Foto: Zero Emissions

IEA-World Energy Outlook 2013 ist erschienen

Heute werden über 80 % des weltweiten Energiebedarfs aus fossilen Energien gedeckt. Auch für 2035 errechnet die IEA, dass weiterhin drei Viertel des Energiebedarfs durch Öl, Kohle und Gas gedeckt werden wird. Laut dem Bericht würde dieser Pfad einen weiteren Anstieg der Treibhausgasemissionen und eine globale Temperatur­erhöhung um 3,6 Grad Celsius bedeuten.

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IEA-World Energy Outlook 2013 ist erschienen

Der IEA-World Energy Outlook erscheint jährlich und enthält Szenarien zur zukünftigen Entwicklung der weltweiten Energieversorgung. Demnach werden im Jahr 2035 drei Viertel des weltweiten Energiebedarfs aus fossilen Energieträgern gedeckt werden.

Da in diesem Zeitraum zusätzlich mit einem Anstieg des Energiever­brauchs um ein Drittel zu rechnen ist, kann davon ausgegangen werden, dass das von der Klimaschutzpolitik anvisierte 2 °C-Ziel nicht zu erreichen ist. Die erwarteten Treibhausgasemissionen werden demnach um 20 % zunehmen und in weiterer Folge eine Temperaturerhöhung von 3,6 °C bewirken.

Die untenstehende Abbildung zeigt die Entwicklung des weltweiten Primärenergiebedarfs nach Energieträger bis 2035 in Megatonnen. Während der Einsatz von Öl und Kohle langfristig auf hohem Niveau stagnieren, werden Zuwachsraten bei Erdgas und den erneuerbaren Energien, aber auch bei Kernenergie erwartet.

Weitere Aussagen des Berichts:

  • Die Förderraten von konventionellem Rohöl werden zukünftig stark zurückgehen (ca. 6 % pro Jahr)
  • Die Förderung von unkonventionellem Öl und Gas wird eine stärkere Rolle spielen, obwohl diese sowohl mit teilweise schweren ökolo­gischen Nebeneffekten und deren Förderpotenziale mit großen Unsicherheiten behaftet sind
  • Der Ölpreis wird weiter ansteigen und hohe volkswirtschaftliche Kosten verursachen
  • Die Importabhängigkeit Europas von fossilen Roh- und Brennstoffen wird weiter ansteigen
  • Der weltweiten Subventionssumme für erneuerbare Energien von ca. US$ 101 Mrd. stand 2012 eine Subventionssumme für fossile Energien von ca. US$ 544 Mrd. (+ 4 % gegenüber 2011) gegenüber.

Die Inhalte dieser Zusammenstellung basieren auf den OECD/IEA-Publikationen zum World Energy Outlook 2013: ©OECD/IEA 2013 World Energy Outlook, IEA Publishing: Langfassung, Zusammenfassung (deutsche Übersetzung) und Präsentation in London. Nutzungsbedingungen der IEA

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Hinweis zur Nutzung: Diese Publikationen der IEA unterliegen bestimmten Einschränkungen in Bezug auf ihre Verwendung und Verbreitung. Nutzungsbedingungen der IEA

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