Programmevaluierung "Stadt der Zukunft" 2013 - 2021

Im Rahmen dieser Evaluierung wird überprüft, welche Wirkungen das Programm "Stadt der Zukunft" seit seiner Einführung erzielen konnte. Die Basis dafür bilden umfangreiche Befragungen von Projektnehmer:innen aus der Forschung und Multiplikatoren und Multiplikatorinnen aus Anwendungsgebieten wie der Ziviltechnik und Stadtplanung. Die Evaluierung schafft damit eine wichtige Grundlage für die Gestaltung von zukünftigen Forschungsförderungen.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation/Motivation

Das Programm "Stadt der Zukunft" des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) steht in einer Reihe von etablierten themenorientierten Forschungsförderungen in Österreich, die sich der konzentrierten Generierung von zukunftsträchtigen Lösungen in ausgewählten Schwerpunktthemen widmen.

Gefördert werden dabei insbesondere Vorhaben zur Erforschung und Entwicklung von digitalen Lösungen, Plus-Energie-Quartieren und Stadtbegrünungstechnologien als kritische Bestandteile einer resilienten und klimaneutralen Stadt. Seit 2013 wurden über das "Stadt der Zukunft" Programm € 72.876.885 zur Finanzierung von 259 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ausgeschüttet.

Inhalte und Zielsetzungen

Im Rahmen dieses Projekts wird untersucht, welche Beiträge das Programm "Stadt der Zukunft" in diesem Zeitraum durch diese Forschungsförderungen zur 

  1. Entwicklung resilienter und klimaneutraler Städte und Stadtteile,
  2. Optimierung und Anpassung städtischer Infrastrukturen und
  3. Absicherung der Technologieführerschaft und Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen und Forschungsinstitute auf dem Gebiet intelligenter Energielösungen für Gebäude und Städte erzielen konnte. Neben dem Programmmanagement werden auch die programmbegleitenden Tätigkeiten durch die Kompetenzstelle "Smart Cities und Communities" untersucht.

Regelmäßige Evaluierungen der Programmerfolge sind zur Gewährleistung einer zweckmäßigen Verwendung öffentlicher Mittel unerlässlich und leisten einen wichtigen Beitrag zur Abrufung ihres Potenzials zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Zur Erlangung robuster werden quantitative und qualitative Methoden der Sozialforschung herangezogen.

Methodische Vorgehensweise

Die Evaluierung setzt an drei Bereichen bzw. Ebenen der Zielerreichung des Programms an:

  1. Programmmanagement und -begleitung
    Gespräche mit den Programmverantwortlichen und eine Auswertung bestehender Projektdatenbanken und Programmdokumente geben Einblicke über implementierte Aktivitäten und Governancestrukturen, Anpassungen im Kontext der Covid-19 Pandemie, und die Performance hinsichtlich der Auswahl der geförderten Projekte.
  2. Programmebene
    Über eine Befragung der bisherigen Projektnehmer:innen wird ermittelt, welche Wirkungen durch die Umsetzung der Projekte aus Sicht der Projektleiter:innen erzielt werden konnten. Fallstudien von ausgewählten Innovationslaboren liefern detailliertere Erkenntnisse über die Beiträge dieses neuartigen Instruments der Forschungsförderung.
  3. Zielebene
    Erstmals werden im Rahmen einer Evaluierung eines FTI-Programms auch die Ansichten der unmittelbaren Zielgruppen und Multiplikatoren der Projektergebnisse miteinbezogen. Eine Befragung unter Personen aus Bereichen wie der Stadtplanung, Architektur und Ziviltechnik gibt Aufschluss über die Verwertbarkeit der Projektergebnisse und ihrer Relevanz für die Adressierung gesellschaftlicher Herausforderungen. Weiters werden die Ansichten von Experten und Expertinnen aus der Energieforschung herangezogen, um die Einbettung des "Stadt der Zukunft" Programms in der Landschaft der Forschungsförderung hinsichtlich ihrer Zweckmäßigkeit beurteilen zu können.

Erwartete Ergebnisse

Durch das Heranziehen unterschiedlicher Methoden und Perspektiven kann eine fundierte und ausgewogene Bewertung des Programms vorgenommen werden. Die Ergebnisse aus der Evaluierung werden voraussichtlich Mitte 2022 veröffentlicht.

Projektbeteiligte

Projektleitung

KMU Forschung Austria

 

Kontaktadresse

Harald Wieser, PhD
Gußhausstraße 8
A-1040 Wien
Tel: +43 (1) 505 9761 - 27
E-Mail: h.wieser@kmuforschung.ac.at
Web: www.kmuforschung.ac.at