Foto: Fenster des Freihofs Sulz

IEA SHC Task 54 Newsletter 11/2016

Ziel des IEA SHC Task 54 ist die Preisreduktion von thermischen Solaranlagen um 40% durch Forschung entlang der Wertschöpfungskette. Einige Projekte und erste Erfolge werden im Newsletter vorgestellt.

Herausgeber: IEA-SHC Programme
Englisch, 10 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Der aktuelle Newsletter hat folgende Themen zum Inhalt:

Levelized costs of solar thermal heat

Ziel dieses Tasks ist eine Preisreduktion solarthermischer Anlagen um bis zu 40%. Drei Punkte werden dabei betrachtet:

  • Technische Innovationen und Prozessinnovationen, um diese Preisreduktionen zu ermöglichen
  • Referenzsysteme als Benchmarks
  • Entwicklung einer Berechnungsmethode zur Kostenkalkulation um Vergleichbarkeit zu ermöglichen

Data Collection on installation

IEA SHC Task 54 versucht Einsparungspotenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen. Zu diesem Zweck wurde ein Fragebogen entwickelt, der beim IEA SHC Task 54 Workshop in Brüssel am 25. Mai 2016 vorgestellt und diskutiert wurde. Der Workshop fand im Rahmen des ESTTP Workshops "Solar Thermal Energy for Europe" (24./25. Mai 2016 in Brüssel) statt. Der Fragebogen soll spezifische Kostenstrukturen und Erfordernisse der Branche sichtbar machen.

New business model "Payouse"

Um die Barriere von hohen Investitionskosten bei der Installation einer Solaranlage zu umgehen, wurde von Sunlumo Technology GmbH ein neues Businessmodell entwickelt. Dabei zahlt der Nutzer für die genutzte Wärmemenge ohne die gesamte Anlage im Voraus bezahlen zu müssen. Stattdessen zahlt der Nutzer eine tägliche Gebühr bis die Anlage abbezahlt ist.

Die Bezahlung erfolgt über eine mobile App. Mit der App ist es weiters möglich, sowohl Warmwassersystem als auch Photovoltaikanlage zu managen und Daten aufzuzeichnen. Außerdem werden Nutzer durch Vorhersage des voraussichtlichen Energieertrags aufgrund von lokalen Wettervorhersagen unterstützt.

Techno-economical optimization "TEWIsol"

Eine integrierte technologisch-wirtschaftliche Methodologie auf Basis von

  • Wertanalysen,
  • Komplexitätsmanagement,
  • Prozesskostenanalysen,
  • Simulationen und Tests

soll entwickelt werden, um vielversprechende Potenziale für ein optimales Kosten/Nutzen-Verhältnis zu identifizieren. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette angefangen von Komponentenherstellern, über Systemanbieter bis hin zu Installationsfirmen.

Das Kriterium für die Optimierung liegt in der Minimierung des Verhältnisses volle Kosten/Solarertrag des Systems. Eine Reduktion der Kosten für den Endkunden um 20% wird erwartet.

Aufgrund von Untersuchungen der Stiftung Warentest [STW 2009] und Ökotest [ÖKO 2010] zeigte sich, dass die Vielfalt an Systemdesigns und Kosten im Widerspruch zu geringen Unterschieden in der energetischen Performance steht. Das heißt, dass durch eine Reduktion der Produktvielfalt und Nutzung von Skaleneffekten die Produktionskosten ohne signifikante Verringerung der Energieeffizienz sinken könnten.

(Quelle: Axel Oliva, Wolfgang Kramer, Fraunhofer ISE, Germany)

Außerdem werden im Newsletter Informationen über folgende Entwicklungen dargestellt:

  • Novel heat pipe collectors
  • Drain-back system concept for large systems
  • Solar thermal systems without differential controllers / sensors

Weitere Informationen zum Thema finden Sie außerdem in Infosheets und Publikationen auf der Website des IEA SHC Task 54:

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