IEA-SHC Task 51: Solare Energie in der Stadtplanung

Das Projekt befasst sich mit der Integration von Solarenergie in das städtische Umfeld. Ziel des IEA-SHC Tasks 51 ist es, StadtplanerInnen und ArchitektInnen dabei zu unterstützen, die solarenergetischen Maßnahmen bestmöglich in der Raumbildung zu berücksichtigen, zu planen und umzusetzen. Solare Smart Cities dienen dabei als Vorbild. Die Betrachtung der Integration von Solarenergie geht über den Maßstab der Gebäude hinaus, umfasst städtebauliche Prozesse, Rahmenbeding­ungen, Werkzeuge und Methoden zur Unterstützung von urbanen Solar­energiestrategien, Fallbeispiele und Testkonzepte sowie Informations- und Unterrichtsmaterial.

Status

Laufend

  • Mai 2013 - April 2017

Kurzbeschreibung

Eine erfolgreiche Integration von Technologien für solare Energieum­wandlung in urbaner Umgebung ist vielen Zielkonflikten ausgesetzt. Eine effektive Integration dieser Technologien im städtischen Umfeld kann nur dann erfolgen, wenn einerseits neue Ansätze durch rechtliche Rahmen­bedingungen geschaffen werden und andererseits Stadtplanungs- und Gestaltungsprozesse so aufeinander abgestimmt sind, sodass qualitativ hochwertige Gesamtkonzepte entwickelt und umgesetzt werden können.

Eine Vielzahl an beteiligten AkteurInnen und verschiedensten Planungs­verfahren macht die Aufgabe der Integration von solarer Energieum­wandlung in der Stadt zu einem herausfordernden Unterfangen und erfordert eine systemische und ganzheitliche Vorgehensweise.

Eine zunehmende Nutzung von solaren Technologien in den Städten hat Auswirkung auf die Flächennutzung und beeinflusst die Qualität der Raumbildung. Der vorwiegende Einsatz von Solarenergie liegt derzeit in der Versorgung von einzelnen Gebäuden, die meistens in den Vorstädten mit geringer Bebauungsdichte angesiedelt sind. Es finden sich derzeit nur vereinzelte Konzepte, die ganzheitliche Lösungen für Solarenergienutz­ung in kompakten Stadtquartieren bieten.

Angesichts der weltweit wachsenden städtischen Bevölkerung, des weiterhin steigenden Energieverbrauches und der wachsenden CO2 Emissionen besteht der Bedarf, die städtischen Potenziale zur regenera­tiven Energieproduktion- und zur Energieeffizienzsteigerung zu aktivieren und zu nutzen.

Die Absicht des IEA-SHC Tasks 51 ist, die beschriebenen Herausforder­ungen eingehend zu analysieren und zu bearbeiten. Ganz gezielt werden in diesem Projekt die integrativen Aspekte der Solarenergienutzung im urbanen Raum in folgender Aufstellung untersucht:

  • Rechtliche Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Barrieren für Solare Stadtplanung
  • Prozesse, Werkzeuge und Methoden
  • Fallbeispiele und Testkonzepte
  • Informations- und Unterrichtsmaterial

Die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsschritte werden systematisch über die Projektlaufzeit in einem Atlas kompakt erfasst und dokumentiert. Die Validierung und Diskussion nationaler Daten im internationalen Vergleich und eine vergleichende Validierung der integrativen und technischen Aspekte der Best-Practice Beispiele werden ebenso durchgeführt.

Bestehende Barrieren zur Integration von solarer Energienutzung im städtischen Kontext werden identifiziert und Inputs zu deren Überwind­ung geliefert. Zur Verfügung stehende Hilfswerkzeuge werden erfasst, getestet und weiterentwickelt. Das Informations-und Bildungsmaterial wird analysiert und verbessert. Abschließend werden ein Leitfaden und Empfehlungen zur Weiterentwicklung zusammengestellt. Nationale Beispiele und Forschungsergebnisse werden in den internationalen Know-how Pool einfließen.

Publikationen

Videos

Kurzvorstellung des "IEA-SHC Task 51: Solare Energie in der Stadt­planung" im "Pecha Kucha" Format (Daiva Jakutyte-Walangitang) im Rahmen des IEA-Vernetzungstreffen 2014

zum NachhaltigWirtschaften YouTube ChannelWeitere Kurzvorträge des IEA-Vernetzungstreffen 2014 finden sie im NachhaltigWirtschaften YouTube Channel.

Weitere Publikationen

Solare Potenziale im Städtebau

Der Artikel behandelt das Thema Integration solarer Energie im städtischen Umfeld und beschreibt darüber hinaus die Ziele des SHC Task 51. Erschienen im ee 1/2015.
Tobias Weiß, Sophie Grünwald, Kersten Hofbauer, Thomas Mach, Thomas Reiter, Beatrice Unterberger, Daiva Jakutyte-Walangitang, Herausgeber: AEE - Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Dachverband
Deutsch, 4 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Österreichische PartnerInnen

Teilnehmende Staaten

Australien, Dänemark, Deutschland, Italien, Kanada, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz

Kontaktadresse

AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Donau-City-Straße 1
A-1220 Wien
E-Mail: daiva.walangitang@ait.ac.at

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