IEA PVPS Task 14: Photovoltaische Solarenergie im 100% Erneuerbaren Stromversorgungssystem (Arbeitsperiode 2018 - 2022)

Der IEA-PVPS Task 14 fördert die internationale Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch, um die technische Basis für eine zu 100% auf Erneuerbaren Energien basierende Stromversorgung mit Photovoltaik als zentraler Säule zu schaffen.

Kurzbeschreibung

Der IEA-PVPS Task 14 wurde 2010 unter österreichischer Beteiligung gestartet, wobei Experten des AIT Austrian Institute of Technology von Beginn an als Operating Agents (OA) die leitende Rolle übernahmen. Unter der Verantwortung Österreichs etablierte sich der Task 14 als globales Forum für den Erfahrungsaustausch zur Förderung der Photovoltaischen Solarenergie als wesentliche Säule in einem auf 100% erneuerbaren Energieträgern basierenden Stromversorgungssystem.

Im Rahmen der Zusammenarbeit von ExpertInnen aus 16 Mitgliedsländern (Stand 2019) und VertreterInnen von Institutionen wie der Europäischen Kommission werden insbesondere technische Fragestellungen zur Integration von Photovoltaik in das Stromversorgungssystem, sowohl auf der lokalen Verteilnetz- wie auch der überregionalen Übertragungsebene, diskutiert, Best Practices präsentiert und Empfehlungen erarbeitet.

In der aktuellen Arbeitsperiode III, die bis 2022 läuft, stehen folgende übergeordnete Themen im Mittelpunkt:

  • Integrale Ansätze für den Betrieb und die Planung von Stromversorgungssystemen, die zu 100% auf photovoltaischer Solarenergie und anderen Erneuerbaren, speziell Windenergie basieren. Im Detail haben sich die ExpertInnen zum Ziel gesetzt, insbesondere Barrieren und technische Hemmnisse abzubauen, die den weiteren Ausbau verzögern können.
  • Integration von Photovoltaischer Solarenergie in Smart Grids mit dem Ziel, die erzeugte Energie optimal und effizient zur Deckung des Verbrauchs zu nutzen. Dazu sollen vor allem einheitliche Datenmodelle und Konzepte entwickelt werden, um bestehende und im Aufbau befindliche Kommunikationsinfrastrukturen für die Photovoltaik zu nutzen sowie die Basis für neue Geschäftsmodelle und die Lieferung von Netzdienstleistungen zu schaffen.

Wie bisher stellen Aktivitäten rund um die Verbreitung von Informationen und den Austausch von Erfahrungen zwischen den ExpertInnen innerhalb und außerhalb des Task 14 einen zentralen Teil des Arbeitsprogramms in der Phase III dar:

  • Kooperation mit Stromversorgern, Industriepartnern und anderen Stakeholdern, um Technologien und Methoden für die Integration erneuerbarer PV Technologien in die elektrischen Netze auf breiter Basis zu ermöglichen.
  • Organisation und Durchführung von „Task 14 Netzintegrationsworkshops" mit internationalen ExpertInnen, Netzbetreibern und der Industrie.
  • Gemeinsame Fachpublikationen, Keynote Vorträge und eigene IEA-PVPS Task 14 Sessions auf internationalen Konferenzen und in wissenschaftlichen Journalen.
  • Intensiver Austausch mit ExpertInnen aus anderen IEA Technologieprogrammen (TCP), insbesondere dem IEA-Wind Task 25, der sich mit der großflächigen Integration von Windenergie in das Stromversorgungssystem beschäftigt.

Auch auf nationaler Ebene stellen die Verbreitung und der Erfahrungsaustausch wesentliche Teile des Arbeitsprogramms dar. Folgende konkrete Aktivitäten und Stakeholder stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Austausch mit den Nationalen Technologieplattformen Smart Grids Austria sowie Photovoltaik Austria
  • Diskussion der Ergebnisse im Rahmen der Expertenpools (EP) bzw. Arbeitskreise (AK) von Österreichs Energie
  • Aktive Mitarbeit bei der Gestaltung der technischen Rahmenbedingungen für Smart Grids und die Netzintegration von Photovoltaikanlagen
  • Ausgewählte Präsentationen Im Rahmen relevanter nationaler Veranstaltungen
  • Direkte Einbringung der Erkenntnisse in laufende bzw. neu entwickelte nationale Projekte mit Beteiligung des Austrian Institute of Technology

Durch die direkte Einbindung der Stakeholder wird sichergestellt, dass die wesentlichen Standpunkte aus österreichischer Sicht auf internationaler Ebene berücksichtigt werden.

Durch seine leitende Rolle als Operating Agent in der Phase III kann Österreich auch weiterhin von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren und durch Einbindung in die laufenden Forschungsvorhaben den Technologievorsprung auf dem Gebiet der Integration von Photovoltaik nachhaltig ausbauen.

Teilnehmende Staaten

Australien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Europäische Kommission, Israel, Italien, Japan, Kanada, Malaysien, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, USA

Kontaktadresse

AIT Austrian Institute of Technology GmbH
DI Roland Bründlinger
Giefinggasse 2
1210 Wien
Tel.: +43 (0) 50 550 - 6351
E-Mail: roland.bruendlinger@ait.ac.at