Foto: Nachhaltiges Wohnungsangebot-Sandgrubenweg

IEA SHC Task 59: Ganzheitliche Sanierung von historischen Gebäuden

Ziel von Task 59 ist die Dokumentation von internationalen Best practice Beispielen (Knowlede Base), Entwicklung eines multidisziplinären Planungsprozesses sowie die Entwicklung von ganzheitlichen Sanierungslösungen für historische Gebäude. Neben der Leitung von Subtask A (Knowlege base) werden durch die österreichische Beteiligung innovative technische und organisatorische Lösungen einfließen und weiterentwickelt, die in nationalen Demonstrationsprojekten angewendet und in der Praxis erprobt wurden.

Kurzbeschreibung

Die Erhaltung unseres historischen Gebäudebestandes, welcher in Europa rund einem Viertel der Bausubstanz entspricht, kann auch aus ökonomischer Sicht nur gelingen, wenn für diesen auch eine künftige Nutzung gesichert wird. Hierzu müssen Sanierungslösungen und Technologien gefunden werden, die es ermöglichen, die historischen und architektonischen Werte zu bewahren und gleichzeitig den Komfort zu erhöhen, die Energiekosten zu senken und die Umweltbelastung zu minimieren.

Ziel des Vorhabens ist es, gute Ansätze und Best practice Beispiele zu identifizieren und innovative Lösungen zu fördern, die mit der Wahrung des Charakters historischer Gebäude vereinbar sind. Hierfür werden innovative Lösungen sowohl im Hinblick auf die Gebäudehülle (insbesondere Verfahren der Innendämmung) als auch die Gebäudetechnik (Lüftungs- und Solarthechnik) dokumentiert und weiter entwickelt.

Realisierte Beispiele haben gezeigt, dass eine "Faktor 4"-Reduktion (d.h. Reduzierung des Energiebedarfs um 75%) und darüber hinaus möglich ist und dass dies je nach konkretem Fall auch in historischen Gebäuden unter Beibehaltung ihrer kulturellen Bedeutung erreicht werden kann.

Bezüglich der Innendämmung liegt es im öffentlichen Interesse, auf diesem Gebiet nachhaltige und robuste bauschadensfreie Lösungen für Innendämmung, gemeinsam mit den internationalen Projektpartnern zu generieren. Im Österreichischen Teilprojekt wird dabei auf die möglichst einfach experimentell zu bestimmende Eignung unterschiedlicher Materialien als kapillaraktiver Dämmstoff eingegangen.

Darüber hinaus werden von Österreichischer Seite sowohl Erfahrungen als auch Messdaten aus nationalen sowie Europäischen Projekten bezüglich aktiver Überströmer für Wohn- und Schulbauten eingebracht.

Im Rahmen der österreichischen Beteiligung werden Ergebnisse und Erkenntnisse insbesondere im Subtask A (Subtask lead) und C erwartet. Im Rahmen der Erarbeitung einer „Knowledge Base" werden innovativen Lösungen einfließen, die in österreichischen Demonstrationsprojekten angewendet und in der Praxis erprobt wurden. Spezielle technische Lösungen für Innendämmung sowie für Lüftungsanlagen in historischen Gebäuden, hochwertige Fensterlösungen für denkmalgeschützte Objekte, hochdämmender Aerogelputz sowie solarthermische Anlagen an historischen Gebäuden werden im internationalen Rahmen untersucht. Im Österreichischen Teilprojekt liegt der Fokus auf der hygrothermischen Bewertung von Innendämmsystemen mit Einzahlkenngrößen sowie auf die Entwicklung von minimalinvasiven Lüftungssystemen.

Teilnehmende Staaten

Italien (EURAC: Operating Agent), Belgien, Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Irland, Neuseeland, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien, USA

Kontaktadresse

e7 Energie Forschung & Beratung
Dipl.-Ing. Walter Hüttler
Walcherstraße 11/43, 1020 Wien
T: +43 1 907 80 26 - 54
E-Mail: walter.huettler@e-sieben.at
www.e-sieben.at

Universität Innsbruck
Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften
Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen
assoz. Prof. Dr.-Ing. Rainer Pfluger
Technikerstr. 13, 6020 Innsbruck
T: +43(0)512-507-63602

Diese Seite teilen ...

zum Anfang