Foto: Frontansicht des sozialen Wohnbaus Utendorfgasse Wien

Smart Pölten 2.0 - Ganzheitliche Betrachtung einer Vertical Farm in Vorbereitung eines Demonstrationsprojektes in St. Pölten

Die Stadt St. Pölten sieht in Vertical Farming großes Potential hinsichtlich der Ziele des Smart City-Konzeptes durch die Verknüpfung von lokaler Lebensmittelproduktion, Lebensqualität und Reduktion des Ressourcenverbrauchs. Um dieser Zielsetzung gerecht zu werden sollen Vertikale Farmen an Bestandsgebäuden entwickelt werden. Öko-soziale und sozio-ökonomische Betrachtungen spielen hierbei mit eine tragende Rolle.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Ausgangssituation/Motivation

Die zunehmende Urbanisierung und der starke Zuwachs der Bevölkerung mit steigenden Anforderungen an ausreichend frischen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, die umweltschonend und nachhaltig erzeugt werden, erfordert neue Lösungen im Kulturpflanzenanbau und eine Erhöhung programmatischer Verdichtung urbaner Flächen.

Eine innovative Lösung hierfür ist Vertical Farming. Trotz Vorteilen wie der starken Reduktion von Land- und Wasserverbrauch bei der Lebenmittelproduktion, benötigen Vertikale Farmen für deren Errichtung ein hohes Maß an Graue Energie. Zudem bedarf es erfahrungsgemäß eine längere Zeitspanne, bis neue Technologien die nötige Akzeptanz in der Bevölkerung finden.

Inhalte und Zielsetzungen

Ziel dieser Studie ist die Grundlagenerarbeitung für die Errichtung und den Betrieb einer Vertical Farm als Kooperatives F&E Projekt-2018 in St. Pölten.

Anhand dreier konkreter Bestandsgebäude, welche durch Vertical Farming unter anderem als Fassadensanierung erweitert werden sollen, ist eine Ermittlung konkrete Potentiale aus sozioökonomischer und energetischer Perspektive geplant die Synergiepotentiale zwischen den Funktionen Wohnen und Lebensmittelproduktion untersucht. Der holistische Ansatz dieser Sondierung wird durch die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung unterstützt.

Methodische Vorgehensweise

Die zu Verfügung gestellten Gebäude werden funktional, räumlich und energetisch untersucht. Über Raumstudien werden unterschiedliche Konstellationen des bestehenden Wohnraums mit Volumen für Vertical Farming entwickelt. Stadträumliche Potentiale werden offen gelegt.

Für das Bestandsobjekt mit den größten Potentialen wird ein Business Model Canvas erstellt. In dieser Konzeptphase wird im Rahmen einer Zukunftskonferenz im Workshopformat eine BürgerInnenbeteiligung ermöglicht. Wünsche, Bedürfnisse und Konkretisierungen resultierend aus den Diskussionen können somit in die Vorentwurfsplanung der Vertical Farm übertragen werden.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden zum Ende des Forschungszeitraums im Rahmen einer Abschlusskonferenz präsentiert werden.

Erwartete Ergebnisse

Das vfi hat bereits mehrere Typologien Vertikaler Farmen energetisch untersucht. Durch die Hybridisierung von Wohnraum und Lebensmittelproduktion wird eine starke Reduktion des Heizwärmeverbrauchs, sowohl für Wohnen als auch für die Vertikale Farm vermutet.

Der Gesamtenergiebedarf kann durch die Reduktion der grauen Energie ebenso stark reduziert werden. Es ist zu erwarten, dass bei einer gut geplanten Integration der BürgerInnen vielversprechende neue sozio-ökonomische Business Modelle entstehen werden.

Die Erkenntnisse aus den energetisch-architektonischen Prozessen sowie aus den Diskussionen mit den BürgerInnen werden Chancen und Gefahren hinsichtlich Adaptierbarkeit und Skalierbarkeit dieses Konzeptes offen legen die derzeit noch schwer abzuschätzen sind.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Magistrat der Stadt St.Pölten

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

  • vertical farm institute
  • Marketing St. Pölten GmbH
  • WPU Wirtschaftspsychologische Unternehmensberatung GmbH
  • Mag. Dietmar Schneller-Scharau
  • GrünstattGrau Forschungs- und Innovations-GmbH

Kontaktadresse

Magistrat der Stadt St. Pölten
Rathausplatz 1
A-3100 St. Pölten

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