Raus aus der Krise – Rein in die Zukunft! Hackathon Energiewende – Reallabore für ein klimaneutrales Österreich

2. - 4. November 2022
AirportCitySpace, Towerstraße 3, 1300 Wien-Flughafen

Raus aus der Krise – Rein in die Zukunft! So lautete das Motto des Energiewende Hackathons, der vom 2. bis 4. November 2022 in Wien stattgefunden hat. Mehr als 70 Teilnehmer:innen bauten an Reallaborkonzepten für ein klimaneutrales Österreich.

Veranstalter

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)

 

Inhaltsbeschreibung

Den Auftakt machten als Vertreter des Klimaschutzministeriums Sektionschef Jürgen Schneider und Abteilungsleiter Volker Schaffler. Die beiden Veranstalter betonten die Dringlichkeit jetzt mit Forschung und Entwicklung die Schritte zu setzen um die Energiewende zu schaffen. Es braucht heute neue Zugänge und Forschungsdesigns, um die Menschen bei der Energiewende mitzunehmen. Aktuell arbeiten neun Projektteams in Konzeptinitiativen an innovativen Reallaboren für die Energiewende. In kurzen Pitches stellten die Vertreter:innen die Kernidee ihrer Reallabore vor. Der restliche Abend diente der Vernetzung und dem besseren Kennenlernen.

Die energievolle Stimmung haben die Netproducer Christian Spanik und Barbara Zimmermann in einem kurzen Video für zusammengefasst:

Das Video wird über Youtube bereitgestellt, dabei wird eine Verbindung zu den Servern von Youtube hergestellt (sh. Datenschutzerklärung).

Energiewende Hackathon - Raus aus der Krise, rein in die Zukunft!
Energiewende Hackathon - Raus aus der Krise, rein in die Zukunft! (avantsmart)

Am zweiten Tag des Energiewende Hackathons stand dann die Arbeit mit Kreativmethoden wie Lego Serious Play und Design Thinking am Programm. Die Vertreter:innen der Reallabore wurden in acht Teams eingeteilt und stellten ihr Konzept mit Lego Bausteinen als 3D-Prototypen dar. Dabei wurden Details sowie Besonderheiten der Reallabore herausgearbeitet und offene Fragestellungen aufgezeigt.

Parallel zu den Reallaborteams arbeiteten die Challenger, bestehend aus Vertreter:innen des Ministeriums, der Förderstellen und relevanter Stakeholder aus der Wirtschaft daran, wie die Rahmenbedingungen verbessert werden müssen, damit Innovation gelingen kann.

In der anschließenden Test- und Co-Create Phase erforschte die Gruppe der Challenger die Prototypen anhand folgender Kernfragen:

  1. Relevante Akteur:innen: Wer ist wie involviert?
  2. Systemlösung: Welche Hypothesen werden überprüft? Was sind die zwei größten Herausforderungen?
  3. Reallabordesign: Wie werden die Hypothesen überprüft?
  4. Sichtbarkeit: Woran erkennt man von außen, dass das Reallabor erfolgreich ist und wann?

Mit dem wertvollen Feedback haben die Reallabor-Teams anschließend ihre Prototypen überarbeitet und verfeinert. Die Gruppe der Challenger wiederum hat ihre Erkenntnisse reflektiert und daraus zentrale Fragestellungen für den Deep Dive am folgenden Tag formuliert.

In einem abschließenden intensiven Dialog konnten die Innovationsteams ihre Anforderungen mit den Policy Makern diskutieren. Ziel dabei war es, die Barrieren für Innovation besser zu verstehen und gemeinsam Wege zu finden, um diese zu überwinden.

Der dritte Tag startete mit drei Deep Dives, in denen jeweils Fragestellungen aus Sicht der Reallabore, der Policy Maker sowie der Vertreter:innen der Wirtschaft vertieft wurden. Ideen für weitere Initiativen und konkrete nächste Schritte wurden herausgearbeitet.

Den Höhepunkt am dritten Tag bildete die Reallabor Gallery. Im Open Space stellte jedes Reallaborteam sein nun sehr konkretes Konzept aus. Die Teilnehmer:innen konnten nun die Ergebnisse von allen Reallaboren erkunden und ein Gesamtbild aller Initiativen bekommen.

Zum Abschluss fassten die Vertreter:innen des Klimaschutzministeriums Susanne Mayer, Volker Schaffler und Michael Hübner ihre Eindrucke des dreitägigen, intensiven Events zusammen.

Unser Resümee:

  • Forschung und Transformation passieren gleichzeitig im Energiesystem Österreichs. Innovationen wollen und sollen die Geschwindigkeit und den Impact deutlich erhöhen.
  • Reallabore können den Weg für 100%-EE-Systemlösungen bahnen, weil sie komplexe und mutige Anwendungen im Realexperiment auf ihre Systemwirkung erkunden und dann für die Markteinführung und Gestaltung von Rahmenbedingungen Entscheidungssicherheiten schaffen.
  • Wir wollen gemeinsam mit den Reallaboren lernen – in Echtzeit. Wir stellen hohe Anforderungen an die Realexperimente, die eine 100%-ige Erneuerbare Energieversorgung antizipieren können. Wir wollen im offenen Austausch über die Learnings bleiben.
  • Die angestrebte Energiewende funktioniert nur im Zusammenspiel zwischen den Regionen, Land, Bund, EU der Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Hemmnisse, die bei der regionalen Umsetzung identifiziert werden gilt es gemeinsam auszuräumen. Das kann gesetzliche oder steuerliche Rahmenbedingungen adressieren oder Marktrahmen und Anreizsysteme. Für dieses administrative, regulatorische, gesellschaftliche Lernen die geeigneten Formate zu finden ist Innovation.

