Foto: Frontansicht des Gemeindezentrums Ludesch

KELVIN - Reduktion städtischer Wärmeinseln durch Verbesserung der Abstrahleigenschaften von Gebäuden und Quartieren

Potentialabschätzung einer möglichen Abschwächung des Auftretens städtischer Wärmeinseln durch die Veränderung der Oberflächenalbedo unterschiedlicher Stadtstrukturen (Boden, Dachflächen, Dachbegrünung etc.) bzw. damit verbundener Energieeinsparung durch Reduktion des Kühlungsbedarfs und Emissionsreduktion, um positive Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität (Human- und Wohnkomfort) in Städten zu ermöglichen.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Die Gebäudekühlung benötigt in Österreich große Mengen an Energie, deren Bedarf in Zukunft im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung zunehmen wird. Durch gute Isolation kann dem entgegengewirkt werden, der Erwärmungsprozess wird damit jedoch nur verlangsamt. Um dem entgegen zu wirken sollten Gebäude und Quartiere so gestaltet werden, dass sie die eingehende Strahlung verstärkt reflektieren anstatt sie zu absorbieren.

Inhalte und Zielsetzungen

Die Verbesserung der Abstrahlungseigenschaften von Gebäuden und Quartieren ist ein möglicher Weg um die Energieeffizienz im Wohnbereich zu steigern und gleichzeitig dem Problem städtischer Wärmeinseln, sog. "Urban Heat Islands (UHIs)" entgegenzuwirken.

Am Beispiel der Stadt Wien soll in diesem Sondierungsprojekt eine Abschätzung des Potentials bzw. der emissionsbezogene und klima­effektive Einfluss solcher "low-tech" Maßnahmen untersucht werden. Der für die Modellierung erforderliche Eingangsparameter Oberflächenalbedo wird auf Basis einer Satellitenbildzeitreihe flächendeckend für Wien für den Zeitraum 2000 bis 2014 bestimmt.

Methodische Vorgehensweise

Basierend auf den hochauflösenden Topographie- und Landnutzungs­daten werden stadtklimatologische Simulationen für die Stadt Wien durchgeführt. Anhand von Stadtklimamodellierung werden kleinklima­tische Veränderungen im urbanen Raum infolge der Veränderung der Oberflächenalbedo und Dachbegrünung untersucht und das Potenzial zur Minderung der Hitzebelastung abgeschätzt.

Unter Heranziehung der oben beschriebenen Ergebnisse der stadtklima­tologischen Simulationen wird die potentielle Änderung des Strahlungs­antriebs durch die Veränderung der Reflexions- und Abstrahleigen­schaften für die Stadt Wien abgeschätzt. Um deren Klimawirksamkeit besser bewerten zu können werden die Ergebnisse in CO2-Äquivalente umgewandelt und das Potential zur Energie-/Stromeinsparung beim Kühlen durch die veränderten Temperaturen in der Stadt abgeschätzt, was ebenfalls als Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels gewertet werden kann.

Erwartete Ergebnisse

Mit der Verbesserung des städtischen Klimas sind neben Energie­einsparung und Emissionsreduktion insbesondere auch positive Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität in Städten verbunden.

Insofern trifft das Projekt die operativen Programmziele der Aus­schreibung, indem es zur Stadtentwicklung mit hoher Ressourcen- und Energieeffizienz, hoher Lebensqualität bzw. zur Minimierung der Treibhausgasemissionen und Ressourcenschonung einen hohen Beitrag leistet.

Als Sondierungsprojekt stellt es demnach eine Vorstudie für die Stadtplanung und industrielle Entwicklungen zur Verbesserung der Gebäude- und Stadtstruktureigenschaften der Stadt Wien dar.

Projektbeteiligte

Projektleitung

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
RESOURCES - Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

Kontaktadresse

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
RESOURCES - Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit
DI Dr. Hannes Peter Schwaiger
Elisabethstraße 18/II
Tel.: +43 (316) 876 1316
Fax: +43 (316) 876 9 1316
E-Mail: hannes.schwaiger@joanneum.at
Web: www.joanneum.at

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