Foto: Frontansicht des KlimaKomfortHauses in Wien

Ergebnisse IEA EBC Annex 62 Ventilative Cooling

Der State oft he Art Report zeigt Potenziale und Grenzen Ventilativer Kühlung auf. Die Gebäudedatenbank umfasst aktuell 90 Gebäude und die R&D-Roadmap benennt die wesentlichen Forschungsfragestellungen und Chancen technologischer Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen.

Inhalt

State of the Art Report - Ventilative Cooling

Als ein Ergebnis dieses IEA-EBC-Forschungsprojekts dokumentiert der englischsprachige State of the Art Report Potenzial und Grenzen Ventilativer Kühlung, die Verankerung in existierenden Energieeffizienzanforderungen, eine Sammlung von 26 exemplarischen Gebäuden mit Ventilativer Kühlung und Zusammenstellungen verfügbarer technischer Komponenten und Strategien sowie Planungswerkzeuge.

Gebäudedatenbank - Ventilative Cooling

Die Gebäudedatenbank umfasst bislang 90 Gebäude mit Ventilativer Kühlung aus fünf europäischen Ländern. Die Publikation wird für Ende 2016 vorbereitet; für wissenschaftliche Zwecke wird die Datenbank auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Hinweise zur Aufnahme weiterer Gebäude sind bis Oktober 2016 willkommen.

R&D-Roadmap - Ventilative Cooling

Im Rahmen der österreichischen Beteiligung wurde eine theoretische und praktische Funktionsevaluierung Ventilativer Kühlung speziell im österreichischen Kontext und speziell in der Anwendung auf Niedrigstenergiehäuser vorgenommen.

Methodisch wurden dabei die Elemente von dynamischer Energiebilanzierung, von Literaturauswertung im Zuge der Erstellung der Gebäudedatenbank, von ExpertInnen-Interviews und von Begehungen exemplarischer Gebäude angewandt. Als Ergebnis dieser Analysen wurde ein Stärken-Schwächen-Profil Ventilativer Kühlung und darauf aufbauend eine R&D-Roadmap erarbeitet. Letztere benennt wesentliche Forschungsfragestellungen und Chancen technologischer Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen.

Entwicklungspotenziale / R&D-Roadmap

  1. Entwicklungspotenzial besteht in der Weiterentwicklung von Luftein- und -auslässen, die bei den ausreichend kleinen Druckdifferenzen von max. 2 Pa die erforderlichen Nennluftmengen mit jedenfalls ausreichendem Einbruch- und Schlagregenschutz und eventuell auch mit Zusatzfunktionen des Schall- und Partikelschutzes bereitstellen.
  2. Entwicklungspotenzial besteht in der Weiterentwicklung von Überströmöffnungen zwischen Räumen und Raumgruppen, wieder mit Nennluftmenge bei < 2 Pa und mit Schallschutzfunktionen.
  3. Entwicklungsbedarf wurde geortet in der Weiterentwicklung von windunterstützten Abluftkomponenten, wie antriebslosen Abluftventilatoren oder Venturi-Abluftkomponenten, wie auch generell in der Weiterentwicklung von Strategien zur besseren Ausnutzung von Windeffekten zum Strömungsantrieb der Nachtlüftung.
  4. Vielfacher Entwicklungsbedarf besteht in der Systemintegration der Mess-Regel-Steuertechnik von Ventilativer Kühlung:
  5. Entwicklungsbedarf besteht in der Konzeption hybrider Lüftungssysteme, in Form der einander funktional ergänzenden Kombination aus mechanischer Lüftung mit Wärmerückgewinnung zur Sicherstellung der Raumlufthygiene und mit freier Nachtlüftung zur sommerlichen Gebäudeentwärmung.
  6. Großes Entwicklungspotenzial wird nicht zuletzt in der Mess-Steuer-Regelungstechnik geortet: Bedarf besteht sowohl an simplen, dezentralen Einheiten aus Sensor, Regeleinheit und Stellantrieb als auch an gut aufeinander abgestimmten Komponenten (Sensoren, Aktoren, Regler) zur Systemintegration.
  7. Jenseits technischer Komponenten besteht außerdem Entwicklungsgbedarf hinsichtlich Entscheidungshilfen, Dimensionierungsregeln und Planungswerkzeuge für Ventilatives Kühlen, abgestimmt auf die jeweiligen Phasen im Planungsprozess.

Aufruf zu Zusammenarbeit

Innerhalb der verbleibenden Projektlaufzeit bis Dezember 2017 besteht die Einladung an österreichische Komponenten- und Systemanbieter im Bereich der Lüftungstechnik, unter Nutzung des nun bestehenden internationalen Netzwerkes und Wissenspools eine Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios zu erwägen. Für eine spezifische Abstimmung und Erörterung der diesbezüglichen Unterstützungsmöglichkeiten stehen die Mitglieder des österreichischen Projektkonsortiums gerne zur Verfügung.

Im Oktober 2016 werden ein Expert-Meeting sowie eine öffentliche Informationsveranstaltung in Wien stattfinden. Wenn Sie diese Veranstaltung zur Präsentation von Produkten, Systemen oder laufenden Entwicklungen nutzen wollen, kontaktieren Sie das Projektkonsortium.

Kontakt

IBR&I Institute of Building Research & Innovation ZT-GmbH
Peter Holzer
Wipplingerstraße 23/3
A-1010 Wien

e7 Energie Markt Analyse GmbH
Gerhard Hofer
Walcherstraße 11
A-1020 Wien

Diese Seite teilen ...

zum Anfang