Die Teilnehmer:innen waren sich einig, der Energiewende Hackathon war ein Spitzenevent: Super Stimmung, viel gelernt, neue Menschen kennengelernt und viel Inspiration mit nach Hause genommen.

Moderator:innen-Team: Hemma Bieser (avantsmart), Michael Wedler (B.A.U.M. Consult) und Klaus Weissmann (innovation & business creation gmbh), November 2022

Hintergrund

Spätestens seit den Ereignissen dieses Jahres wissen wir: Die Energiekrise kann nur gemeinsam gelöst werden! Der Schwerpunkt Energiewende des BMK setzt deshalb jetzt die notwendigen Schritte um eine rasche Umsetzung von Innovationen, die Österreich unabhängig von fossilen Rohstoffen machen, zu ermöglichen. Ein zentrales Instrument werden dabei „100%-Erneuerbare-Energie Reallabore" sein. In ihnen werden die Technologien und Innovationen, die für die Erreichung der Klima- und Energieziele notwendig sind, in die Umsetzung gebracht.

Im Rahmen des Fachdialoges „Die Energiewende proben" hat das Bundesministerium für Klimaschutz seit 2021 eine Reihe von Online- und Präsenzformaten veranstaltet und neun Projektteams aus den Bundesländern auf die Reise geschickt, Konzepte für „100%-Erneuerbare-Energie Reallabore" zu entwickeln.

Nun geht es darum, diese regionalen Konzeptinitiativen auf den nächsten Level zu heben und weiterzuentwickeln, um dadurch Österreichs Weg in die Klimaneutralität zu ermöglichen.

Auf dem Energiewende Hackathon arbeiten interdisziplinäre Teams gemeinsam an relevanten Problemstellungen und innovativen Lösungen. Pragmatisch, schnell und konkret sollen die Reallaborkonzepte in die Umsetzung kommen, um Österreich rasch unabhängig von fossilen Energieträgern zu machen. Dabei soll eine kooperative und zielgerichtete Vorbereitung für eine erfolgreiche Reallaborausschreibung Ende dieses Jahres ermöglicht werden.

Der Hackathon integriert dazu erstmals alle relevanten Beteiligten der Reallabor-Initiativen mit den Akteur:innen des Bundesministeriums für Klimaschutz, politischen Entscheidungsträgern aus Ländern und Gemeinden, Fördergebern, Unternehmen sowie der Forschungscommunity zu einem systematischen und kreativen Format.

Ziel ist es, die Akteursbasis über die Regionen hinaus zu verbreitern, die Initiativen zu vertiefen und rasch zu konkretisieren.

Teaser: Warum Unternehmen bei der Energiewende mehr leisten können

Das Video wird über Youtube bereitgestellt, dabei wird eine Verbindung zu den Servern von Youtube hergestellt (sh. Datenschutzerklärung).

Teaser: Warum wir bei der Energiewende weiter denken müssen

Das Video wird über Youtube bereitgestellt, dabei wird eine Verbindung zu den Servern von Youtube hergestellt (sh. Datenschutzerklärung).

Teaser: Neue Forschungs- und Förderdesigns für die Erreichung der Klimaziele erleben

Das Video wird über Youtube bereitgestellt, dabei wird eine Verbindung zu den Servern von Youtube hergestellt (sh. Datenschutzerklärung).

Programm

2. November 2022 18.00-21.00 Uhr

ab 17:30 Uhr Eintreffen der Teilnehmer:innen, Check-in
18:00 Uhr Kick-Off: Raus aus der Energiekrise und rein in die Energie-Zukunft. Wie wir mit Reallaboren die Energiekrise hacken
Henriette Spyra, Sektionsleitung Innovation & Technologie, BMK
Jürgen Schneider, Sektionsleitung Klima & Energie, BMK
Inside Hackathon: Auftrag & Arbeitsweise des Hackathon verstehen
Warm Up & Vernetzung der TeilnehmerInnen
20:00-21:00 Uhr Ausklang bei Getränken und Brötchen

 

3. November 2022 09:00-18:00 Uhr

ab 08:30 Uhr Check-in
09:00 Uhr Reallabore & Challenger: Zwei Gruppen bereiten sich vor
10:30 Uhr Hack 1: Prototyping der Reallabore & Co Creation mit Challengern
12:00 Uhr Mittag
13:00 Uhr Hack 2 & 3: Prototyping der Reallabore & Co Creation mit Challengern
16:15 Uhr Redesign der Reallabor Prototypen und Reflexion der Challenger Erkenntnisse
18:00 Uhr Abschluss
ab 18:30 Uhr Gemeinsames Abendessen im HN-Hotel (Selbstzahler). Anmeldung möglich bis zum 31. Oktober 2022 unter melanie.dadatschek@bmk.gv.at.

 

4. November 2022 09:00-13:00 Uhr

ab 08:30 Uhr Check-in
09:00 Uhr Deep Dive: Wie wir mit Reallaboren die Energiekrise hacken
11:00 Uhr Open Space zum Kennenlernen aller Reallabor Konzepte
12:30 Uhr Ergebnisse der Deep Dives
Abschlussstatement
Volker Schaffler, Abteilungsleiter Energie- und Umwelttechnologien in der Sektion Innovation, BMK
13:00 Uhr Abschluss

Kontaktadresse

Nikolas Reschen
Policy Officer, BMK
Tel.: +43 1 711 62-65 29 27
Mobil: +43 664 88848507
E-Mail: nikolas.reschen@bmk.gv.at