Stakeholderdialog Biobased Industry: Holz – das Rückgrat der Bioökonomie

5. Dezember 2019, 9:15 – 16:30 Uhr
Wirtschaftskammer Österreich, Rudolf Sallinger Saal, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

Die Veranstaltung des BMVIT fand in Kooperation mit dem FCIO statt und fokussierte auf neue Anwendungen, innovative Produkte und Technologien in Zusammenhang mit der stofflichen Nutzung des Rohstoffs Holz. Spannende Vorträge aus der FTI-Initiative Produktion der Zukunft und dem Bio-based Industries Joint Undertaking sowie ein Update zur österreichischen Bioökonomiestrategie standen auf dem Programm.

Veranstalter

BMVIT in Kooperation mit dem Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO)

Inhaltsbeschreibung

Die Transformation in Richtung Bioökonomie leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und bietet große Chancen, die österreichische Wertschöpfung zu stärken. Mit ressourceneffizienter und nachhaltiger Nutzung biogener Rohstoffe gibt es für die Wirtschaft vielfältig nutzbare Alternativen zu fossilen Rohstoffen. Ziel ist es, nicht nur die Wirtschaft auf ein nachhaltiges Fundament zu stellen, sondern gleichzeitig Wirtschaftsfelder zu besetzen, deren Wertschöpfung zu einem deutlich höheren Teil in der Region selbst liegt als bisher.

Die Biobasierte Industrie ist der Teilbereich der Bioökonomie, der die Rohstoffverarbeitung im Fokus hat und den gesamten Wertschöpfungsprozess vom biogenen Rohstoff bis zum fertigen Produkt umfasst. Die Entwicklung einer Bioökonomie wird einerseits stark von technologischen und ökonomischen Aspekten als auch von Fragen hinsichtlich der ausreichenden Verfügbarkeit von nachwachsenden Rohstoffen bestimmt. Nachwachsende Rohstoffe stehen ebenfalls nicht unbegrenzt zur Verfügung. Anzustreben ist daher, diese Biomasse möglichst effizient und vollständig zu verwerten und so weit als möglich im Kreislauf zu führen.

Holz zählt zu den weltweit wichtigsten nachwachsenden Rohstoffen und stellt auch in Österreich einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Die Holznutzung im österreichischen Wald betrug 2018 rund 19 Millionen Erntefestmeter (ohne Rinde). Rund 20 % wird direkt als erneuerbarer Energieträger genutzt. Der Großteil des gewonnenen Holzes geht in die Sägeindustrie sowie in die Papier- und Plattenindustrie und kann über Kaskaden- und Koppelnutzung potenziell zu hochwertigen Produkten weiterverarbeitet werden.

Die Veranstaltung fokussiert auf neue Anwendungen, innovative Produkte und Technologien in Zusammenhang mit der stofflichen Nutzung des Rohstoffs Holz und behandelt unter anderem folgende Fragen:

  • Wo liegen die Potenziale von Holz als chemisch-technischer Rohstoff?
  • Nachhaltige Nutzung von Lignin - welche Chancen und Herausforderungen gibt es?
  • Wo liegen die ökologischen Vorteile von holzbasierten Cellulosefasern?

Zu dieser Thematik erwarten Sie neueste Entwicklungen in Industrie und Forschung, unter anderem aus der Forschungsinitiative Produktion der Zukunft und dem Bio-based Industries Joint Undertaking. Zudem werde Studien vorgestellt, die sich mit Möglichkeiten und Grenzen eines forcierten Einsatzes von biobasierten Produkten und mit dem Nutzungspotenzial von sekundären Rohstoffen aus biobasierten Prozessen in Österreich befassen.

Programm

Moderation: Astrid Reinprecht (ÖGUT)

09:00 Welcome & Anmeldung

09:15 Begrüßung

  • Michael Paula, Abteilung für Energie- und Umwelttechnologien, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
  • Hubert Culik, Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO)

09:35 Einführung

  • Keynote: Holz als chemisch-technischer Ausgangsstoff in der Bioökonomie
    Thomas Rosenau, Universität für Bodenkultur Wien, ABCT Tulln
    Präsentationsunterlagen
  • Ökologische Aspekte von holzbasierten Cellulose Fasern
    Josef Innerlohinger, Lenzing Aktiengesellschaft

10:20 Neue Entwicklungen aus Forschung und Industrie

10:55 KAFFEEPAUSE

11:25 Neue Entwicklungen aus Forschung und Industrie

12:25 Interaktiver Austausch am Marktplatz

13:10 MITTAGSPAUSE

14:10 Studien und Aktionsplan Bioökonomie

  • Update zum österreichischen Aktionsplan Bioökonomie
    René Albert, BMVIT
    Präsentationsunterlagen
  • Möglichkeiten und Grenzen eines forcierten Einsatzes von biobasierten Produkten in Österreich
    Andreas Windsperger, Bernhard Windsperger, Institut für Industrielle Ökologie
    Präsentationsunterlagen
    Zur Studie

>> Diskussion mit Studienautoren

  • Austrian BioCycles: Biobasierte Industrie als Bestandteil der Kreislaufwirtschaft
    Veronika Reinberg, alchemia-nova GmbH
    Manfred Gronalt, Universität für Bodenkultur Wien
    Präsentationsunterlagen

>> Diskussion mit StudienautorInnen

15:30 NETWORKING

16:30 ENDE

Fotos

Downloads

Kontaktadresse

ÖGUT – Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik
Karin Granzer-Sudra
Tel.: +43/(0)1/315 63 93 – 26
E-Mail: karin.granzer-sudra@oegut.at