GreEnergieausweis AT - Wege der Integration von Begrünung in den österreichischen Energieausweis

Anpassung der Berechnungsmodelle im Energieausweis derart, dass Gebäudebegrünung darin möglichst realistisch abgebildet werden kann und Abschätzung zur Akzeptanz einer Umsetzung bei relevanten Stakeholdern.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Ausgangssituation/Motivation

Der Klimawandel und der daraus folgende Anstieg der Hitzetage ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Insbesondere in urbanen Gebieten wird sommerliche Überwärmung zunehmend kritischer. Durch den hohen Versiegelungsgrad, geringe Vegetationsdichte sowie fehlende Luftzirkulation entstehen Hitzeinseln, was zu einer starken gesundheitlichen Belastung für die Bewohner führt. Einer der Lösungsansätze zu diesem Thema schlägt Begrünungsmaßnahmen vor, wie zum Beispiel Gebäudebegrünungen.

Inhalte und Zielsetzungen

Der Energieausweis ist ein flächendeckend bekanntes und wichtiges Mittel zur Vergleichbarkeit der energetischen Effizienz von Gebäuden. In seiner jetzigen Form bietet er unterschiedliche Ansätze, um die Auswirkung der Gebäudebegrünung abzubilden. Es wäre möglich, diesen Einfluss auf den U-Wert abzubilden, dessen Änderungen wiederum eine Veränderung des Heizwärmebedarfs und anderer Kennwerte zur Folge haben würde.

Zukünftig könnte ebenso die Auswirkung von Gebäudebegrünung auf die sommerliche Überwärmung abgebildet werden. Der Einfluss der Begrünung auf das Mikroklima könnte anhand von Simulationen und Messungen abgeschätzt werden und in Folge im Energieausweis mittels Änderungen auf das Standortklima einfließen. Denkbar ist etwa auch die Aufnahme des Einflusses von Gebäudebegrünungen auf Solaranlagen.

Die Integration der Begrünung in den Energieausweis kann auf jeden Fall als zielführendes Mittel gesehen werden, um die Umsetzung von Gebäudebegrünungen zu forcieren und relevante Akteure für das Thema zu sensibilisieren.

Ziel ist es, einerseits die Berechnungsmodelle im Energieausweis dahingehend anzupassen, dass Gebäudebegrünung möglichst realistisch abgebildet werden kann und andererseits, die Akzeptanz für eine Umsetzung bei den relevanten Stakeholdern abzuschätzen.

Methodische Vorgehensweise

Mittels Workshops mit Einbindung relevanter Stakeholder kann eine erste Abschätzung der Akzeptanz und Umsetzbarkeit von derartigen Veränderungen im Energieausweis erzielt werden.

Der Antragsteller ist stellvertretender Vorsitzender des österreichischen Normungsinstituts Komitees ON-K 175 (Wärmeschutz von Gebäuden und Bauteilen), ON-K 141 (Klimatechnik und Lüftungstechnik) und ON-AG 235 (Wirtschaftlicher Energieeinsatz). Dort werden die Rechenverfahren, Bestimmungen und Technik der energieeffizienten Bauweise weiterentwickelt. Daher hat der Antragsteller langjährige Erfahrung in der Mitgestaltung der Normen, die die Berechnungsgrundlagen für den Energieausweis vorgeben.

Somit wird sichergestellt, dass die Ansätze der Studie nicht nur realistisch umsetzbar sind, sondern auch in den Normungsausschüssen mit den relevanten Akteuren und key playern diskutiert werden.

Erwartete Ergebnisse

Als Ergebnis sollte eine Studie vorliegen, die Empfehlungen zur weiteren Umsetzung der Thematik behandelt.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Schöberl & Pöll GmbH

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

  • GRÜNSTATTGRAU Forschungs- und Innovations GmbH
  • Universität für Bodenkultur Wien, IBLB Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau

Kontaktadresse

Schöberl & Pöll GmbH
DI Klemens Schlögl
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