Foto: Frontansicht des Einfamilien-Passivhauses in Pettenbach

PLAISIR - Planning Innovation: Lernen aus sozial innovativen Energieprojekten

PLAISIR analysiert sozial innovative Energieprojekte in strukturschwachen Regionen und widmet sich damit erstmalig der Forschungslücke an der Schnittstelle sozialkapital-orientierter endogener Regionalentwicklung und ressourcen-orientierter Energieraumplanung. Die Praxis sozial innovativer Energieplanung im Kontext raumstruktureller und energieraumplanerischer Entwicklungspfade wird auf regionaler Ebene analysiert, um regions- und projektspezifische Faktoren sozialer Innovation in der energieorientierten Planung zu erkennen.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Energieorientierte Planung wird bislang vor Allem im urbanen Kontext im Licht technischer Innovation diskutiert. Die Frage nach der Rolle sozialer Innovation für eine erfolgreiche ener­gieorientierte Planung ist ebenso unterrepräsentiert wie die spezifischen Herausforderungen, die sich aus ambitionierten Klima- und Umweltzielen für strukturschwache, ländlich-periphere Regionen erge­ben und denen allein mit technischer Innovation nicht beizukommen ist.

Dies erscheint angesichts vielfacher Verweise auf den Wert sozialer Innovation für die positive Entwicklung ländlich-peripherer Gebiete umso gewichtiger. PLAISIR widmet sich dieser Forschungslücke an der Schnittstelle sozialkapital- und energieorientierter Regionalentwicklung.

Das Grundlagenforschungsprojekt verweist damit auf zwei zentrale Anliegen der Regionalent­wicklung und stellt die Frage, inwieweit in der In­tegration beider Materien ein Schlüssel zu erhöhter Resilienz und Eigenständigkeit sowie langfristigem systemischen Wandel in strukturschwachen Regionen liegen kann.

Inhalte und Zielsetzungen

Das Projekt schafft eine fundierte Basis über potentielle Auslöser, Katalysatoren und Hindernisse sozialer Innovation in der energieorientierten Planung strukturschwacher Regionen. Das Forschungsteam unternimmt zu diesem Zweck eine differenzierte Analyse der Prozessdimensionen sozial innovativer Energieprojekte und entwickelt daraus länger­fristige Empfehlungen für Co-Creation-Ansätze auf der regionalen Steuerungsebene, die einen systemischen Wandel initiieren können. PLAISIR erstellt einen Wissenskorpus zu sozial innovativen Energieprojekten in struktur­schwachen Regionen Europas.

Methodische Vorgehensweise

Auf dieser Basis und mit exemplarischem Fokus auf die 3 Regionen Murtal, Hermagor und Südburgenland wird eine Indikatorik sozial innovativer Prozessdimensionen (ISIP) zur Beschreibung und Analyse guter Praxisprojekte entwickelt. Diese wird in Beziehung zu eigens entwickelten regionalen Energieentwicklungspfaden der 3 Regionen gesetzt, um Kontexte und Bedingungen sozialer Innovation zu verstehen.

Erwartete Ergebnisse

PLAISIR mündet in der Publikation eines Planning Innovation Katalogs, der 3 spezifische Ziele für 3 Zielgruppen erreicht:

  1. Forschung: Die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Schnittmenge technik­getriebener Energieplanung und sozialkapital-orientierter Regionalplanung
  2. Räumliche Praxis: Die Verbreitung von Good Practice Beispielen sozial innovativer Ener­gieprojekte in strukturschwachen Regionen
  3. Regionale Politik: Die Formulierung von Empfehlungen für Co-Creation Ansätze in der regionalen (Energie)Planung

Projektbeteiligte

Projektleitung

ZSI - Zentrum für Soziale Innovation GmbH

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

Fachbereich Stadt- und Regionalforschung, Department für Raumplanung, Technische Universität Wien

Kontaktadresse

DI Stefan Philipp
Linke Wienzeile 246
A-1150 Wien
Tel.: +43 (1) 495 0442 / 79
Fax: +43 (1) 495 0442 / 75
E-Mail: philipp@zsi.at
Web: www.zsi.at

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