Foto: Frontansicht des Einfamilien-Passivhauses in Pettenbach

IEA EBC “Annex 67 News – Newsletter 5, Mai 2018”

Inhalte des Newsletters sind u.a. Veranstaltungsrückblicke, Artikel über die spanische Perspektive auf die Energieflexibilität sowie über die Evaluierung thermischer Speichermethoden, neue Projekte in Dänemark und Deutschland, das Labor von IREC und ein Überblick über Veranstaltungen 2019.

Bibliographische Daten

Søren Østergaard Jensen
Herausgeber: DTI, IEA-EBC Programm
Englisch, 8 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Der 5. Newsletter hat folgende Themen zum Inhalt:

Rückschau auf das 6. Projekttreffen mit öffentlichem Workshop

Das sechste Arbeitstreffen fand in Barcelona (26. bis 28. März 2018) statt und wurde von IREC organisiert. Beim Treffen wurde der Stand der aktuellen Arbeiten in den einzelnen Aktivitäten präsentiert, im Fokus stand aber die Diskussion um die praktische Anwendbarkeit der letztens in Graz vorgestellten Charakterisierungsmethode – weitere Beispiel-Simulationen sind dazu notwendig. Außerdem wurden die Deliverables des Annex besprochen und Verantwortliche benannt. Die 53 vor Ort anwesenden TeilnehmerInnen des Treffens beteiligten sich sehr aktiv an den Diskussionen.

Der öffentliche Workshop „Energy Flexible Buildings" wurde am ersten Tag vor dem Arbeitstreffen, am 26. März im „Palau Robert" Gebäude im Zentrum Barcelonas abgehalten. Er diente dazu, aktuelle Ergebnisse zum Thema aus EU-Projekten in Barcelona zu präsentieren und mit der nationalen Community zu diskutieren. Die zwei wichtigsten Punkte aus der Diskussion waren der energetische und wirtschaftliche Nutzen der Flexibilität, und die Vorbildwirkung der Region.

Spanische Perspektive für Energieflexibilität

In den letzten 5 Jahren stammten etwa 40% des nationalen Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen. Es gibt ambitionierte Ausbaupläne, obwohl seit 2013 keine nennenswerten Quellen dazugekommen sind, und die Wasserkraft wegen längeren Trockenzeiten eher anteilsmäßig abnimmt. Bis 2018 sollen alle Zählpunkte im Stromnetz "smart meter" sein. Die offizielle Gebäudezertifizierung wird auf Limits für den nicht-erneuerbaren Primärenergiebedarf abzielen, elektrische Mobilität soll ausgebaut und die PV-Eigenproduktion erhöht werden. Energieflexibilität von Gebäuden wird als Geschäftsmodell gesehen, aber die Rahmenbedingungen müssen dazu seitens der öffentlichen Hand noch optimiert werden.

Stakeholder Perspektive auf die Energieflexibilität von Gebäuden

Die verschiedenen Interessensgruppen sind in Zukunft sehr wichtig, um die Energiewende und -flexibilität zu schaffen bzw. zu nutzen. Stakeholder sind nach einer Studie der Süddänischen Universität (SDU) der Ansicht, dass drei Aspekte im Zusammenhang mit energieflexiblen Gebäuden in Betracht gezogen werden müssen: Gebäude selbst, Netz und Markt sowie die Kommunikation zwischen Gebäuden und Netzen. Außerdem müssen die NutzerInnen der Gebäude eng miteingebunden werden.

Energieflexible Gebäude: Bewertung von Definitionen und Quantifizierungsmethoden für die Wärmespeicherung

Die meisten Studien gehen davon aus, dass Energieflexibilität die Fähigkeit Lasten zu verschieben impliziert. Sie fokussieren entweder auf den Energieinfrastruktur-Kontext, auf Strom, auf den Energiepreis, auf die Möglichkeit, andere Gebäudelasten zu beeinflussen (z.B. über thermischen Komfort), oder auf Systeme, die mit dem Gebäude interagieren. Ein Artikel zum Thema wurde veröffentlicht.

Neue Projekte in Dänemark und Deutschland

Das Projekt „Intermittent Energy – Integrating Household, Utilities and Buildings (InteHUB)" behandelt die veränderten Rollen der AkteurInnen z.B. werden die Energieversorger noch stärker zu Dienstleistern, die Verbraucher zu Prosumern (die sowohl Energie liefern als auch verbrauchen), und Gebäude dienen als Energiespeicher und Energieerzeugungseinheiten. Welche Erkenntnisse aus dieser neuen Kombination der Player entstehen, wird untersucht und für neue Lösungen verwendet. Laufzeit ist April 2018 bis März 2021.

Das deutsche Projekt „ForEVER: Flexibility potential of building technology in electrical distribution networks" untersucht das Flexibilitätspotenzial von Gebäuden zur Stabilisierung der elektrischen Verteilungsnetze. Seit Februar 2016 bis einschließlich Jänner 2019 ermöglicht die im Projekt entwickelte Simulationsplattform die integrierte Berechnung einer Vielzahl möglicher Szenarien, insbesondere im Hinblick auf die Siedlungsstruktur und die Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, wodurch Erkenntnisse für die Planung und Anpassung von Energiesystemen gewonnen werden.

Überblick über Laboranlagen IREC

Die wichtigsten Testeinrichtungen von IREC in Katalonien sind das semi-virtuelle Energieintegrationslabor (SEILAB) for allem für HKLS Systemintegration in Tarragona und Energy Smart Lab mit Integration Erneuerbarer Energietechnologien, IKT und elektrische Vehikel in Barcelona.

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