Foto: Frontansicht des KlimaKomfortHauses in Wien

SURO - Der städtische Untergrund als Rohstoffmine? Potential an Sekundärressourcen in der erdverlegten Infrastruktur

Machbarkeit eines Ressourcenkatasters zur Inventarisierung, Charakteri­sierung und Verortung der Materialbestände in den erdverlegten Infra­strukturnetzwerken österreichischer Stadtregionen. Das Ergebnis dient der ökonomischen Bewertung von Sekundärrohstoffpotenzialen.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Eine auf ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit abzielende Rohstoffwirtschaft setzt die optimale Nutzung von Primär- und Sekundärrohstoffen voraus.

In der Europäischen Rohstoffinitiative 2011 hält die EU Kommission fest, dass das Potenzial von vielen Sekundärressourcen nicht in vollem Umfang genutzt wird. Um die Abbauwürdigkeit der Sekundärressourcen beurteilen zu können, bedarf es der systematischen Suche nach und Charakterisierung von sekundären Lagerstätten.

Neben dem Gebäudepark spielen die unterirdischen Ver- und entsorgungsnetze eine zentrale Rolle als Ressourcenspender. Aktuelle Studien aus Schweden weisen rund 20% des in den Ver- und Entsorgungsnetzen verbauten Kupfers als ungenutzt und somit als Rohstoffpotential aus.

In Österreich sind derartige Informationen noch nicht vorhanden. Somit fehlt die Grundlage zur Beurteilung der ökonomischen Abbauwürdigkeit von Ressourcen im Untergrund.

Inhalte und Zielsetzungen

Ziel des Vorhabens ist die Beurteilung, ob ein Ressourcenkataster für erdverlegte Ver- und Entsorgungsnetzwerke (Elektrizität, Telekommunikation, Trinkwasser, Abwasser, Gas sowie Fernwärme und -kälte) in Österreichs Stadtregionen mit vertretbarem Aufwand machbar ist.

Methodische Vorgehensweise

Um das Ziel zu erreichen wird folgende Vorgangsweise gewählt:

  • Entwicklung eines Anforderungskataloges, der den Datenbedarf für einen Rohstoffkataster definiert.
  • Erfassung der aktuellen Datenlage in ausgewählten Stadtregionen.
  • Gegenüberstellung von Anforderungskatalog und aktueller Datenlage in Hinblick auf die Beurteilung der Machbarkeit eines Rohstoff­katasters.
  • Feststellung des zusätzlichen Handlungsbedarfs zur Erstellung eines Rohstoffkatasters auf Basis der vorhandenen Informationen.

Erwartete Ergebnisse

Zentrales Ergebnis des Vorhabens ist die Beurteilung der Machbarkeit eines Ressourcenkatasters für erdverlegte Ver- und Entsorgungsnetze. Dabei zeigt sich, ob die Realisierung eines Ressourcenkatasters für einzelne Städte aufgrund der Datenlage machbar ist. Falls ja, wird eine entsprechende Methodik einschließlich der relevanten Datenquellen dargestellt. Falls nein, werden die Datenlücken und Maßnahmen zu deren Schließung dargestellt.

Folgende Erkenntnisse werden erwartet:

  • Flächendeckender Überblick über den Stand der Dokumentation von Infrastrukturnetzwerken
  • Beantwortung der Fragen, ob Ressourcenkataster machbar sind, welche methodischen Weiterentwicklungen notwendig sind, welche zusätzlichen Daten erhoben werden müssen, sowie welche Städte sich am besten für die Erstellung eines Ressourcenkatasters eignen
  • Gründe die zur Stilllegung von Infrastrukturnetzwerken bzw. von Teilen davon führen
  • Optionen zur Steigerung der Ressourceneffizienz von Ver- und Entsorgungsnetzen
  • Wie Schranken zur Realisierung eines Rohstoffkatasters überwunden werden können

Projektbeteiligte

Projektleitung

Technische Universität Wien
Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft
O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.rer.nat. Paul H. Brunner

Kontaktadresse

Technische Universität Wien
Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft
Dr. techn. Dipl. Ing. Ulrich Kral
Karlsplatz 13/226
A-1040 Wien
Tel.: +43 (1) 58801 226-55
Fax: +43 (1) 58801 9 226-55
E-Mail: ulrich.kral@tuwien.ac.at
Web: iwr.tuwien.ac.at/

This content in English

Diese Seite teilen ...

zum Anfang