Foto: Frontansicht des Einfamilien-Passivhauses in Pettenbach

Intensified Density – kleinmaßstäbliche Nachverdichtung in modularer Bauweise

„Intensified Density“ untersucht, ob eine kleinmaßstäbliche Verdichtungsstrategie für die Vorstädte / Zwischenstädte mittels einer modularen Bauweise eine konkurrenzfähige Alternative sowohl zu den sich ausbreitenden Einfamilienhaussiedlungen als auch zu Großprojekten darstellen kann, bei Nutzung von vorhandener Infrastruktur.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation/Motivation

Die untersuchte Variante sieht den Einsatz einer modularen Bauweise vor bei Nutzung von vorhandener Infrastruktur auf Restgrundstücken. Weiters wird hierbei der Einsatz technologischer Maßnahmen, die eine ökologisch nachhaltige Architektur und Stadtplanung versprechen, berücksichtigt.

Intensified Density reagiert damit auf die immer weiter fortschreitende Zersiedelung, der es laut der Österreichischen Raumordnungskonferenz schon seit Ende der 1990er Jahre entgegenzusteuern gilt. [Bodenversiegelung in Österreich. Stand 23.12.2015 und 2015. Flächeninanspruchnahme. Stand 23.12.2015]

Inhalte und Zielsetzungen

Um dieser Entwicklung der flächigen Ausbreitung im Bereich des Wohnens entgegenzutreten, sollen im Rahmen von Intensified Density neue Entwicklungen in der Bauwirtschaft genutzt werden. Dazu werden modulare Bauweisen für Nachverdichtungsstrategien untersucht, die die nötige Flexibilität aufweisen, um auf den entsprechenden Kontext einzugehen und eine kosteneffiziente Alternative bieten zu können.

Während vorgefertigte und standardisierte Bauweisen üblicherweise unabhängig von ihrer späteren Umgebung geplant werden, will Intensified Density erforschen wie solche Strukturen an bestehende technische und sozialen Infrastrukturen andocken - und deren Potentiale aktivieren und weiterentwickeln können.

Dieser gesamtheitliche Ansatz ist als Teil eines Umdenkprozesses zu verstehen, wobei herkömmliche Vorstellungen und Zuschreibungen von Architekturschaffenden und StädteplanerInnen um neue Rollen erweitert werden und so Teil eines Wechsels werden, der es erlaubt, die aktuellen Probleme der Gesellschaft in einer Stadt zu durchleuchten zu erforschen und nachhaltig zu verändern.

Methodische Vorgehensweise

Mit Intensified Density generieren wir einen städtebaulichen Mehrwert, wodurch vorhandene Missstände in der Zwischenstadt aufgezeigt, analysiert und bearbeitbar gemacht werden. Dafür soll in Kooperation mit einem interdisziplinären und internationalen Forschungsteam, externen ExpertInnen, sowie unter Einbindung des Projektes in die Lehre, unter Anwendung architektonischer Entwurfs-, und Analysemethoden nach realisierbaren Lösungsansätzen gesucht werden.

Erwartete Ergebnisse

Längerfristiges Ziel ist eine Umsetzung in Form eines Pilotprojektes in Zusammenarbeit mit einer Kommune, Wohnbaugesellschaft, Bauträger und Firmen aus der Bauwirtschaft.

Neben der Entwicklung einer modularen, jedoch bedarfsorientierten Bauweise in Form eines Pilotprojektes, das sich an ganz konkrete kontextuelle Vorgaben anpassen kann, soll weiters ein Multi-Kriterien-Katalog entstehen, der Möglichkeiten für die Entwicklung neuer Vorschläge und Methoden zur Nachverdichtung enthält, die lokal verankert sind und internationale Relevanz haben.

Das Projekt Intensified Density soll Möglichkeiten aufzeigen, brachliegendes Bauland zu aktivieren und zu Visionen für kontextuell verankerte, zukunftsweisende dichtere kleinmaßstäbliche Wohnformen inspirieren.

Projektdarstellung (Quelle: TU Graz)

Projektbeteiligte

Projektleitung

Univ. Prof. Architektin BDA Dip.Arch. Petra Petersson - Technische Universität Graz, Institut für Grundlagen der Konstruktion und des Entwerfens (KOEN)

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

  • Technische Universität Graz - Institut für Tragwerksentwurf
  • Fachhochschule Potsdam - Fachbereich Bauingenieurwesen

Kontaktadresse

Technische Universität Graz
Institut für Grundlagen der Konstruktion und des Entwerfens (KOEN)
Kronesgasse 5
A-8010 Graz
Tel.: +43 (316) 873 1631
Fax: +43 (316) 873 1632
E-Mail: koen@tugraz.at
Web: http://koen.tugraz.at/

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