Foto: Frontansicht des sozialen Wohnbaus Mühlweg in Wien

Stakeholderdialog Biobased Industry: Ressourceneffiziente Bioraffinerie – Konversion von Sekundärrohstoffen

7. Dezember 2018, 9:30 - 17:00 Uhr
WKO, Rudolf Sallinger Saal, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

Aktuelle Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten im Themenfeld Biobasierte Industrie aus der FTI-Initiative "Produktion der Zukunft" und dem Biobased Industries (BBI) Joint Undertaking wurden präsentiert. Der Fokus lag auf dem Thema "Ressourceneffiziente Bioraffinerie - Konversion von Sekundärrohstoffen".

Veranstalter

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) in Kooperation mit dem Fachverband der chemischen Industrie (FCIO)

Rückblick & Vortragsunterlagen

Die Transformation in Richtung Bioökonomie leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und bietet große Chancen, die österreichische Wertschöpfung zu stärken. Mit ressourceneffizienter und nachhaltiger Nutzung biogener Rohstoffe gibt es für die Wirtschaft vielfältig nutzbare Alternativen zu fossilen Rohstoffen. Ziel ist es, nicht nur die Wirtschaft auf ein nachhaltiges Fundament zu stellen, sondern gleichzeitig Wirtschaftsfelder zu besetzen, deren Wertschöpfung zu einem deutlich höheren Teil in der Region selbst liegt als bisher.

Die Biobasierte Industrie ist der Teilbereich der Bioökonomie, der die Rohstoffverarbeitung im Fokus hat und den gesamten Wertschöpfungsprozess vom biogenen Rohstoff bis zum fertigen Produkt umfasst. Die Entwicklung einer Bioökonomie wird einerseits stark von technologischen und ökonomischen Aspekten als auch von Fragen hinsichtlich der ausreichenden Verfügbarkeit von nachwachsenden Rohstoffen bestimmt. Nachwachsende Rohstoffe stehen ebenfalls nicht unbegrenzt zur Verfügung. Anzustreben ist daher, diese Biomasse möglichst effizient und vollständig zu verwerten und so weit möglich im Kreislauf zu führen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden einleitend die europäische und die österreichische Bioökonomiestrategie vorgestellt.

Im Anschluss wurden neueste Entwicklungen in Forschung und Industrie zu diesen Thematiken präsentiert. Mit dabei waren unter anderem ein Vortrag zum Thema Biobasierte Lackrohstoffe, spannende Projekte zu ressourceneffizienten Bioraffineriekonzepten, Konzepte zur Verwertung von Siedlungsabfällen und Prozesse zur Gewinnung von Rohstoffen für chemische Produkte aus Abwässern und Abfall.

Zum Abschluss fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Die Rolle der integrierten Bioraffinerie in der Bioökonomie von morgen" statt.

Fotos

Programm

Moderation: René Albert (BMVIT), Karin Granzer-Sudra (ÖGUT)

09:00 Welcome & Anmeldung

09:30 Begrüßung und Einführung

  • Theodor Zillner, Abteilung für Energie- und Umwelttechnologien, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
  • Hubert Culik, Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO)

 

09:50 BLOCK I: Aktuelle Entwicklung in der Bioökonomie

  • KEYNOTE: The EU Bioeconomy Strategy
    Petra Goyens, DG RTD.F1, European Commission
    Präsentationsunterlagen
  • Eine Bioökonomiestrategie für Österreich – ein Leuchtturm der #mission2030
    Isabella Plimon, Abteilung Innovative Technologien und Bioökonomie, Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT)
    Präsentationsunterlagen
  • Biobasierte Lackrohstoffe: Marketing Gags oder Realität?
    Christoph Auner, Rembrandtin Lack GmbH
  • Die stoffliche Nutzung von fossilen Rohstoffen in Österreich und ein Ausblick auf deren biobasierte Substitution
  • Thomas Steffl, scenario editor
    Veronika Reinberg, alchemia-nova GmbH
    Präsentationsunterlagen

11:05 KAFFEEPAUSE

11:35 BLOCK II: Projekte der FTI-Initiative PRODUKTION DER ZUKUNFT

  • Faktencheck der FTI-Initiative „Produktion der Zukunft"
    Maria Bürgermeister-Mähr, FFG
    Präsentationsunterlagen
  • ReNOx 2.0 - Rückgewinnung von Stickstoff und Phosphor aus Abwässern
    Markus Ellersdorfer, Department Umwelt- und Energieverfahrenstechnik, Montanuniversität Leoben
    Präsentationsunterlagen
  • BioABC – Biologische Umwandlung von Abfall zu Butanol mit CO2 Fixierung
    Christoph Herwig, Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Techn. Biowissenschaften, TU Wien
  • Nutricoal - Biobasiertes Düngemittel mit dosierter Nährstofffreisetzung zur optimierten Bodenversorgung
    Christoph Pfeifer, Institut für Verfahrens- und Energietechnik, Universität für Bodenkultur, Wien

12:35 MITTAGSPAUSE

13:35 BLOCK III: Projekte aus dem JTI Bio-Based Industries

  • JTI Bio-Based Industries & Horizon 2020 - Förderung und Kooperation im europäischen Rahmenprogramm
    Ines Haberl, FFG
    Präsentationsunterlagen
  • SUSFERT Innovationen – erneuerbare, nachhaltige und ressourcen-schonende Düngemittel
    Stephen Webb, RTDS Group
  • Chemische Grundstoffe aus kommunalen Abfällen – Vorstellung des EU-Projekts PERCAL
    Michael Mandl, TBW RESEARCH GESMBH
    Präsentationsunterlagen
  • OPTISOCHEM - Nachhaltigkeitsbewertung der Wertschöpfungskette für die Umwandlung von Weizenstroh in die Plattformchemikalie Bio-Isobuten (Bio-IBN) im Demo-Maßstab
    Johannes Lindorfer, Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz
    Präsentationsunterlagen

14:30 BLOCK IV: Podiumsdiskussion

Die Rolle der integrierten Bioraffinerie in der Bioökonomie von morgen

Moderation: Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie (FCIO)

am Podium:

  • Christoph Auner, Laborleiter, Rembrandtin Lack GmbH
  • Michael Mandl, Geschäftsführer, TBW RESEARCH GESMBH
  • Stefan Böhmdorfer, Senior Scientist in der Abteilung für Chemie nachwachsender Rohstoffe, BOKU Wien und des ABCT Tulln
  • Hedda Weber, Senior Biorefinery Expert, Sappi Europe

15:15 Networking

16:00 ENDE

Teilnehmer-Information

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist bis spätestens 3. Dezember 2018 erforderlich. Beschränkte Teilnehmerzahl, bitte rechtzeitig anmelden!

Kontaktadresse

ÖGUT
Petra Blauensteiner
E-Mail: petra.blauensteiner@oegut.at

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