Foto: Frontansicht des sozialen Wohnbaus Utendorfgasse Wien

IEA-SHC Task 47 Positionspaper: Energy Upgrade of Non-Residential Buildings

Das Positionspapier "Energy Upgrade of Non-Residential Buildings" soll Energiepolitikern einen Einblick bieten, wie und warum die Verbesserung des energetischen Standards von Nicht-Wohngebäuden unterstützt und verstärkt umgesetzt werden sollte.

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Energy Upgrade of Non-Residential Buildings

IEA-SHC Task 47 Position paper (2015)
Herausgeber: IEA-SHC Programme
Englisch, 8 Seiten

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Kurzbeschreibung

Inhalt

Verbesserung der Energieeffizienz von Nicht-Wohngebäuden

Da Gebäude in den OECD-Ländern für ungefähr 45 % des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich sind und mehr als 50 % dieser Gebäude vor 1970 errichtet wurden, ist es dringend notwendig, diese Gebäude energetisch zu sanieren. Das EU Parlament gab im April 2009 eine Empfehlung heraus unmittelbare Ziele für einen minimalen Prozentsatz an Gebäuden im Net Zero Standard bis 2015 bzw. 2020 zu fixieren.

Im Rahmen des IEA-SHC Task 47 wurden erfolgreiche Sanierungsprojekte analysiert, um eine solide Wissensgrundlage für die nachhaltige und kosteneffiziente Sanierung von Nicht-Wohngebäuden auf Net Zero Energy Building (NZEB) Standard zu erhalten.

Weiters wurden wichtige Markt- und Politik-relevanten Themenfelder identifiziert um Marktstrategien für diese Sanierungen zu entwickeln. Die hauptsächlich untersuchten Gebäude sind Büros und Schulen, inklusive historischer Gebäude. Der technologische Stand, sowie Potenzial, derzeitige Barrieren und notwendige Maßnahmen werden im Positionspapier diskutiert.

Derzeitige Barrieren

Die in Interviews mit Schlüsselpersonen des Gebäudesektors für die Umsetzung nachhaltiger hochwertiger energetischer Sanierungen hauptsächlich identifizierten Barrieren lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Mangel an Ambition, höherwertige Standards als in der Bauordnung festgelegte Mindeststandards einzuhalten: auch in Gemeinden mit Fokus auf Nachhaltigkeit werden Gebäude nach dem derzeitigen Gebäudestandard saniert.

  • Mangel an Erfahrung: NZEB steht am Beginn der Entwicklung und die beteiligten Stakeholder können nur auf geringes Erfahrungswissen zurückgreifen.

  • Geringe Möglichkeit, Zugang zu relevantem Wissen zu erhalten

  • Hohe Anfangsinvestition für NZEB-Gebäude im Vergleich zu traditioneller Sanierung

  • Skeptizismus und mangelnde Risikobereitschaft: Unbekannte Sanierungsmethoden haben oft mit natürlichem Skeptizismus zu kämpfen, da Unbekanntes auch höheres Risiko birgt. Erst mit neuen Argumenten wie Steigerung des Images oder bestem Innenraumkomfort kann dieser Skeptizismus überwunden werden.

Notwendige Maßnahmen

Um den Markt zu stärken und oben angeführte Barrieren zu reduzieren sind Maßnahmen sowohl in Hinblick auf Politik als auch Bauindustrie notwendig.

Diese Empfehlungen werden jeweils in vier Hauptpunkte untergliedert, die ihrerseits Punkte zur Stärkung der Marktteilnehmer und Beseitigung von Barrieren enthalten. Die vier Hauptpunkte sind:

  • Steigerung der Attraktivität

  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

  • Leistbarkeit

  • Verfügbarkeit (des Wissens)

Unter den detaillierteren Empfehlungen finden sich z.B. Punkte wie Bekanntmachen guter Sanierungsbeispiele, Entwicklung von überzeugenden Argumenten für NZEB oder Darstellung der Vorteile nachhaltiger Sanierungen für Manager der Immobilienwirtschaft.

Für die erfolgreiche Umsetzung eines NZEB-Sanierungsprojekts sind fünf Prinzipien wesentlich:

  • Ein ganzheitliches Verständnis der Bedürfnisse von MieterInnen bzw. EigenümerInnen, die normalerweise nicht nur auf Energieeffizienz Wert legen

  • Lösungen, die den erwünschten Nutzen zur Befriedigung der Bedürfnisse bringen

  • Enthusiasmus der beteiligten Personen

  • Multidisziplinäre Teams (unter Beteiligung der NutzerInnen)

  • Unterstützung des Projekts durch das Topmanagement und Übereinstimmung mit der Unternehmensstrategie

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