Foto: Fenster des Freihofs Sulz

IEA Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb (HEV)

Die Vision des Implementing Agreement zu Fahrzeugen mit Hybrid- und Elektroantrieb (HEV) ist es Elektromobilität als dominierendes Transport­mittel in einem nachhaltigen Transportsystem zu etablieren, wobei der benötigte Strom bevorzugt aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird und keine schädlichen Emissionen verursacht. Das HEV Implementing Agreement zielt darauf ab, den Ausbau des vollen Marktpotentials für Hybrid und Elektrofahrzeuge zu unterstützen.

Kurzbeschreibung

Das Arbeitsprogramm des IEA-Forschungsprogramms für Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb umfasst umfangreichen Informations­aus­tausch über Programme und Technologien in den einzelnen Mitglieds­ländern, Studien über energetische und ökologische Auswirkungen beim Einsatz von Elektrofahrzeugen sowie Untersuchungen der Infrastruktur und Speichertechnologien. Weiters werden Trends und technologische Anforderungen für zukünftige Hybridfahrzeuge untersucht.

Neben den zweimal jährlich stattfindenden Treffen des Exekutivkomitees, welche jeweils in einem anderen Mitgliedsland abgehalten werden um Organisatorisches wie die Aufnahme neuer Mitglieder, strategische Pläne, Special Topics, Budgetäres, Informationsaustausch, Statistiken und All­fälliges zu besprechen, arbeitet das Implementing Agreement in Arbeits­gruppen (Tasks) um die Breite des Themas abzudecken.

IEA HEV Task 1: Informationsaustausch

Task 1 versteht sich als Plattform für das Sammeln, Analysieren und verbreiten von Informationen. Experten haben die Möglichkeit, den Entwicklungsstand und die Rahmenbedingungen von Fahrzeugen mit Hybrid- und Elektroantrieb in den Mitgliedsländern zeitsparend und kosteneffizient kennen zu lernen. Task 1 Meetings werden gemeinsam mit den Exekutivkomitee Meetings abgehalten.

Alle Mitgliedsländer des HEV nehmen auch am Task 1 teil was einen besonders wertvollen und breiten Überblick über die rechtlichen Rahmen­bedingungen, Forschungsaktivitäten, Highlights der Entwicklungen aus der Industrie, aktuelle Zahlen über Hybrid und Elektroautos auf den Straßen und die entsprechende Ladeinfrastruktur gibt. Experten von Nicht-IEA-Mitgliedsländern sind bei den Task 1 Meetings als Beobachter willkommen.

Im Rahmen dieses Tasks wird die Website des IEA Implementing Agree­ment: Hybrid and Electric Vehicle gestaltet und aktualisiert. Aktuelle Nachrichten werden auch über Newsletter sowie eigens eingerichtete Twitter und Facebook Seiten verbreitet und die Erstellung des Jahres­berichtes koordiniert.

IEA HEV Task 19: Lebenszyklusanalysen von Elektrofahrzeugen

Task 19 fokussiert das Life Cycle Assessment (LCA) von Elektrofahr­zeugen. Das Ziel ist es ein gemeinsames Verständnis und eine einheitliche Meinung unter den Mitgliedsstaaten über das Design von zukünft­igen Fahrzeugen für optimales Recycling und minimalen Ressourcen sowie Energieeinsatz zu finden. Der Task betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Elektroautos von der Rohstoffgewinnung der verwendeten Materialien bis zum Recycling und End-of-Life Betrachtungen. Dieser Task wird von Gerfried Jungmeier (Joanneum Research) geleitet.

IEA HEV Task 24: Monitoring/Benchmarking der ökonomischen Perspektive der Elektromobilität

Task 24 konzentriert sich auf die Einführung der E-Mobilität und die dadurch resultierenden, wirtschaftlichen Auswirkungen und beschäftigt sich unter anderem mit den Fragen:

  • Wie kann die Elektromobilität die wirtschaftliche Lage eines Landes/Standortes stärken?
  • Mit welchem wirtschaftlichen Wachstumspotenzial ist im Sektor der E-Mobilität zu rechnen?
  • Welche Veränderungen ergeben sich innerhalb der Wertschöpfungskette?

Um diese Fragen zu beantworten, widmet sich IEA-HEV Task 24 der Wertschöpfungskette der E-Mobilität der teilnehmenden Länder und führt eine SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken) durch. Das Ergebnis dieses Tasks stellen Kennzahlen wie Umsatz, Produktions­menge, Beschäftigung, Exportvolumen und Innovationen dar. Österreich ist seit 2015 durch die AustriaTech beteiligt.

Task 27: Elektrifizierung von Transportlogistikfahrzeugen (eLogV)

Ziel dieses Tasks ist es, eine Übersicht über den Stand der Technologien, aktuellen Implementierungen und Hürden für den Einsatz von elektrifizierten Transportfahrzeugen zu erstellen. Nischenmärkte und Vermarktungsmöglichkeiten für elektrifizierte Transportfahrzeuge sollen identifiziert werden um politische Empfehlungen für weitere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aussprechen zu können. Zu analysierte Fahrzeugantriebe sind Hybrid-Elektro-Antriebe, Hybride mit elektrischen Oberleitung, rein batterieelektrische Antriebe und Brennstoffzellen. Die Arbeitsweise umfasst Workshops, Schreibtischarbeit und Öffentlichkeits­arbeit. Die österreichische Beteiligung erfolgt durch das Joanneum Research (Gerfried Jungmeier als Vice-OA).

Weitere laufende Tasks an denen Österreich nicht beteiligt ist

IEA HEV Bereits abgeschlossene Tasks

Publikationen

Videos

Kurzvortrag "Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb" (Andreas Dorda) im Rahmen des IEA-Vernetzungstreffen 2015

zum NachhaltigWirtschaften YouTube ChannelWeitere Kurzvorträge des IEA-Vernetzungstreffen 2015 finden sie im NachhaltigWirtschaften YouTube Channel.

Status Reports

IEA Hybrid and Electric Vehicles - Annual Report 2013

The electric drive accelerates
Herausgeber: IEA - International Energy Agency
Englisch, 272 Seiten

Downloads zur Publikation

IEA Hybrid and Electric Vehicles - Annual Report 2012

The electric drive gains traction
Herausgeber: IEA - International Energy Agency
Deutsch, 234 Seiten

Downloads zur Publikation

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Teilnehmende Staaten

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Kontaktadresse

Österreichischer Exco-Vertreter

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Abteilung I 4 - Mobilitäts- und Verkehrstechnologien
Dr. Andreas Dorda
E-Mail: andreas.dorda@bmvit.gv.at

Austrian Agency for Alternative Propulsion Systems (A3PS)
E-Mail: andreas.dorda@a3ps.at

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