IEA-SHC Task 65: Solares Kühlen für die Sonnengürtel-Regionen

Der Kühlbedarf wird sich ohne Gegenmaßnahmen bis 2050 verdreifachen. Ziel des Task 65 ist es, die Technologien zur solaren Kühlung an die Randbedingungen des Sonnengürtels anzupassen, geeignete Systemkonzepte zu finden, zu bewerten und die Vorteile zu verbreiten. Der österreichische Schwerpunkt liegt neben Systemanpassungen in der Lebenszyklus-Kosten-Nutzen-Analyse und der Weiterentwicklung bisheriger Bewertungstools.

Kurzbeschreibung

Das in den OECD-Ländern gesammelte Know-how über die Technologie der solaren Kühlung ist bereits sehr groß. Bisher wurden nur sehr wenige Anstrengungen unternommen, um dieses Know-how auf die Länder des Sonnengürtels (Zb: Afrika, MENA, etc.), die alle dynamische Schwellenländer sind, zu übertragen. Diese Länder tragen aber maßgeblich am weltweiten Anstieg der Nachfrage nach Klimaanlagen (AC) bei. Gleichzeitig kann dort die solare Kühlung eine wichtige Rolle spielen, da diese Regionen eine hohe solare Einstrahlung haben. Daher zielt der vorliegende Task darauf ab, Innovationen für erschwingliche, sichere und zuverlässige Kühlsysteme für die Sonnengürtelregionen weltweit zu entwickeln.

Die geplanten Ergebnisse sind adaptierte Komponenten bzw. Systeme sowie die Demonstration der Anlagen, und die daraus abgeleiteten Empfehlungen. Die umfassende Lebenszyklus-Bewertung aller gesammelter Energiebilanzen der neuen bzw. adaptierten, solaren Kältebereitstellungs-Systeme ermöglicht Analysen, Bewertungen und Benchmarking.

Die spezifischen Beiträge des österreichischen Konsortiums sollen folgende Ergebnisse unterstützen.

Subtask A: Adaptierung

  • Angepasste Maschinenkonzepte (z. B.: solar-hybride Kältemaschine/Wärmepumpe) bieten ein hohes Innovationpotential zur Deckung von kombinierten Kühl- und Heizlasten
  • Die Anwendung und Verbesserung der Hardware-in-the-Loop-Labor-Messmethode

Subtask B: Demoanalgen

  • Die laufenden Demoprojekte werden durch die Erkenntnisse aus dem Task flexibler und effizienter (z. B.: Rückkühlung).
  • Die gesammelten Do's and Dont's führen zum allgemeinen Anstieg der Verlässlichkeit, Wirtschaftlichkeit und vereinfachten Replizierbarkeit von solarem Kühlen. Diese umweltschonende und energiesparende Kältebereitstellung ist ein wichtiger Beitrag für zukünftige Energiesysteme.

Subtask C: Technische, ökonomische, ökologische Lebenszyklus-Bewertung

  • Lebenszyklus-, Lebenszykluskosten/-nutzen-Analyse für die Integration kombinierter Gebäude- und Solarmaßnahmen sowohl nachfrageseitiger Energieeffizienz als auch erneuerbarer Maßnahmen. Die LCCBA-Ergebnisse können auch für die zukünftige Entwicklung von Geschäftsmodellen genutzt werden.

Subtask D: Verbreitung

  • In den nationalen Workshops werden die kombinierten technischen, ökologischen und ökonomischen Lebenszyklus-Bewertungen präsentiert und diskutiert.
  • Das interaktive Training beinhaltet die Anwendung des LCCBA-Tools. Sowohl die verwendete Methode wie auch die entsprechenden Analysen und Bewertungen sind in dieser Form weit über dem Stand der Technik.

Letztlich sollen diese Ergebnisse zu einer beschleunigten Marktdurchdringung und damit zu nachhaltigen, erneuerbaren Energiesystemen beitragen.

Teilnehmende Staaten

China, Dänemark, Deutschland (Leitung), Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Südafrika, USA

Kontaktadresse

Neyer Brainworks GmbH
DI Dr.techn. Daniel Neyer, MSc
Oberradin 50
6700 Bludenz
E-Mail: daniel@neyer-brainworks.at

Energetic Solutions, DDI Jan W. Bleyl
Universität Innsbruck, Manuel Ostheimer, MSc