktur,
  • konkrete Fallstudien, die spezifische quantitative Grundlagen in Bezug auf Energie- und Ressourceneinsparungen durch Urban Mining schaffen (anhand von Materialflussanalysen und Ökobilanzen), sowie
  • strukturierter Austausch- und Diskussionsprozess mit relevanten Akteuren zur Identifikation von Optimierungspotentialen und damit verbundenen Herausforderungen und Barrieren.

Erwartete Ergebnisse

Die Ergebnisse umfassen die Auswertung relevanter nationaler und internationaler Studien, konkrete Fallstudien zur Gestaltung optimierter, ressourcen- und energieeffizienter Kreisläufe, Möglichkeiten zur Gestaltung recyclingfähigerer Produkte und Komponenten, Strategien zur Einbindung relevanter Akteure, um Anreize für Urban Mining zu setzen und schließlich Empfehlungen für die politische Umsetzung von Urban Mining Strategien auf städtischer Ebene abzuleiten.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft, Technische Universität Wien

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz

Kontaktadresse

Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft, TU Wien
DI Dr. David Laner
Karlsplatz 13/226
A-1040 Wien
Tel.: +43 (1) 588 01 22 644
E-Mail: david.laner@tuwien.ac.at
Web: http://iwr.tuwien.ac.at/ressourcen/home/

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