Industriearbeitsgruppe (WPI)

Die Working Party on Industrie (WPI) ist das Beratungsgremium des Committee on Energy Research and Technology (CERT) und des IEA-Sekretariats in Industriefragen. Die Arbeitsgruppe soll sicherstellen, dass energiebezogene Technologien für die (Schwer-) Industrie wirksam zur Erreichung nationaler und gemeinsamer energie- und klimapolitischer Ziele der IEA-Mitgliedsländer beitragen.

Kurzbeschreibung

Die Industriearbeitsgruppe unterstützt bei der Koordination relevanter Technologieprogramme (TCPs), fördert den politischen Austausch zwischen den Mitgliedsländern und stellt strategische Beratung für Datenerhebung, Monitoring und Analysen der IEA zur Verfügung.

In ihrer zweiten Amtszeit 2026 – 2028 wird die WPI ihre Aktivitäten in Abstimmung mit den IEA-Mitgliedern fortsetzen und vertiefen. In erster Linie soll sie Regierungen dabei unterstützen, zielführende Rahmenbedingungen für die Schwerindustrie zu setzen.

Die Working Party betreut das IEA IETS TCP „Industrielle Energietechnologien und Systeme".

Schwerpunktthemen:

  • technische Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Umsetzung politischer Maßnahmen schaffen, inklusive technologiebezogener Innovationen in der Industrie, Skalierbarkeit, Kosten und Kommerzialisierung sowie wirtschaftlicher Analysen und Methoden zur Emissionsmessung.
  • marktbezogene Entwicklungen und Technologietrends verfolgen, Anwendung von Standards, auch im Zusammenhang mit emissionsarmen Materialien;
  • Faktoren erkennen, die die industrielle Wettbewerbsfähigkeit, die Energiesicherheit und sich abzeichnende Chancen in den industriellen Lieferketten beeinflussen,
  • Enabler erkennen, die die Schaffung von Märkten und Investitionen des Privatsektors fördern und die Wettbewerbsfähigkeit durch Effizienz, Emissionsminderung und zuverlässige Energiequellen verbessern,
  • Auswahl und Entwicklung politischer Optionen, einschließlich der Nutzung der „Policy Toolbox for Industrial Decarbonisation" der IEA.

Aufgaben

  • Internationale Zusammenarbeit und gegebenenfalls Erarbeitung gemeinsamer Lösungen im Zusammenhang mit den Sektoren der Schwerindustrie,
  • Austausch von Best Practices, Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnissen zu politischen Maßnahmen zur Förderung der Technologieentwicklung und -einführung in der Schwerindustrie,
  • Erhebung und Austausch von Daten zur Verfolgung von Fortschritten, wie z. B. aktuelle Demonstrationsprojekte für innovative Technologien, Daten zur Beschaffung oder zu politischen Entwicklungen,
  • Bereitstellung strategischer Leitlinien für die Arbeit des IEA-Sekretariats,
  • Informationsaustausch zwischen industrierelevanten TCPs, um Chancen und Lücken in der internationalen Forschungszusammenarbeit zu ermitteln,
  • Informationsbereitstellung und Beratung für das CERT über Ergebnisse und Vorhaben der Arbeitsgruppe und der von ihr betreuten TCPs,
  • Möglichkeiten für Regierungen und ihre Industrieverbände schaffen, sich zu vernetzen und über globale technologische Entwicklungen in dem Sektor auf dem Laufenden zu bleiben und
  • Zusammenarbeit und Austausch von Ideen, Daten und Analysen mit anderen relevanten Plattformen, um die Wirksamkeit zu maximieren und Überschneidungen zu vermeiden.

Teilnehmende Staaten

alle IEA Mitgliedstaaten

Kontaktadresse

Österreichische Vertreterin

Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI)
Abteilung Energie- und Umwelttechnologien
Mag. Sabine Mitter
Radetzkystraße 2, A-1030 Wien
E-Mail: sabine.mitter@bmimi.gv.at
Tel.: +43 1 71162 652915

Österreichische Stellvertreterin

Dipl.-Ing. Theresia Vogel
Ödenburger Straße 87/Top 3
A-1210 Wien
E-Mail: theres@theresia-vogel.eu
Tel.: +43 (0) 664 1423545