Foto: Wohnhaus der SolarCity

IEA-SHC Task 41: Solarenergie und Architektur

Ziel des Projektes war es, die Vereinbarkeit von energetischer Optimierung und qualitativ hochwertiger Architektur von Gebäuden aufzuzeigen. Die architektonisch attraktive Integration solarer Energiesysteme führt zur Akzeptanzsteigerung solarer Energiesysteme und trägt zu deren Marktdurchdringung bei. Im Projekt wurden Kriterien für architektonische Qualität sowie Leitlinien für ArchitektInnen und ProduktentwicklerInnen erarbeitet (Task A). Es wurden Leitlinien für die Entwicklung von Planungswerkzeugen festgelegt (Task B) sowie Konzepte und Best Practice Beispiele (Task C) dargestellt. Die Schwerpunkte des Projektes waren Aktivitäten zum Know-how-Austausch auf internationaler Ebene und Verbreitungsaktivitäten auf nationaler Ebene.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Das Projekt Solarenergie & Architektur zeigt die Vereinbarkeit von energetischer Optimierung und qualitativ hochwertiger Architektur bei der Integration von Solartechnologien in Gebäude auf. Die Integration von solaren Energiesystemen in die Gebäudehülle leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Netto-CO2-Emissionen von Gebäuden. Für die CO2-Bilanz ist jedoch unter anderem ausschlaggebend, welcher Flächenanteil jeweils für die Produktion von thermischer und elektrischer Energie verwendet wird.

Das Projekt bearbeitete folgende Aufgaben:

  • Subtask A: Kriterien für die architektonische Qualität sowie Leitlinien für ArchitektInnen und ProduktentwicklerInnen.
  • Subtask B: Leitlinien für die Entwicklung von Planungswerkzeugen mit einem Schwerpunkt auf der vergleichenden Bewertung der Integration unterschiedlicher Solartechnologien in der frühen Planungsphase.
  • Subtask C: Konzepte und Beispiele architektonisch hochwertiger Lösungen.

Das internationale Konsortium unter der Leitung Schwedens wurde aus ExpertInnen von vierzehn europäischen, nordamerikanischen und asiatischen Staaten gebildet. Das österreichische Team hatte die Aufgabe, Fragestellungen und Ergebnisse des nationalen Projekts „Solar­energie Urban“ aus dem Programm „Haus der Zukunft Plus“ in den IEA Task 41 einzubringen.

Ergebnisse

Ergebnisse des Projekts waren eine Zusammenstellung von Anforderungen an solartechnische Systeme hinsichtlich CO2- und Kostenbilanz und Leitlinien für Architekten, Software-Entwickler und Produzenten von Solartechnologien, sowie Best Practice Case Studies.

Die Teilnahme Österreichs an diesem Projekt hat zu guten internationalen Vernetzungsaktivitäten geführt. Darüber hinaus konnte das im Task erarbeitete Wissen durch Newsletter, Präsentationen vor österreichischen AkteurInnen und über Lehre an österreichischen Universitäten verbreitet werden. Das Wissen um den Status quo internationaler Entwicklungen und Bedingungen im Zusammenhang mit gebäudeintegrierter Solartechnologie ist dabei auch für die österreichische Baubranche von großem Nutzen. Ein effektiver Know-how-Austausch über die Nutzung von regenerativen Technologien über nationale Grenzen hinweg ist ein Beitrag für eine nachhaltige Zukunft.

Im Projekt wurden die unterschiedlichen Herangehensweisen und Spannungs­felder zur Bewertung von architektonischer und energetischer Qualität deutlich. Die energetische Qualität in Form von Zielwerten kann relativ schnell und objektiv definiert werden, aber die Bewertung der architektonischen Qualität der Gebäude­integration von Solartechnologien weist eine hohe Komplexität auf. Schwerpunkt wurde auf die gestalterisch hochwertige Integration von Solarthermie und/oder Photovoltaik in den architektonischen Entwurf oder in die Sanierungs­planung gelegt. Dazu wurden im vorliegenden Projekt Planungshilfen durch die Definition von architektonischen Integrationskriterien und Produktrandbedingun­gen, wie auch Hilfestellungen im Planungsprozess erarbeitet.

Zu allen im Task 41 behandelten Themenbereichen konnte das österreichische Team etabliertes technisches Know-how ebenso einbringen wie innovative Ansätze für die Planung, und zwar durch die Einbindung von Projektergebnissen aus den nationalen Projekten „Solarenergie Urban“ und „Multifunctional Plug & Play Façade“.

Die Bedeutung der Taskergebnisse liegt vor allem in der einzigartig konzentrierten Form von Planungshilfen, fachspezifisch aufbereiteten Kommunikationsprozessen und Case Studies, die inter­national gesammelt und beschrieben wurden, um die Diversität der Ansätze aufzeigen zu können.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen es der global agierenden Bau­branche erleichtern, solare Technologien in den Planungs- und Bauprozess aufzunehmen, damit einer intensiveren Nutzung regenerativer Energiequellen der Durchbruch in den Massenmarkt ermöglicht wird.

Publikationen

IEA Solares Heizen und Kühlen Task 41: Solarenergie und Architektur

Schriftenreihe 50/2012 M. Amtmann, et al., Herausgeber: bmvit
Deutsch, 48 Seiten

Downloads zur Publikation

Weitere Publikationen

Projektbeteiligte

Projektleitung

Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency

Projekt- und Kooperationspartner

  • AIT - Austrian Institute of Technology
  • Technische Universität Graz - Institut für Wärmetechnik
  • Technische Universität Graz - Institut für Gebäudelehre

Teilnehmende Staaten

Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Italien, Kanada, Korea, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien

Kontaktadresse

Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
DI Maria Amtmann
Mariahilfer Straße 136, A-1150 Wien
Tel.: +43 (1) 5861524-193
Fax: +43 (1) 5861524-340
E-Mail: maria.amtmann@energyagency.at
Web: www.energyagency.at

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