Biodiesel

IEA HPT Annex 43: Country Report Austria (2016)

Im Country Report Austria sind relevante Daten rund um das Gebiet der gasbetriebenen Sorptionswärmepumpen zusammengefasst. Im Speziellen wird auf den österreichischen Markt und dessen Rahmenbedingungen eingegangen.

Bibliographische Daten

Johann Emhofer, Annemarie Schneeberger, Thomas Fleckl, Roman Wechsler, René Rieberer
Herausgeber: IEA HPT Annex 43
Englisch, 89 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Ungefähr 83% aller Gebäude in Österreich wurden vor 1990 gebaut und benötigen daher hohe Heizungsvorlauftemperaturen im Vergleich zu Neubauten. Zudem wird in 26% aller bestehenden Gebäude Erdgas als Energieträger für Heizzwecke verwendet.

Gasbetriebene Sorptionswärmepumpen können hohe Vorlauftemperaturen bei einer hohen Effizienz zur Verfügung stellen und können zudem, wie der Name schon sagt, mit Erdgas betrieben werden. Daher haben die gasbetriebenen Sorptionswärmepumpen gute Chancen, in den kommenden Jahren am österreichischen Markt Fuß zu fassen.

Die gasbetriebene Sorptionswärmepumpe benötigt allerdings nach wie vor fossile Brennstoffe, insofern diese nicht durch Biogas oder E-Gas (Power to Gas) ersetzt werden. Aus diesem Grund wird es für die Technologie schwierig sich langfristig auf dem Markt durchzusetzen.

Da die gasbetriebenen Sorptionswärmepumpen aber um bis zu 1/3 weniger Gas als ein Stand-der-Technik Brennwertgerät bei gleicher Heizleistung benötigt, kann diese als mittelfristige Lösung zur Erreichung der Klimaziele dienen. Die höhere Effizienz im Vergleich zum Brennwertgerät lässt die Schlussfolgerung zu, dass die gasbetriebene Sorptionswärmepumpe das Brennwertgerät in naher Zukunft ersetzen wird. Ein weiteres Indiz dafür ist, dass bereits einige Hersteller, die aus der Brennwerttechnik kommen (Vaillant, Viessmann, Buderus/Junkers, etc. ) gasbetriebene Sorptionswärmepumpen im Angebot haben.

Obwohl der Markt bereits heute vorhanden ist, sind gasbetriebene Sorptionswärmepumpen derzeit fast nicht im Einsatz. Einer der Hauptgründe ist die fehlende Information über die Technologie bei Installateuren und Planern. Zudem gibt es nur wenige Firmen die diese Technologie derzeit anbieten. In den nächsten Jahren wird sich zudem entscheiden, ob eine weitere im Rahmen dieser Arbeit identifizierte Markteintrittsbarriere, nämlich der Kaufpreis, gesenkt werden kann.

Obwohl schon einige gasbetriebene Sorptionswärmepumpen in Serienproduktion gegangen sind, gibt es dennoch Forschungsfragestellungen, die es zu lösen gibt und die zu einer besseren Marktdurchdringung der Technologie führen können. Zum Beispiel arbeitet die TU Graz gerade daran, die derzeit elektrisch angetriebene Lösungspumpe durch eine thermisch angetriebene zu ersetzen. Könnte man die elektrisch angetriebene Lösungspumpe ersetzen, würde einer der kritischsten und fehleranfälligsten Bauteile ersetzt werden.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die gasbetriebene Sorptionswärmepumpe das Brennwertgerät in naher Zukunft ersetzten wird, wobei auch im Vergleich zu den gerade in Serienproduktion gehenden Geräten noch weitere Verbesserungen möglich sind.

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