IEA IETS Task 11: Final Reports - Industry-based Biorefineries towards Sustainability

Der Bericht bündelt die Ergebnisse von IEA IETS Task XI zu nachhaltigen Industriebioraffinerien und zeigt Wege zu Netto-Null-Emissionen, industrieller Symbiose und robusten Entscheidungsprozessen auf.

Bibliographische Daten

Marzouk Benali, Philipp Petermeier, Bettina Muster, Jorge Costa, Isabel Cabrita
Herausgeber: IEA Industrielle Energietechnologien und Systeme (IETS TCP), 2026
Englisch, 16 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Industriebasierte Bioraffinerien als Baustein der industriellen Dekarbonisierung

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie nachhaltige Bioraffinerien durch die Verbindung ausgewählter Technologiepfade, strategischer Entscheidungsunterstützung und industrieller Symbiose erfolgreich umgesetzt werden können. Die Arbeiten sind in drei eng verknüpfte Bereiche gegliedert: Entscheidungsunterstützung und Ex-ante-Analysen, Technologiepfade zu Netto-Null- und negativen Emissionen sowie Kreislauf-Bioökonomie und industrielle Symbiose.

Zentrale Ergebnisse

Es wird geschlossen, dass weniger die Verfügbarkeit einzelner Technologien als vielmehr die zunehmende Komplexität von Investitions- und Systementscheidungen eine zentrale Hürde für die Umsetzung darstellen. Erforderlich sind daher dynamische und künftig verstärkt KI-gestützte Entscheidungsinstrumente, die technoökonomische, ökologische und systemische Kriterien sowie Unsicherheiten gemeinsam berücksichtigen. Für Netto-Null- und Netto-Negativ-Bioraffinerien werden unter anderem Bio-CCUS/BECCS, erneuerbarer Wasserstoff, Elektrifizierung und fortschrittliche Biomasseumwandlung als relevante Technologiebausteine hervorgehoben.

Vom Konzept zur Umsetzung

Besonders hohe ökologische und wirtschaftliche Vorteile entstehen, wenn Bioraffinerien in industrielle Cluster eingebettet werden und Stoff-, Energie-, Wasser- und Kohlenstoffströme gemeinsam genutzt werden. Task XI empfiehlt daher, den Schwerpunkt künftig stärker auf Demonstration, Skalierung, harmonisierte Bewertungsmethoden und reale industrielle Fallstudien zu legen.

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