IEA PVPS Task 15: Bauwerksintegrierte Photovoltaik (Arbeitsperiode 2019 - 2021)

Die Schwerpunkte des Tasks sind: Digitalisierung der BIPV Planungsprozesse (BIM), Erstellung einer multifunktionalen Bewertungsmatrix (ökologisch, ökonomisch, energetisch, architektonisch), Harmonisierung (Bauwesen, Elektrotechnik) der pre-normativen Prüfungen von BIPV-Elementen sowie die Erstellung eines praxisorientierten Leitfadens für die Baubranche.

Kurzbeschreibung

Global gesehen, befindet sich das derzeitige Energiesystem im Wandel und Photovoltaik (PV) nimmt dabei eine wesentliche Schlüsselrolle ein. Besonders im letzten Jahrzehnt hat die PV Stromerzeugung den Sprung von einer Nischentechnologie zu einem wichtigen Akteur in der weltweiten Energieversorgung durchgemacht.

In Österreich ist eine Verzehnfachung der aktuell installierten PV-Leistung (d.h. von aktuell 1,5 auf 15 GW) erforderlich, um das Energieziel der Bundesregierung (100% Strom aus Erneuerbaren bis 2030) zu schaffen. Mittelfristig, bis 2050, ist aufgrund des erwarteten Stromzuwachses zumindest eine weitere Verdoppelung notwendig. Für eine hohe Akzeptanz dieser Technologie, aber auch als Beispiel für andere Länder, ist es erforderlich, die technische und systemische Integration der PV in Bauwerke zu optimieren. Damit einher geht auch die Chance für Österreich sich als BIPV Vorreiter im Export von innovativen BIPV-Produkten und exzellentem Know-how zu positionieren.

Für einen Aufbau beziehungsweise eine Ausweitung eines österreichischen BIPV-Schwerpunkts in Produktion und Forschung eignet sich der internationale Kontext des IEA PVPS Programmes in idealer Weise. Die Mitarbeit im IEA PVPS Task 15.2 des österreichischen Konsortiums fokussiert sich schwerpunktmäßig auf

  • einer besseren Einbindung von BIPV in die integrale Planung von Bauwerken/Gebäuden (Digitalisierung der Planungsabläufe) bei Sanierung und Neubau
  • das Aufzeigen der Produktdiversität von BIPV hinsichtlich Technologien und Gestaltungsmöglichkeiten sowie deren Integrationsmöglichkeiten in Bauwerke
  • die bessere Verankerung von BIPV in nationalen sowie internationalen Gesetzen bzw. Richtlinien sowie die Harmonisierung von BIPV Testvorschriften und Normen aus der Baubranche und Elektrotechnik
  • das Aufzeigen von Vermarktungspotentialen der Stromerzeugung an Gebäuden und Erarbeitung tragfähige Geschäftsmodelle
  • die Erarbeitung von umfassenden Bewertungsparametern für BIPV-Installationen (energetisch, ökonomisch, ökologisch und ästhetisch) und deren Zusammenführung zu einer multifunktionalen Bewertungsmatrix für umgesetzte und in Planung befindliche BIPV-Projekte
  • die Verbreitung von Erkenntnisse aus Leuchtturm- und Best Practice-Projekten an ein fachspezifisches Zielpublikum (Mitarbeit an einem BIPV-Errichtungs-Leitfaden für die Baubranche)

Die intensive internationale Vernetzung und Zusammenarbeit führt zu einem nationalen Know-how Aufbau und kann damit wesentlich zur Etablierung einer international agierenden, heimischen BIPV Branche beitragen.

Kurz-Präsentation von Peter Illich beim IEA Vernetzungstreffen 2020

Publikationen

Teilnehmende Staaten

Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Korea, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweiz, Schweden, Singapur und Spanien

Kontaktadresse

Projektleitung

Peter Illich, Momir Tabakovic
FH Technikum Wien
Giefinggasse 6
1210 Wien

ProjektpartnerInnen

Gabriele Eder
OFI
Franz -Grill-Straße 5
1030 Wien

Dieter Moor
Ertex Solar
Peter-Mitterhofer-Straße 4
3300 Amstetten

Lukas Gaisberger
FH Oberöstereich
Franz-Fritsch-Straße 11
4600 Wels

Karl Berger
AIT
Giefinggasse 2
1210 Wien

Michael Grobbauer
FH Salzburg
Urstein Süd 1
5412 Puch/Salzburg