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PESI - Paradigmenwechsel im urbanen Energie­system durch Synergiepotentiale mit der Industrie

Analyse der Nutzungsmöglichkeiten industrieller Überschussenergien verschiedener Form (Abwärme, Abwasser, Abfall) sowie regenerativer Energieträger im industriellen Bereich (Solaranlagen auf Dachflächen) in angrenzenden urbanen Gebieten, die als Energieschwamm fungieren. Auf Basis realer Verbrauchs- und Verfügbarkeitsdaten wird ein Simulations­modell erstellt und Möglichkeiten zu Synergien dokumentiert.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Industriebetriebe sind in der Regel durch einen hohen Energieeinsatz gekennzeichnet. Hierbei fällt parallel zur Produktion Überschussenergie z.B. in Form von Abwärme, stofflich gebunden in Abwasser und Abfall, an. Gleichzeitig verfügen Industriebetriebe über Flächen, die zu Gewinnung regenerativer Energieträger genutzt werden können (z.B. Dachflächen für Solarenergie). So weit möglich erfolgt eine Nutzung dieser Überschussenergieträger bereits in den Betrieben selbst. Der nicht im Betrieb nutzbare Anteil steht jedoch für eine externe Nutzung grundsätzlich zur Verfügung. Hier bieten sich die Stadt bzw. an die Industriebetriebe angrenzende urbane Gebiete als Energieschwamm an.

Inhalte und Zielsetzungen

Im Zuge des Projekts werden die technischen Charakteristiken der verfügbaren Überschussenergien aus den Industriebetrieben erhoben und mit dem Energiebedarf der Städte in Bezug gesetzt. Hierbei werden Synergiepotenziale zwischen Stadt und Industrie identifiziert.

Methodische Vorgehensweise

Die Identifikation der Synergiepotenziale erfolgt über die Erhebung von Lastgängen, von Bedarf und Überschussenergieverfügbarkeiten. In einem Simulationsmodel wird diese Situation im Detail abgebildet, wodurch auch instationäre Charakteristiken berücksichtigt werden können. Diese Analyse erfolgt auf Basis von Realdaten, die von Industriebetrieben und Städten im steirischen Murtal (Fohnsdorf, Zeltweg, Judenburg, Knittel­feld) gewonnen werden.

In einer weiteren Auswertung werden die grundsätzlichen Kosten bei Verwirklichung der erarbeiteten Maßnahmen ermittelt. Hierbei werden auch die Aspekte unterschiedlicher Betreibermodelle mitberücksichtigt. Abschließend erfolgt eine Bewertung der ökologischen Auswirkungen der Synergienutzung Industriebetrieb - Stadt / urbaner Bereich.

Erwartete Ergebnisse

Als Ergebnis liegen Umsetzungspfade und typische Potenziale für eine energetisch und ökologisch sinnvolle Integration von Überschussenergie aus Industriebetrieben in Städte vor. Die Ergebnisse fließen in die Definition in ein umsetzungsorientiertes Folgeprojekt mit ein.

Projektbeteiligte

Projektleitung

FH JOANNEUM, Institut für Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement
DI Dr. Matthias Theißing

ProjektpartnerInnen

DI Josef Bärnthaler - Energieagentur Obersteiermark

Kontaktadresse

FH JOANNEUM Kapfenberg
Institut für Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement
Matthias Theißing
Werk-VI-Strasse 46a
A-8605 Kapfenberg
Tel.: +43 (3862) 33600-8382
Fax: +43 (3862) 33600-8381
E-Mail: matthias.theissing@fh-joanneum.at
Web: www.fh-joanneum.at

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