IEA EV Task 53: Interoperabilität des Bidirektionalen Ladens (INBID) (Arbeitsperiode 2025 - 2027)

Dieser Task zielt darauf ab, die Prüfung der Konformität der kommenden ISO 15118-2X-Amendments in Bezug auf das bidirektionale Laden zu unterstützen. Darüber hinaus bietet er Ländern und allen Task-Mitgliedern, die über keine eigenen Labore verfügen oder keine große Automobilindustrie besitzen, die Gelegenheit, an der Entwicklung eines interoperablen, gemeinsamen, bidirektionalen Ladestandards teilzunehmen und ihre Aktivitäten in einem internationalen Rahmen zu koordinieren.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation und Problematik

Obwohl der internationale Standard ISO 15118-20 für das bidirektionale Laden von Elektrofahrzeugen (V2X) über das Combined Charging System (CCS) bereits seit April 2022 existiert, ist er in Serienprodukten noch nicht flächendeckend verfügbar. Stattdessen bieten einzelne Fahrzeughersteller proprietäre Insellösungen an. Diese Entwicklung ist problematisch, da sie zu einer fragmentierten Landschaft von inkompatiblen Ökosystemen führen kann und die notwendige Interoperabilität über die gesamte Wertschöpfungskette (Fahrzeug, Ladestation, Netzbetreiber) gefährdet.

Ziele und Innovationsgehalt des IEA EV TCP Task 53

Um dieser Fragmentierung entgegenzuwirken, zielt der IEA EV TCP Task 53 auf die Entwicklung eines gesamtheitlichen, herstellerübergreifenden Lösungsansatzes zur Sicherstellung der Interoperabilität ab.

Kernziele

  • Erhebung des Status-Quo: Tests zwischen realen Fahrzeugen und Ladestationen in Labors, um Implementierungslücken und Unklarheiten im ISO 15118-20-Standard zu identifizieren.
  • Ableitung von Guidelines: Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und einer Guideline für die normgerechte Implementierung des Standards für Fahrzeug- und Ladesäulenhersteller.
  • Standardisierung der Kommunikation: Erarbeitung von Vorschlägen für eine standardisierte Kommunikation zwischen Ladestation und Netzbetreiber.
  • Wissenstransfer: Verbreitung der entwickelten Lösungsansätze und Konzepte in die Elektromobilitätsbranche.

Österreich bringt Ergebnisse aus der im Aufbau befindlichen V2G-Laborinfrastruktur des AIT sowie aus nationalen F&E-Projekten (wie V2G Network, Storebility2Market) ein. Die Einbindung nationaler Stakeholder erfolgt über die „V2G Allianz Österreich".

Angestrebte Ergebnisse

Die Beteiligung Österreichs am IEA EV TCP Task 53 soll folgende konkrete Ergebnisse und Erkenntnisse liefern:

  • Mitgestaltung der Task 53 Aktivitäten unter Einbringung österreichischer F&E-Ergebnisse und Interessen.
  • Aufbau und internationale Positionierung einer Labor- und Testinfrastruktur für bidirektionales Laden in Österreich.
  • Anbindung österreichischer Stakeholder aus Wirtschaft und Wissenschaft an internationale Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur frühzeitigen Wahrnehmung globaler Entwicklungen.
  • Aufbau eines nationalen Expert:innen- und Stakeholder-Netzwerks für einen dauerhaften Informationsaustausch mittels Kommunikations- und Disseminationsaktivitäten, wie zum Beispiel die Organisation jährlicher Veranstaltungen zum Thema „Bidirektionales Laden".

Teilnehmende Staaten

Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kanada, Korea, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien, Vereinigte Staaten von Amerika

Kontaktadresse

Projektleitung

Stephan Ledinger
AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Giefinggasse 4, 1210 Wien
E-Mail: Stephan.Ledinger@ait.ac.at
Tel.: +43 664 88390732

Projektpartner

Kurt Leonhartsberger
impeect GmbH
Marktblick 22, 4391 Waldhausen im Strudengau
E-Mail: office@impeect.at
Tel.: +43 676 9701986