StromBIZ - Demonstrationsprojekte: Geschäftsmo­delle dezentrale Stromerzeugung und Distribution

Ein "Tipping Point" bei der Umsetzung der Energiewende sind Geschäfts­modelle zur Vor-Ort-Nutzung von regenerativ erzeugtem Strom. Es sollen anhand von mehreren Demonstrations-PV-Anlagen auf Wohn- und Nicht­wohngebäuden neue Geschäftsmodelle der dezentralen Stromerzeugung und Distribution entwickelt, implementiert, getestet und schließlich kommuniziert werden.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Ein Knackpunkt bei der Umsetzung der Energiewende sind Geschäfts­modelle zur Vor-Ort-Nutzung von dezentral regenerativ erzeugtem Strom. Bisher ist dessen Verwertung durch den Liegenschaftseigentümer selbst oder durch Einspeisung in das öffentliche Netz möglich.

Für die breite Umsetzung sind - heute noch nicht verfügbare - Modelle erforderlich, wie der erzeugte Strom direkt an Wohnungsmieter, Wohnungseigentümer oder gewerbliche Nutzer auf derselben oder einer benachbarten Liegenschaft über dezentrale Mikronetze verkauft oder sonst gewinnbringend verwertet werden kann.

Dabei kommen unterschiedliche Geschäftsmodelle in Betracht, neben dem direkten Verkauf von dezentral erzeugtem Strom, z.B. das zweck­gebundene Zufließenlassen von erzielten Gewinnen in die Rücklage einer Wohnungseigentümergemein­schaft (zum Zweck z.B. von thermischen Sanierungen) oder die Schaffung von Charging-Stationen für Elekto­mobilität.

Inhalte, Zielsetzungen und Methode

In Entsprechung mehrerer Ausschrei­bungs­schwerpunkte fokussiert das Projekt "StromBIZ - Demonstrationsprojekte: Geschäfts­modelle dezen­tra­ler Stromerzeugung und Distribution" auf die Erarbeitung konkreter Geschäftsmodelle zur wirtschaftlich sinnvollen, technisch möglichen und energieeffizienten Verwertung von dezentral regenerativ erzeugtem Strom.

Diese Erarbeitung erfolgt durch rechtliche und wirtschaftliche Analyse konkreter Demonstrationsprojekte ("Business cases"). Für die Demon­strationsprojekte konnte eine große gemeinnützige Bauvereinigung (Wien-Süd) sowie der Vertreter eines gewerblichen Immobilieninvestors als Projektpartner gewonnen werden. Ein führendes Energieversorgungs­unternehmen (EVN) stellt sein Know-how zur Prüfung der Modelle zur Verfügung.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse des laufenden HdZ-Projektes "GebEn" des Energie­instituts an der Johannes Kepler Uni­ver­si­tät Linz, im Zuge dessen eine rechtliche Analyse des gebäudeübergreifenden Energie­aus­tausches erfolgt, werden sämtliche rechtlichen und wirtschaftlichen Parameter der erarbei­te­ten Geschäftsmodelle einer umfassenden Prüfung unterzogen bzw. bei Auftreten von Bar­rie­ren entsprechende Lösungsansätze geliefert.

Darüber hinaus wird abgehandelt, unter welchen rechtlichen wie wirtschaftlichen Voraussetzungen die Errichtung von dezentralen Mikronetzen wirtschaftlich attraktiv bzw. rechtlich - sowohl de lege lata als auch de lege ferrenda - möglich ist.

Im Rahmen eines internationalen Rechtsvergleichs in Kooperation mit einem globalen Experten-Netzwerk werden für Österreich nutzbringende alternative Lösungsansätze identifiziert. Um die Projektergebnisse rasch und auf breiter Ebene umzusetzen, ist ein anspruchsvoller Dissemina­tionsprozess vorgesehen.

Erwartete Ergebnisse

Zur Beantwortung gelangen sohin im Besonderen die ausschreibungs­relevanten Themen

  • der Erarbeitung von Grundlagen und Methoden zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für energierelevante kommunale Dienstleistungen inkl. der Identifikation rechtlicher Barrieren,
  • die Optimierung und Implementierung von effizienten und effektiven anreizorientierten energie­poli­tischen Instrumenten,
  • der optimalen Einsetzung von Mikronetzen in Gebäudeverbünden,
  • der Dienlichkeit von integrierten Energie- und Informationsnetzen als Enabling Technologien für neue Dienstleistungen und
  • der Verbesserung von User-Awareness in Stadtquarieren.

Projektbeteiligte

Projektleitung

IIBW - Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen GmbH

Projekt bzw. KooperationspartnerInnen

Kontaktadresse

Postfach 2
A-1020 Wien
Tel.: +43 (1) 968 60 08
E-Mail: office@iibw.at
Web: www.iibw.at

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