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IEA-DSM Spotlight-Newsletter #64, März 2017

Der Themenfokus des Newsletter liegt auf dem Nutzen von Verhaltensänderungen, der Wirtschaftlichkeit von Gebäudenachrüstungen sowie der Schweizer Energiestrategie 2050

Herausgeber: IEA DSM
Englisch, 7 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Der IEA-DSM Newsletter - hat folgende Themen zum Inhalt:

Task 24 – Sichtbarmachung des Nutzens von Verhaltensänderungen

Task 24 beschäftigt sich mit der Umsetzung von Verhaltensänderungen zu energiesparenden Verhaltensweisen. Im Rahmen dieses Tasks wurden bisher innovative Methoden angewendet und eine Vielzahl an Beispielen, wie Verhaltensänderungen zum Energiesparen beitragen können gesammelt.

Ziel des Tasks ist es, die rein technokratische Sichtweise im Energiesystem aufzuweichen und die EndnutzerInnen bzw. deren Verhaltenweisen und Verhaltensoptionen mehr in den Mittelpunkt der Betrachtungen zu rücken. Aktuell wurden diesbezüglich im zweitgrößten nordamerikanischen Spitalsverband, dem Carolinas Health Services, umfangreiche Feldstudien über das menschliche Energieverbrauchsverhalten durchgeführt.

Im Rahmen mehrerer Workshops wurde das Energieverhalten in den Krankenhäusern analysiert und ein umfangreiches Verhaltens-Modell aus der Perspektive der EndnutzerInnen erstellt.

Task 16: Wirtschaftlichkeit von Nachrüstungen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden

Im Rahmen von DSM Task 16 wurde ein Projekt zur wirtschaftlichen Beurteilung von Gebäudenachrüstungen gestartet. Gebäudenachrüstungen haben bieten ein immenses Potenzial um die durch die Nutzung von Gebäuden freigesetzten CO2-Emissionen zu verringern.

Um dieses Potenzial zu realisieren, müssen allerdings enorme Investitionen getätigt werden. So wird alleine in Europa das notwendige Investitionspotenzial bis 2050 auf ca. eine Billiarde Euro geschätzt. Da diese Kosten nicht alleine von der öffentlichen Hand übernommen werden können, werden im Projekt eine dynamische Lebenszyklus-Kosten & Nutzen-Analyse (LCCBA) anhand von Fallbeispielen durchgeführt.

Ziel ist es, Profiteure von Gebäudenachrüstungsmaßnahmen zu identifizieren um für diese geeignete Finanzierungs- bzw. Co-Finanzierungsmodelle für Gebäudenachrüstungen zu entwickeln.

Schweiz – Der Weg zu einem Energiesystem ohne Kernkraft

Das Energiesystem in der Schweiz weist bei der Stromproduktion mit über 60 % bereits einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien auf. Allerdings liegt der Anteil von Strom am Gesamtenergieverbrauch nur bei 25 %. Somit stammen über 75 % des Energieverbrauchs aus nicht nachhaltigen Quellen. Zudem werden in der Schweiz fünf Atomkraftwerke betrieben. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima wurde die Energiestrategie 2050 entwickelt, welche auf drei Säulen fußt:

  • Steigerung der Energieeffizienz
  • Ausbau der erneuerbaren Energien
  • Atomausstieg

Diesbezüglich wurde 2013 ein erstes Maßnahmenpaket vorgeschlagen, welches 2016, nach intensiven Diskussionen, vom Parlament genehmigt wurde und nun am 21. Mai zur Volksabstimmung gebracht wird. Wenn sich das Schweizer Volk dafür entscheidet wird das Maßnahmenpaket schon 2018 in Kraft treten. Es beinhaltet folgende Maßnahmen:

  • Teilzweckbindung der CO2-Abgabe für energetische Gebäudesanierung
  • Anpassungen im Gebäudeprogramm (neue Auflagen, etc.)
  • Ausweitung der steuerlichen Anreize zur energetischen Gebäudesanierung
  • Verschärfung der Emissionsvorschriften bei Fahrzeugen
  • Grundlagen für die Einführung von Smart Metering (rechtl. Rahmenbedingungen, intelligente Steuer- und Regelsysteme etc.)
  • Keine neuen Rahmenbewilligungen für Kernkraftwerke
  • Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennstäbe

Zudem werden im Newsletter im Jahr 2016 abgehaltene Webinare sowie kommende DSM-Veranstaltungen vorgestellt.

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